10 fette Jahre – Mein etwas anderer Jahresrückblick

Ich kann es kaum fassen.

Schon wieder hat eine Dekade ihr Ende gefunden. Dabei liegt der letzte Wechsel doch gar nicht so lange zurück, oder? Zumindest fühlt es sich so an.

Vor 20 Jahren, als Student, war ich erleichtert, dass zum Jahrtausendwechsel die IT unsere Welt doch nicht ins Chaos stürzte. Was wurde damals für eine Panik geschoben. Und vor zehn Jahren feierte ich in London, meiner damaligen Heimat, ein rauschendes Silvesterfest mit meiner Freundin – der heutigen Frau Finanzglück. Jetzt sitze ich auf meiner Couch, in unserem Reihenmittelhaus, während oben meine beiden kleinen Engel, Heiermann und Groschen, friedlich schlafen.

In der letzten Dekade ist so verdammt viel passiert. Da ich 1979 geboren bin, waren die 2010er Jahre auch meine eigenen 30er. Dem Jahrzehnt, in dem wir viele der wichtigsten Lebensentscheidungen treffen.

Dieses Jahr gibt es einen Jahresrückblick der besonderen Art. Ich teile mit Dir meine persönlichen Highlights der letzten Dekade. Danach gebe ich einen Ausblick auf 2020 und am Ende wartet noch eine dicke Überraschung auf Dich.

Neugierig? Dann lass uns starten.

10 fette Jahre

2010: Fräulein Finanzglück und ich genießen unser Leben in London. Im Jahr zuvor hatte ich beruflich die Möglichkeit, für ein paar Jahre in die Londoner Filiale zu wechseln. Fräulein Finanzglück kündigte kurzerhand ihren Job und so machten wir uns auf, eine der spannendsten Städte dieser Welt zu erobern.

Es sind turbulente Zeiten. Noch immer fegen die Ausläufer der Finanzkrise ungebremst durch die Londoner City. Hochbezahlte Leute werden massenhaft vor die Tür gesetzt. Die Stimmung ist am Boden. Sogar der Immobilienmarkt geht für eine kurze Zeit in eine Schwächephase über. Wir überlegen uns eine Wohnung in London zu kaufen, finden aber nichts, was unserem Budget und den Ansprüchen entspricht. Generell leben wir nicht gerade sparsam, verdienen aber gut, so dass wir trotzdem einiges ansparen können.

2011: Beruflich geht es gut voran. Der Job und das Arbeitsumfeld sind spannend. All diese hellen Köpfe aus verschiedenen Ländern und Kulturen! Ich investiere viel Energie in meine Arbeit und das zahlt sich aus. Um das Ersparte zu investieren, entscheide ich mich für den Kauf einer Immobilie in Berlin. Schließich werden es dann doch zwei (günstige) Eigentumswohnungen. Vorausgegangen waren frustrierende Erfahrungen mit dem Aktienmarkt, wo ich einiges an Geld verbrannte (meist durch eigene Fehler).

Auf dem Cader Idris in Wales, mitten im Nebel, wage ich schließlich den Kniefall. Ich bitte Fräulein Finanzglück den Rest ihres Lebens mit mir zu verbringen. Ein paar Monate später besteige ich mit Freunden den Kilimandscharo in Tansania – eine prägende Grenzerfahrung.

2012: Wir heiraten! Unsere Flugtickets zur Hochzeit haben als Ziel den Flughafen Berlin Brandenburg (BER). Kurzfristig werden wir aber nach Tegel umgebucht… Die Hochzeit ist einer der schönsten und emotionalsten Momente in meinem Leben. Nie vorher (und wohl auch nie wieder danach) versammeln wir alle Menschen, die uns wichtig sind, gemeinsam in einem Raum. Es wird ein rauschendes Fest.

In Bremen, meiner Heimatstadt, knacke ich endlich im fünften Anlauf (über zehn Jahre verteilt) die 4-Stunden-Marke beim Marathon. Ich beschließe den Scheiß jetzt sein zu lassen.

2013: Unsere Zeit in London neigt sich dem Ende entgegen. Die Familienplanung rückt in den Vordergrund und unsere Kinder wollen wir lieber in Deutschland großziehen. Im Frühjahr geht’s auf unseren Honeymoon. Drei Wochen cruisen wir mit einem Mietwagen durch Jamaika und futtern kiloweise Jerk Chicken. Zum Abschluss geht es noch auf ein paar Cohibas und Mojitos nach Havanna.  

Am 3. Juni 2013 habe ich meinen Heureka-Moment. Ich lese einen Beitrag von MrMoneyMustache, dem Godfather der FIRE-Bewegung. Für mich öffnet sich eine ganz neue Welt. Plötzlich macht so vieles Sinn. Ich befasse mich intensiv mit dem Thema der finanziellen Freiheit und schmiede einen kühnen Plan: mit Mitte 40 möchte ich mich finanziell weitestgehend freigeschwommen haben.

Schließlich kehren wir nach Deutschland zurück, inklusive Baby-Bäuchlein.

2014: Heiermann ist da! Und wie. Der Knabe legt einen spektakulären Auftritt hin und hält uns ordentlich in Atem. Frau Finanzglück und ich stoßen an unsere persönlichen Grenzen. Zur Geburt nehme ich mir einen Monat Elternzeit. Und den brauche ich auch.

Der Nestbautrieb wird immer akuter und so entscheiden wir uns für den Kauf eines Eigenheims im Speckgürtel von Frankfurt. Zwischen unserem Party-Leben in Shoreditch und dem Einzug ins Reihenmittelhaus liegen keine zwölf Monate. Aber wir fühlen uns in der neuen Kleinfamilien-Idylle pudelwohl.

2015: Ich fuchse mich immer tiefer in unsere Finanzen rein. Lese viele Bücher, ordne unsere Versicherungen neu, räume Konten und Depots auf, starte ein Haushaltsbuch, investiere unser Erspartes in ETFs und setze auch einen Sparplan für Heiermann auf.

Im Frühsommer nehme ich noch einmal zwei Monate Elternzeit. Wir fahren mit dem Auto durch Europa, besuchen Freunde und Familie und verbringen einige Zeit auf einem Weingut bei San Gimignano. Dort entschließe ich mich Finanzglück an den Start zu bringen. Der erste Artikel geht am 2. Oktober online. Noch im gleichen Monat veröffentlicht Daniel, der Finanzrocker, einen Gastbeitrag von mir über Geld und Glück. Dadurch startet Finanzglück direkt mit Rückenwind.

