Freitagsfrage: Verkaufen, Halten oder Zukaufen – Wie gehe ich mit der Corona-Krise um?

Corona

Willkommen zur Freitagsfrage!

Hier geht es wieder mal um Deine Meinung. Ich gebe eine kurze Einleitung zu einer konkreten Frage. Dann übernimmst Du die Show.

Heute ist es mal tagesaktuell!

Autsch!

Alles scheint sich in diesen Tagen um Corona zu drehen. Was als Randnotiz über einen Virus mit lustigem Namen in China begann, hält heute die Weltwirtschaft in Atem.

Deutlich, schwarz auf weiß oder besser rot statt grün, kann ich die aktuelle Anspannung in unserem Familiendepot ablesen. Als passiver Take-and-Hold-Anleger versuche ich mit stoischer Gelassenheit durch die aktuelle Aktienmarktkrise zu segeln.

Das ist aber gar nicht so einfach. Innerhalb von nur drei Wochen hat es eine mittlere fünfstellige Kerbe in unser Vermögen gehauen. Autsch! Anleger mit „zittrigen“ Händen, wie es der alte Kostolany ausgedrückt hätte, haben früh verkauft und reiben sich jetzt die selbigen.

Aber es hilft nichts in der Vergangenheit zu wühlen. Wichtiger ist es, sich eine Strategie zu überlegen, wie es jetzt weitergeht.

1, 2 oder 3… Du musst Dich entscheiden, 3 Felder sind frei

Es gibt jetzt drei Möglichkeiten für uns Investoren:

  1. Erst mal gar nichts machen und abwarten. Aktionismus hilft in den wenigsten Fällen. Mal schauen, wie sich die Lage in den nächsten Wochen und Monaten entwickelt.
  2. Verkaufen! Doom and Gloom, egal wo man in diesen Tagen hinschaut. Corona