2016: Groschen wird geboren. Der Wonneproppen ist deutlich entspannter und ich kann das Glücksgefühl um die Geburt herum stärker genießen. Auch hier nehme ich mir wieder einen Monat Elternzeit, um diese besondere Zeit mit meiner Familie zu verbringen.

Finanzglück entwickelt sich gut. Etwas über 30.000 Leser (bzw. Nutzer in Googlisch) kommentieren 2016 fleißig vor sich hin. Aber ich merke auch deutlich die zeitliche Belastung neben Job, Familie und Freunden. Ich muss etwas ändern, reduziere die Schlagzahl neuer Artikel. Mir wird bewusster, wie kostbar Zeit ist, die ich frei für meine Bedürfnisse verwenden kann.

2017: Unser Leben als Kleinfamilie festigt sich. Es ist erstaunlich, wie wenig ich mein Leben aus der Zeit vor den Kindern vermisse – die ausgedehnten Reisen und Auslandsaufenthalte auf verschiedenen Kontinenten, unser unbeschwertes Leben in London. Die Prioritäten haben sich durch die Kinder weit verschoben. Statt mich mit Freunden auf ein London Pride im Kings Head auf der Upper Street zu treffen, schmeiße ich jetzt den Grill für meine Nachbarn an, während die Kids das Haus verwüsten.

Mitte des Jahres nehme ich meine letzte längere Elternzeitpause. Wir fliegen mit den Kindern und meinen Eltern nach Kanada und bereisen im Wohnmobil British Columbia. Dieser Urlaub, in den Rocky Mountains, gehört zu den schönsten meines Lebens und ich denke oft daran zurück.

Finanzglück wächst fleißig weiter, die Leserzahlen steigen 2017 auf 54.000.

2018: Das Arbeitsumfeld verschlechtert sich. Der Firma geht es nicht gut und sie beginnt sich aufzulösen. Es ist Zeit für einen Wechsel – nach 13 Jahren Betriebszugehörigkeit. Mit meinen 39 Jahren stehe ich in der Blüte meines Berufslebens und daher ist es auch nicht schwer, eine gute Alternative zu finden.

Aber erst mal gönne ich mir zwei Monate Auszeit zwischen den Jobs. Ich renoviere etwas im Haus, arbeite am Blog und mache mit Heiermann eine Woche Männerurlaub auf Malle. Dieser Urlaub schweißt uns sehr eng zusammen. Mir wird immer bewusster, dass ich zu wenig Zeit mit meinen Kindern verbringe, die jetzt das schönste Alter haben.

Auf Finanzglück hat sich ordentlich was getan. Mit rund 125.000 Besuchern, 225.000 Sitzungen und 650.000 Seitenaufrufen hat sich der Traffic mehr als verdoppelt. Der Beitrag über Minimalismus in der Familie geht durch die Decke.

2019: Im Mai besuche ich nun zum dritten Mal die jährliche Finanzblogger-Konferenz in Kassel. Eine Mischung aus Familientreffen und Nomad-Cruise, nur ohne betrunkene Onkels und Kreuzfahrtschiff. Es haut mich vom Hocker, wie einige der anderen Bloggerinnen und Blogger sich entwickelt haben. Das ist Inspiration pur. Ich beschließe Finanzglück in eine Nische zu führen und mich voll auf Familienfinanzen zu konzentrieren. Dafür schreibe ich ein eBook und verteile es kostenlos im Rahmen des Newsletters (falls Du den Newsletter noch nicht abonniert hast, dann trage Dich doch direkt am Ende des Beitrags ein).

Das Feedback ist positiv und spiegelt sich auch im Traffic wider. Rund 175.000 Leser haben den Blog 2019 eine knappe Million Mal angeklickt. Wahnsinn! Was vor ein paar Jahren als Hobby begann, hat sich heute zu etwas Großem entwickelt.

Das waren die 2010er Jahre und meine 30er im Schnelldurchlauf. Rückblickend kann ich sagen: Es waren wirklich 10 fette Jahre!

Aktuell stehe an einem Punkt, an dem ich überlegen muss, wie es weitergeht. Und ich habe eine Entscheidung getroffen.

Ein klares Ziel ist der halbe Weg

Ich möchte mehr Zeit und Energie in Finanzglück investieren. Das Schreiben und vor allem der Austausch – online und offline – mit Lesern und anderen Bloggern, bereitet mir viel Freude.

Ganz konkret setze ich mir 2020 für Finanzglück folgende Ziele:

  • Der Blog soll ein Facelift bekommen. Am Design hat sich seit dem Anfang nicht viel geändert. Es braucht etwas frischen Wind. Dazu zählen auch mehr persönliche Fotos.
  • Ich plane neben dem Blog einen Podcast über Familienfinanzen. Schreiben macht Spaß, aber schnacken liegt mir glaube ich auch. Dafür suche ich noch eine passende Mommy oder einen Daddy, um die Sache gemeinsam zu starten.   
  • 2020 möchte ich einen hochwertigen Online-Kurs über Familienfinanzen erstellen. Ich bekomme zunehmend Anfragen, ganz konkret dabei zu helfen, die Familienfinanzen auf Vordermann zu bringen. Ein maßgeschneiderter Online-Kurs wäre hier ein erster Schritt. Perspektivisch folgt irgendwann vielleicht auch ein Vor-Ort-Seminar oder ein Coaching-Angebot.    

Abseits von Finanzglück habe ich mir für dieses Jahr zwei Ziele gesetzt:

  • Ich möchte endlich mal richtig Schwimmen lernen. Seit meinem Freischwimmer vor 35 Jahren hat sich mein Schwimmstil nicht wirklich weiterentwickelt. Genaugenommen möchte ich Kraulen von der Pike auf neu erlernen. Wenn ich dabei einigermaßen sicher im Sattel sitze, würde ich mich auch mal an einen kleinen Triathlon wagen.
  • Seit Jahren schiebe ich vor mir her, mich um Themen wie Testament, Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht usw. zu kümmern. Frau Finanzglück und ich müssen endlich mal für den Fall vorsorgen, dass uns etwas zustößt. Sobald wir das abgeschlossen haben, werde ich hier darüber berichten (wenn Du einen Tipp hast, dann gerne raus damit).  

Das sind meine Ziele für 2020. Aber eine Frage drängt sich dabei auf:

Wie zum Teufel soll ich das alles zeitlich auf die Schiene bekommen?

Teilzeit – here I come!

Kurz vor Weihnachten, in einem leckeren Fischrestaurant in Bockenheim, habe ich meinem Chef beim Mittagessen die frohe Botschaft verkündet:

Im nächsten Jahr werde ich meine Arbeitszeit auf 60% reduzieren. Ab Juli heißt es dann: drei Tage arbeiten, vier Tage frei.

So wirklich kann ich es immer noch nicht glauben. Zwei zusätzliche Tage, in denen ich die Lütschen entspannt in den Kindergarten bzw. die Schule bringen kann und wir auch nachmittags lustige Sachen unternehmen werden. Während sie in der Betreuung sind, kann ich mich um meine Projekte kümmern, sei es Finanzglück oder auch das eine oder andere sportliche Ziel. Und auch Frau Finanzglück, die durch die Kids beruflich kürzergetreten ist, kann jetzt wieder mehr Fahrt aufnehmen (wenn sie es möchte).

Langweilig wird’s nicht werden.

Was Du heute kannst besorgen…

Seit 2013 beschäftige ich mich nun intensiv mit dem Thema der finanziellen Freiheit – immer mit dem Ziel, mit 45 Jahren in den Sack hauen zu können. Darauf habe ich unsere Finanzplanung aufgesetzt.

Aber über die letzten Jahre kamen mir Zweifel an dieser Strategie. Denn die Zeit, die ich heute mit meinen Kindern verbringe, ist wertvoller als die in ein paar Jahren. Jetzt suchen Heiermann und Groschen meine Nähe. Am liebsten würden sie den ganzen Tag mit mir spielen. In fünf Jahre kann das anders sein.

Auch möchte ich heute schon mehr Zeit in meine Projekte investieren. Es ist frustrierend, nur auf halber Flamme kochen zu können. Und vielleicht ist eine 3-Tage-Woche ja auch das Beste aus allen Welten. Denn mein Job macht mir Spaß und die Kollegen sind eine lustige Truppe, mit denen ich gerne Zeit verbringe.

Meine Finanzplanung hat sich daher geändert. Das Ziel ist es nach wie vor bis Mitte 40 schuldenfrei zu sein. Das sollte auch mit dem Teilzeitgehalt und den diversen anderen Einkommensquellen noch möglich sein. Jetzt zahlt es sich aus, in den vergangenen Jahren rund 50% unseres Einkommens gespart und investiert zu haben. Wenn wir dann in fünf Jahren schuldenfrei sind, kann ich mir immer noch die Karten legen, wie es dann weiter gehen soll.

Mal schauen was die Zukunft so bringt. Hoffentlich kann ich in zehn Jahren genauso zurückblicken wie heute und mir sagen:

Das waren 10 fette Jahre!

Wie lief Dein Jahr? Hast Du Dir ein paar konkrete Ziele gesetzt? Was hältst Du von der Teilzeitlösung? Ich bin schon gespannt auf Deinen Kommentar!


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47 Kommentare

  1. Sehr starker Beitrag von Dir & ich freue mich schon auf den nächsten Jahresrückblick. Zu Deiner Entscheidung mehr Zeit mit den Kindern zu verbringen und auf Teilzeit zu gehen, kann ich Dich nur beglückwünschen. Die Zeit ist unbezahlbar und irgendwann sind sie flügge und haben mehr Interesse an ihren Peers. Ähnlich wie Ihr haben wir lange in London gelebt und sind dann zurück nach Frankfurt. Die Lebenqualität ist hier einfach höher als Familie. Dir weiterhin viel Erfolg mit dem Blog & Euch als Familie alles Gute.

  2. Hallo Nico,
    auch mich verleitet dein toller Artikel über die letzten 10 Jahre dazu, meinen ersten Kommentar überhaupt zu schreiben. Es ist toll, wie du uns an deiner Reise teilhaben lässt.
    Ich lese alle deine Artikel “still” mit und konnte viel lernen und umsetzen.
    Ab 2020 bin ich in die Rolle der Vermieterin geschlüpft, für meine 3 Kids wurden Depots eingerichtet und ein Konzept drübergelegt nach dem Motto: “Alles was du von deinem selbst verdienten Geld durch Zeitungsaustragen dort hinbringst wird von mir verdoppelt”. Das Umsetzen der Idee “bezahle dich zuerst” hat dazu geführt, dass alle drei Kids mit ihrem Alter von 12,13 und 15 schon verstehen, dass man durch Geduld und kluges Handeln sich finanziell freischwimmen kann. Auch wenn die FIRE Bewegung für uns Eltern etwas spät entdeckt wurde (ich bin jetzt 39), so profitieren auf jeden Fall unsere Kinder von den Ideen, die hier im Blog vorgestellt werden.
    Ob ich Lust hätte, mich bei einem Podcast zu beteiligen? Na klar.. Erfahrungen aus der Sicht von Eltern konnte ich nun schon jahrelang sammeln. Und wir haben uns ausgefuchste Lösungen überlegt, wie wir z.B. weiterhin meiner Lieblingsbeschäftigung – dem Urlaub machen – in vielen Ferienwochen nachgehen können und das mit weniger als 300€ in der Woche für uns alle 5 im August!

    Ich würde mich über ein gemeinsames Projekt sehr freuen.

    Viele Grüße
    Kerstin, dieUrlauberin

    1. Hallo Kerstin,

      vielen Dank für das Angebot! Ich bin im Moment noch am sichten der vielen lieben Antworten. Geld sparen durch günstige Urlaube klinkt spannend. Vielleicht können wir uns dazu noch mal austauschen.

      LG, Nico

  3. Auch wenn ich nicht ständig lese, muss ich zugeben, dass dieser Blog Anfang 2019 mir nochmal eine völlig neue Dimension bei den Finanzen eröffnet hat – obwohl die letzten 10 Jahre eher schon meine 30er waren…

    Aber vom Studiumsende, über erster richtiger Vollzeitjob, Hochzeit, Hauskauf, Scheidung war alles dabei… Von dem Gefühl das erste Mal Geld zu haben über die Rückkehr auf Studentenkost (um das Haus behalten zu können) und jetzt inzwischen sogar ein ständig wachsendes kleines ETF-Depot plus Geld für Sondertilgungen haben mich die letzten Jahre begleitet, mit etwas Glück gibt es dann im nächsten Jahrzehnt dann auch doch noch Kinder und Teilzeit reizt mich auch mehr als Komplettausstieg mit 50.

    Ich werde immer mal wieder reinschauen

  4. Hallo Nico,

    danke für diesen sehr persönlichen Beitrag. Auch bei dir zeigt sich also mal wieder, dass es mit der persönlichen Lebensplanung so seine Tücken gibt. Egal wie viele gute Gedanken du dir dazu machst, die Präferenzen können sich in ein paar Jahren immer unerwartet verschieben. Dann gilt es, darauf flexibel reagieren zu können, so wie du es ja auch mit deinem vorgezogenen Start in die Teilzeit machst. Find ich super!

    Für 2020 habe ich mir auch vorgenommen, mich um die Themen Vorsorge im Krankheits- und Todesfall zu kümmern. Wie praktisch, dass das Team von Finanztip just ein kostenloses kleines Ebook zu diesem Thema veröffentlicht hat. Für mich jedenfalls ein sehr guter Wegweiser in das Thema.

    Falls du es nicht schon kennst, das Ebook findest du hier:
    https://www.finanztip.de/fileadmin/images/Attachments/PDF/Recht/Finanztip_E-Book_Vorsorge_2019.pdf

    Viele Grüße
    Dominik

  5. Hallo Nico,
    als stiller Mitleser lasse ich nach ein paar Monaten mal einen Kommentar da:
    erst einmal ein dickes Danke an Dich für das was Du hier aufgezogen hast, Dein Blog hat mir schon einiges an Denkanstößen geliefert.
    Deine letzten 10 Jahren waren wirklich ordentlich, da komme ich nichts ums Vergleichen umher. Ich habe in den letzten 10 Jahren mein Studium beendet, bin in der Welt rum gezogen und habe zwei tolle Kinder (die ziemlich gleich alt sind wie Deine). Finanziell sieht es bei mir bei weitem nicht so rosig aus, habe aber noch meine ganzen Dreißiger vor mir und kann noch etwas Gas geben.
    Ich freue mich schon auf den Relaunch des Blogs. Mach weiter so!
    Gruß aus Rheinhessen vom Kuhbauer

  6. Moin Nico,

    bisher hab ich deinen Blog “nur” gelesen. Deine Infos sind mir echt ne´ große Hilfe, unsere Familien-Finanzen derzeit auf neue Füße zu stellen.
    Gerne teile ich mit dir/euch meine Infos rund um “Vorsorge” mit dir/ Euch. Das habe ich alles letztes Jahr für unsere Vogelfamilie aufgesetzt.

    WICHTIG: Vorsorge ist kein Thema für alte Leute! Gerade junge Familien sollten ihre Vorsorge regeln, wenn ihr
    a) eure Familien-Finanzen nicht mit einem unbekannten staatlichen Betreuer verwalten wollt. Der wird auch eingesetzt, wenn der Ehepartner nicht mehr geschäftsfähig ist. Da hilft kein Trauschein!
    b) eure Kinder nicht von staatlicher Stelle betreut haben wollt, bis ein Richter über deren Aufenthalt entscheidet!
    Also, nicht lang schnacken! Dank vieler Online-Vorlagen ist das Thema gut zu regeln!

    Die zentralen Dokumente sind:
    1) Vorsorgevollmacht: Regelt die Vertretungsrechte – auch für den Ehepartner – und verhindert die gerichtliche angeordnete Betreuung,
    Hinweis: Dieses Dokument ist nicht automatisch eine Bankvollmacht. Lösung: Ehepartner können entweder alle Konten und Depots als echte Gemeinschaftskonten führen oder es muss bei jedem Institut einzeln abgefragt werden, wie Kontovollmachten geregelt werden, z.B. mit einem bankinternen Formblatt, Notarielle Beglaubigung etc.
    2) Innenverhältnisregelung zwischen Vollmachtgeber und Bevollmächtigten: Hier kann ein Vertreter benannt werden, Zuständigkeiten eingegrenzt werden (z.B. einer ist zuständig für Gesundheitsfragen, ein anderer für Finanzfragen)
    3) Betreuungsverfügung: Bestimmt einen gesetzlichen Betreuer und – und verhindert die gerichtliche angeordnete Betreuung. Das müssen auch Ehepartner füreinander bestimmten. Der Trauschein reicht nicht!
    4) Patientenverfügung: Regelt, welche Maßnahmen man für sich wünscht und welche nicht.
    5) Sorgerechtsverfügung: Regelt, was mit den Kindern passiert, wenn die Eltern ihr Sorgerecht nicht mehr ausüben können, z.B. wenn die Eltern einen Unfall hatten. Hier wird nicht automatisch die Familie eingebunden, sondern es braucht eine richterliche Entscheidung über Aufenthaltsort und Betreuung der Kinder.
    6) Testament

    Mein Fazit: Der Gang zum Notar ist sinnvoll, bei komplexen Familien- und Vermögensverhältnissen. Bei der 5-Personen-Eigenheim-Familie kann man das selber wuppen. Mir haben da die Infos und Vorlagen von Finanztest (Vorsorge-Paket), http://www.finanztip.de und die Formularsammlung des Bundesjustizministeriums sehr geholfen. Daraus lassen sich ganz gut eigene Dokumente zusammenbasteln.

    1. Hallo Vogelmama,

      wow, vielen Dank für die ausführlichen Tipps! Ich werde ich mal reinfuchsen in das Thema. Finanztip finde ich auch sehr gut und schaue dort immer mal wieder vorbei, wenn ich Infos zu bestimmten Themen suche.

      VG, nico

  7. Hallo Nico,
    cool das du uns an deinen letzten 10 Jahren in diesem Artikel teilhaben lässt. Da hat sich wirklich einiges bei dir getan in der Zeit. Ich stehe am Anfang meiner dreißiger und bin ebenfalls darauf gespannt, was mich in den nächsten Jahren alles erwartet.
    Ich bin gespannt was deine nächsten 10 Jahre Dir bringen. 🙂
    Grüße
    Pascal

  8. “Am liebsten würden sie den ganzen Tag mit mir spielen. In fünf Jahre kann das anders sein.”

    So ist es! Meine Kinder sind jetzt 15 und fast 12.
    Frei nach dem Finanzwesir: “Die melden sich nur wenn das W-LAN wackelt.”

    Die Teilzeit wollen meine Frau und ich trotzdem nicht aufgeben. Wir haben den Luxus eines gemeinsamen freien (Werk-)Tags pro Woche.

    1. Hi Florian,

      ich kann mir auch schwer vorstellen irgendwann wieder auf 100% hochzugehen, wenn man sich einmal an 60% gewöhnt hat. Wahrscheinlich merkt man dann erst mal, wieviel mehr Lebensqualität man doch bekommen.

      VG, nico

  9. Hallo Nico,

    ich bin seit Langem stiller Mitleser in deinem Blog und verfolge euren Weg gerne, weil ich so viele Parallelen sehe 🙂

    Ich kann dich bzw. euch als Familie zur Teilzeit-Entscheidung nur beglückwünschen. Im Herbst 2019 sind wir dieses Thema ebenfalls angegangen und seit Dezember arbeite ich 60%, meine Frau ab Februar 70%. So haben wir deutlich mehr Zeit für unsere beiden Kinder (4 und 1) und können trotzdem noch unseren Projekten nachgehen, um das Einkommen zu diversifizieren (Fotograf und ganz neu Verwaltung von Ferienwohnungen).
    Und ich muss sagen, diese zusätzlichen Stunden haben uns im Dezember schon eine deutlich entspanntere Vorweihnachtszeit beschert, es war einfach toll. Außerdem war es auch befreiend, diese Situation zum Anlass zu nehmen und die finanziellen Ausgaben und Gewohnheiten auf den Prüfstand zu stellen.

    Ich wünsche euch weiterhin gutes Gelingen und würde dir zum Podcast-Thema gleich noch eine E-Mail schicken.

    1. Das Thema Verwaltung von Ferienwohnung interessiert mich. Ich plane gerade unser Ferienhaus und die Verwaltung ist noch eine Baustelle. Gerne würde ich mich mit dir austauschen.

  10. Hallo Nico,

    Glückwunsch zur Teilzeitstelle! Ich gehe diesen Weg bereits seit der Geburt meiner Kinder und kann mir definitiv nichts anderes mehr vorstellen! 🙂

    Das mit dem Podcast klingt wirklich interessant. Du müsstest nur mit meinem leicht sächsischen Dialekt klar kommen! 😉

    Viele Grüße
    Tommy

  11. Moin Nico, Teilzeit – gerade die von Dir gewählte Lösung eröffnet ein ganz neues Lebensgefühl, das kann ich aus eigener Erfahrung heraus schreiben. Ein Tipp aus eigenem Erlebten, passe auf dass dein Arbeitgeber dir dann auch “nur” 60 % an Aufgaben / Projekten übergibt. Ich habe nach kurzer Zeit festgestellt, dass versucht wurde, mir recht schnell Arbeit für 80 % Zeit zuzuschieben. Das abzugrenzen ist eine unter Umständen nicht ganz leichte Aufgabe. Je nach Job und Branche mehr oder weniger spannend. Vielleicht kannst du auch so etwas, wie eine Gleitklausel einbauen, nämlich wenn dir (vorübergehend) mehr an Arbeit übertragen wird, dies als Freizeit gut geschrieben wird.
    Ansonsten toller Beitrag und weiter viel Glück und Erfolg für die nächsten Jahre, Grüße aus Bayern, Karl

    1. Hallo Karl,

      da gebe ich Dir völlig recht: die Kunst wird es sein, auch tatsächlich nur 60% zu arbeiten und eben nicht 80% oder mehr. Das muss sich mit der Zeit dann einspielen. Aber da bin ich guter Dinge.

      VG, nico

  12. Moin Nico,
    auch von mir Gratulation zur Teilzeit – für mich bisher der optimale Lebensstil.
    Meine bessere Hälfte und ich haben nun seit einigen Monaten drei Tage Wochenende.
    Eigentlich war das ganze eher “Zufall” und befristet angedacht, aber ich denke ich werde mich daran gewöhnen und es beibehalten.
    Liebe Grüße

  13. Hallo Nico,

    wenn ich den Beitrag so lese, dann hoffe ich – nein ich arbeite darauf hin – dass mein Fazit 2030 ähnlich aussieht! Das mit dem Heiraten haben wir 2019 zwar schon geschafft, aber ansonsten sieht die Wunsch-Planung insbesondere die Familienplanung sehr ähnlich aus!

    Mein Mann wird 2020 30, ich 29, demnach werden die 2020er den Großteil unserer 30er darstellen 🙂 Da mein Mann derzeit noch einmal studiert, ist’s aktuell mit dem Geld noch etwas knapp. Wir versuchen aber trotzdem einen kleinen Beitrag beiseite zu legen und ein Ende ist ja absehbar. Wunschdenken wäre so etwa Kinder ab 2024/25, und wahrscheinlich wird damit auch der Nestbautrieb stark befördert – zumindest haben wir das bei unserer Familien- und Finanzplanung so im Hinterkopf. Und schau mal an, was bei dir da 2014/15 so steht! Super faszinierend! Davon unabhängig träumen mein Mann und ich beide davon, langfristig nicht in Vollzeit arbeiten zu müssen, um mehr Zeit für eigene Projekte, miteinander oder auch mit der hoffentlich irgendwann wachsenden Familie zu haben. Ob wir da wohl bis 2030 hinkommen? Inklusive der ganzen Ziele, die noch so auf dem Weg liegen? Huiuiui. Ich vermute die Hälfte wird eh auf dem Weg abgewandelt, angepasst, über den Haufen geworfen und dann doch wieder hervorgekramt. Ich freue mich aber auf eine spannende Zeit!

    2019… werd ich wohl auch nicht so schnell vergessen. Puh! Endlich geschafft! Umbruchsjahr 2019! 2018 endete in einem Riesentief für mich. Nach viiiiel zu langem Hinauszögern hab ich Anfang 2019 mein Masterstudium geschmissen. Und dann kams irgendwie Schlag auf Schlag -vielleicht musste ich ein wenig die Lethargie der vorigen Jahre abschütteln. Heiratsantrag (durch mich, worauf ich ein bisschen stolz bin), dann aber irgendwie das große Unsicher-sein, weil jetzt bei uns beiden der berufliche Umbruch anstand. Letztlich hab ich mich schonmal voraus in eine anderen Stadt beworben – obwohl noch nicht feststand, ob mein damals-noch-Verlobter den Studienplatz dort kriegt (Berufsbegleitendes Studium und der potentielle Arbeitgeber hat laaaaaange hinausgezögert, Bewerbungsverfahren länger als ein halbes Jahr) Letztlich bin ich dann, weil mich mein Job-Angebot super interessiert hat, schonmal voraus in die neue Stadt gezogen und ein halbes Jahr lang jedes Wochenende >300km zu meinem Verlobten gependelt und wir hatten irgendwie Glück, dass das mit dem Studiumplatz alles wie geplant geklappt hat.
    Im August sind wir dann – ursprünglich natürlich auch anders geplant – in der gleichen Woche wieder zusammengezogen, in der wir auch geheiratet haben. Das hieß dann zwei Wohnungen auflösen (meine Übergangswohnung am neuen Ort zumindest großteils + die alte in der alten Heimat komplett), restliche Sachen packen, vereinzelt Räume in der alten Wohnung streichen, letzte Dinge für die Hochzeit klären, die auch noch weder am alten noch am neuen Wohnort stattfand, sondern in meiner Heimatstadt (ich glaube wir sind in der Woche allein etwa 1500km nur durch die Gegend gependelt) und natürlich Kisten schleppen, Kisten schleppen und noch mehr Kisten schleppen. Dazu gesellten sich dann durch den Stress auch noch schlaflose Nächte, die zu erkältungsähnlichen Symptomen geführt haben. Ich glaube, das war die stressigste Woche meines bisherigen Lebens.
    Aber die Hochzeit am Ende der Woche war wunder-wunder-schön! Zum vorher panisch sein war eh keine Zeit und das “aufhübschen lassen” an dem Tag hat sich wie reinste Wellness angefühlt. Die Erkältungssymptome hatten sich rechtzeitig einen Tag vorher verabschiedet und der ganze Tag war gigantisch. Vielen Dank an all die lieben Menschen, die an dem Tag mit uns dabei waren 😉

    Ansonsten bin ich auch nach einem dreiviertel Jahr noch seeehr seeehr zufrieden mit meinem Job! Anspruchsvoll, aber es macht mir wahnsinnig Spaß. In meinem Bekanntenkreis sind gerade zwei Menschen, die sich vor kurzem einen neuen Job gesucht hatten. Leider war es bei beiden so, dass durchaus große Unterschiede bestanden, zwischen dem, was der Arbeitgeber in der Bewerbungsphase versprochen hatte und dem, wie es dann nachher tatsächlich wurde. Insofern schätze ich mich gerade sehr glücklich, so gut untergekommen zu sein. Auch hier denke ich mir aber, mal gucken, wie das so die nächsten 10 Jahre wohl weitergeht 🙂 Ich bin mir sicher, dass sowohl beruflich als auch privat noch einige Hochs und Tiefs auf uns zukommen, aber irgendwie freu ich mich auch drauf 😉

    Mein erster Gedanke bei der Podcast-Frage war ein “hätte ich voll Lust drauf!”. Aber irgendwie fühle ich mich als noch-nicht-Mami und auch eher-nicht-so-bald-Mami dann doch noch etwas falsch aufgehoben in einem Podcast zur Familienfinanzplanung. Vielleicht aber in 5 Jahren dann oder so 😉

    Liebe Grüße
    Maike

    1. Oje, das ist irgendwie länger geworden, als geplant, sorry dafür! *hups* Da bin ich wohl etwas übereifrig gewesen…

      Liebe Grüße
      Maike

    2. Hallo Maike,

      kein Problem. Du scheinst Feuer und Flamme zu sein, Deinem Leben den richtigen Impuls zu geben. Die Grobplanung reicht dann manchmal schon. Du kannst ja immer noch flexibel auf die Umstände reagieren. Hauptsache Du machst Dir aktiv Gedanken und steuerst Dein Leben in die richtige Richtung, anstatt einfach nur in den Tag hineinzuleben.

      Für den Podcast brauche ich schon eine Mommy (oder einen Daddy) 🙂

      LG, nico

      1. > Für den Podcast brauche ich schon eine Mommy (oder einen Daddy) ?

        Das habe ich mir gedacht und ist auch gut so und ich freu mich als Leser/Hörer, dann auf das Ergebnis 😉

  14. Hey Nico,

    ein toller, sehr offener Beitrag von dir, in dem ich mich selber in einigen Punkten (erster Job, Kauf von zwei Wohnungen, Aha-Moment zur Finanziellen Freiheit) wiederfinde.

    Ich finde deine Entwicklung interessant, in der sich deine Ziele mit dem Lebensalter immer wieder weiterentwickeln bzw. verschieben. Ich glaube genau das macht das Leben auch aus. Mit den Lebensjahren ändert sich die Perspektive und die Wichtigkeit einiger Sachen z. B. finanzielle Freiheit nimmt ab, dafür der Fokus der Zeit für die Familie immer mehr zu.

    Glückwunsch zu deiner Entscheidung in Teilzeit zu gehen. Das finde ich echt mega und genau das stelle ich mir mittelfristig (bin aktuelle 34) auch vor. Ich sehe es genauso, dass jeder da für sich die perfekte Mischung aus Arbeit/Freizeit finden muss. Ich bin sehr gespannt auf deinen ersten Beitrag in der Teilzeit und deine Erfahrung dazu 🙂

    Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht wurden letzten Jahr auch bei uns abgehakt. Genauso wie das Testament sehr wichtige Themen, mit denen man sich eher ungerne beschäftigt. Ist aber für den Fall der Fälle super wichtig.

    Sehr coole und anspruchsvolle Ziele für 2020! Das wird ne Menge Zeit in Anspruch nehmen, aber auch sehr viel Spaß machen. Ich wünsch dir dabei viel Spaß. Die Power das durchzuziehen hast du ja allemal!

    Gruß Stefan

    1. Hallo Stefan,

      ja, es ist schon erstaunlich, in wie weit sich meine Lebensziele über die Zeit verschoben haben. Aber das zeigt halt auch die Flexibilität, die eine Lebensplanung mitbringen muss. Gesunde Finanzen, mit einem dicken Polster und idealerweise einem Anteil an passiven Einkommen fördert diese Flexibilität. Ich bin heute in der Lage meine Arbeitszeit auf drei Tage die Woche zu reduzieren, weil mir Zeit mit meiner Familie aktuell wichtiger ist. Das ist solch ein großer Luxus.

      vG, nico

  15. Hallo Nico,

    ein wunderbarer, motivierender Artikel ist das geworden! Ich bin schon seit einer Weile eine stille Mitleserin und finde mich in vielen Aspekten wieder: Ich bin 36 und meine Kinder sind 4 und 3 Jahre alt (Junge und Mädchen, so wie bei dir). Ich liebäugele seit einigen Jahren mit dem Frugalismus und habe gemeinsam mit meinem Mann die Familienfinanzen (vor allem Versicherungen) neu geregelt. Unser Haus haben wir gekauft, als die Häuser noch nicht so teuer waren (vor 5 Jahren) und außerdem leben wir in einer Kleinstadt mitten im Nirgendwo (Niedersachsen), wo das Wohnen ohnehin eher günstig ist. Mein Mann ist Hausmann und ich arbeite nur halbtags, dadurch legen wir natürlich nicht so viel Geld zurück, aber es ist sehr entspannt und schön, mit den Kindern so leben zu können! Deshalb: Gratulation zur Teilzeit! Das ist genau das Richtige!

    Viele Grüße von der Familienmutter

    1. Hallo Familienmutter,

      wow, Eure Familie kann von einem halben Einkommen leben? Was für ein toller Luxus. Zeit scheint Euch wichtiger zu sein als Konsum. Ich glaube auch es wird das schönste Geschenk für meine beiden Lütschen zu sein, dass ich ihnen zwei zusätzliche Tage mit ihrem Vater geben kann.

      VG, nico

    2. Liebe Familienmutter!
      Das macht meine Schwester genau so wie ihr, sie hat sich, um diesen Traum vom Leben – gerade arbeitet nur sie in Teilzeit, ab Herbst dann ihr Mann auch in Teilzeit – erfüllt, indem sie ins Hinterland gezogen ist. Sowohl sie wie auch ich haben zwei Kinder von 3 und 4 Jahren, also wie du, liebe Familienmutter 🙂 Da bei uns die gesamte Familie aber leider im Speckgürtel einer Großstadt wohnt und wir den Familienzusammenhalt brauchen (Hilfe für die Ur-/Großeltern und natürlich auch von ihnen), brauchen wir etwas mehr als ein Gehalt 🙁 Vielleicht können wir es mittelfristig wie Nico lösen und einfach beide in Teilzeit arbeiten. Danke für deine inspirierenden Worte!

  16. Moin Nico,

    wir haben vor ein paar Jahren vor der Geburt der Tochter bereits den Gang zum Notar gemacht und gleich “alles dort regeln lassen”, Testament, Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht. Uns war die Rechtssicherheit wichtig. Die Notarkosten dabei richten sich zum Teil nach dem vorhandenen Vermögen. Da deine Wohnungen und Portfolio einiges an Wert haben werden, müsst ihr euch wahrscheinlich auf einen mittleren vierstelligen Betrag einstellen.

    Zum Artikel: bei deinem Rückblick habe ich tatsächlich viele Gemeinsamkeiten entdeckt. Auch ich habe das Ziel mit 45 schuldenfrei zu sein. Durch den Nachwuchs verschieben sich aber die Prioritäten und Zeit ist nun mal das wichtigste Gut. Der Frugalist in mir würde gerne in der Wohnung bleiben. Irgendwie will man dann doch einen kleinen Garten und mehr Platz sein Eigen nennen. Daher werden wir uns wohl mit einem größeren Eigenheim mehr verschulden müssen…
    Das große Ziel ist aber trotzdem greifbar! Also werde ich dieses Jahr wieder die Finanzen neu ordnen und bin auf meinen persönlichen Rückblick in 2030 gespannt.

    Dein Blog gefällt mir besonders da ansonsten die meisten Finanzblogger anscheinend nur sich selber versorgen müssen.

    Viele Grüße aus deiner Heimatstadt
    Christoph

    1. Moin Christoph,

      es scheint viele Leser und Leserinnen aus Bremen zu geben. Vielleicht kann ich beim nächsten Heimatbesuch ja mal ein kleines Lesertreffen für Nordlichter organisieren.

      Die Lebensplanung mit und ohne Kinder sind zwei komplett verschiedene Paar Schuhe. Ohne Kinder bzw. als Single wäre ich im Vermögensaufbau schon deutlich weiter, einfach weil ich weniger Rücksicht nehmen müsste. Deshalb hatte ich mir auch überlegt stärker die Familie in den Fokus zu rücken. Hier gibt es einfach noch den meisten Mehrwert neben den vielen anderen (teils sehr guten) Finanzblogs.

      VG, nico

      1. Den Fokus hast du sehr gut erkannt und vermutlich auch das ist auch wohl die Nische die du im Artikel meinst.

        Bei einem Lesertreff wäre ich sehr dabei! Da kommt bestimmt etwas Produktives bei rum!

        Viele Grüße

  17. Morsche Nico, wie immer ein sehr schöner Artikel. Auf dass die nächsten 10 Jahre noch fetter werden! 🙂
    Zum Testament: Berliner Testament ist ein Klassiker, wirst Du vielleicht schon kennen oder beim Googeln darüber stolpern. Soll insbesondere dafür sorgen, dass der überlebende Partner nicht in finanzielle Bedrängnis kommt, wenn die Kinder ihren Erbteil z.B. am selbstgenutzten Häuschen ausgezahlt haben möchten. Halte ich für sinnvoll. Notar würde ich mir aber sparen, ist ähnlich wie mit den Finanzen, da sollte man sich ja auch soweit ins Thema reinfuchsen, dass man danach eben keinen Anlageberater mehr braucht.
    Auch bei der Teilzeitarbeit ist es leider ähnlich wie bei den Finanzen, genau wie bei einer Gehaltssteigerung kann es auch bei einer Freizeitsteigerung schnell zu einer Lifestyle-Inflation kommen. Dann fühlen sich die neuen 25h bald genauso an, wie vorher die 40h. Kann man aber mit etwas Disziplin und ein paar Tricks gut in den Griff bekommen, wenn man es von Anfang an im Blick behält.
    Eine ganz, ganz kleine Klugscheißerei zum Schluss kann ich mir nicht verkneifen, ist ja ein Finanzblog, da darf man mit Zahlen etwas kleinlich sein: Das neue Jahrzehnt beginnt erst zum nächsten Jahreswechsel.

    Liebe Grüße von der Ente

    1. Hallo Ente,

      Danke für die Tipps. Ich würde da ähnlich wie Du fahren und versuchen die Themen im Alleingang zu bewältigen. Das mache ich bei der Geldanlage, Steuern, Versicherungen auch. Alleine schon deswegen, damit ich später hier berichten kann 🙂

      VG, nico

  18. Glückwunsch zur Teilzeitentscheidung. Genau das steht dieses Jahr für mich auch auf der Agenda, demnächst mehr im Blog (das seinem Namen ja irgendwann mal gerecht werden muss). Wo gibts denn in Bockenheim ein Fischrestaurant? Kenn da nur den Fischhändler auf der Leipziger.. wobei, der hat ja auch Mittagstisch.

    1. Moin Teilzeitinvestor,

      wir waren bei Mare Azzuro (neben Doktor Flotte). Einfach gehalten, aber sehr lecker! Wohnst Du in Frankfurt? Ich gehe regelmäßig mit anderen Bloggern aus der Gegend lunchen. Meld Dich ruhig mal wenn Du Interesse hast.

      VG, nico

  19. Moin Nico,

    vielen Dank für diesen amüsanten Schnellüberblick der letzten 10 Jahre. In Vielem finde ich mich wieder.

    Bzgl. der ganzen Vorsorgedokumente gibt es verschiedene Möglichkeiten:
    – Marke “Eigenbau”: Das Internet ist dein Freund 😉 Auf den Seiten des Justizministeriums gibt es Infobroschüren und Vorlagen zum Ausfüllen für Testament und Vollmachten. Falls gewünscht ist dann eine Hinterlegung bei Gericht möglich. MeinePatientenverfügung.de ermöglicht das Erstellen einer selbigen mit Eintrag in ein entsprechendes Register.
    – Notar: Wenn ihr spezielle Regelungen treffen wollt oder einfach “offiziell” eine Beurkundung wünscht, ist das auch möglich.
    -Rechtsanwalt: Falls ihr “rechtssichere” Regelungen treffen wollt, insbesondere bzgl. der Versorgung eurer Kinder, sollte vor dem Gang zum Notar noch ein Rechtsanwalt zu Rate gezogen werden. Das ist dann die ganz große Keule.

  20. Moin Nico,

    wirklich ein fetter Beitrag! Habe ihn gerade beim Frühstück verschlungen und schreibe dir jetzt aus der Bahn auf dem Weg zur Arbeit. Bin echt begeistert! (Liegt ggf. aber auch an dem Cappuccino mit doppeltem Espresso zum Frühstück. Vertrage Kaffee nicht so… ;))

    Ich bin nun (noch) n paar Jährchen jünger als du, aber bei deinen Gedanken und Überlegungen bin ich voll dabei. Zu viele Projekte und zu wenig Zeit ist mit Kind(ern) wohl einfach Alltag. Was ich ja erstaunlich finde und vielleicht geht es auch nur mir so: Natürlich ziehen Kinder auch viel Kraft und man hat definitiv weniger Zeit als früher. Zeitgleich hat man aber auch mehr Energie, Sachen anzugehen, anzugehen voran zu treiben. Die alten Zeiten mit nach der Arbeit faul auf dem Sofa rumhängen sind definitiv vorbei!

    Bei deinem Podcast-Aufruf dachte ich spontan: Geil, habe ich Bock drauf! Kenne deine Stimme aus dem Finanzrocker-Podcast und als gebürtiger Hannoveraner mit schleswig-holsteinischen Wurzeln fühle ich mich im Herzen auch als Nordlicht. Direkt im Anschluss hatte ich aber den Gedanken (wahrscheinlich) aller Eltern: Keine Zeit. Insbesondere, da uns in den nächsten Tagen Kind Nummer 2 bevorsteht… Das wird wieder eine harte Zeit! Aber vielleicht können wir mal schnacken, was du dir so vorstellst?

    Zum Thema finanzielle Freiheit vs. Mehr Zeit im Hier und Jetzt: Das geht mir auch immer wieder durch den Kopf. Gerade weil ich mit dem Begriff finanzielle Freiheit eh nicht sonderlich viel anfangen kann und ihn weitgehend für Traumfängerei halte (Zusätzlich erreiche ich deine Sparquoten nicht und deswegen ist das ganze für mich eh noch weiter weg als für dich… ;)). Aber mehr Zeit für die Kinder und eigene Projekte, das wäre schon toll. Wie genau hast du das mit der Teilzeit umgesetzt? Im Rahmen von Elternzeit? Dein Chef wird ja wahrscheinlich nicht begeistert gewesen sein…

    Wünsche dir auf jeden Fall viel Erfolg für deine Projekte und das neue Jahrzehnt! Ich bin sicher, dass du deine Entscheidung nicht bereuen wirst…

    LG Felix

    1. Hallo Felix,

      erst mal wünsche ich Dir viel Kraft und Ausdauer zur Geburt von Kind Nr. 2! Schlaf ist bekanntlich überschätzt 🙂 Wir können gerne mal schnacken bezüglich Podcast, aber ich vermute im Moment gibt es wirklich wichtigeres zu tun (so etwas läuft ja nicht weg).

      Mein Chef war ziemlich entspannt. Ich habe lange drüber gegrübelt, ob eine Teilzeit bei mir Sinn macht. Letztendlich habe ich einen Kollegen gefunden, der ähnliche Gedanken hat (ist etwas älter und will sich mehr um seine Eltern kümmern). Wir werden beide auf 60% gehen und uns eine Stelle teilen. Mein Chef kann eine neue Vollzeitkraft einstellen und alle sind happy. So ist zumindest der Plan 🙂

      VG, nico

  21. Hallo Nico, erstmal Frohes Neues Jahr. Gratulation und einen riesen Respekt vor deiner Leistung. Dies ist mein Erster Beitrag in deinem Blog. Ich finde mich in vielen Sachen wieder, nun den Patienten Verfügung und Vorsorgevollmachten steht auch auf unserer to do Liste. Es gibt 2 Möglichkeiten die Sache an zu gehen. Einmal die Unterlagen vom Amtsgericht zu holen oder es über einen Notar regeln zu lassen. Meine Frau und ich haben uns entschieden das ganze über einen Notar abwickeln zu lassen, da einfach zu viel zu berücksichtigen ist. Was der Spaß am Ende kostet kann ich noch nicht sagen.
    Ich kann gerne berichten sobald die Sache abgeschlossen ist.

    Schöne Grüße Torsten

    1. Hallo Torsten,

      vielen Dank! Es freut mich besonders, dass Du Deine Blog-Kommentier-Jungfräulichkeit auf Finanzglück verloren hast 🙂 Vielen Dank für einen ersten Hinweis bezüglich Verfügung und Vollmacht. Mit Notaren stehe ich etwas auf Kriegsfuss… ich hatte bisher nur schlechte Erfahrungen. Wenn es ohne geht würde ich das erst mal versuchen.

      VG, nico
      PS: Auf Deine nette E-Mail antworte ich Dir noch separat.

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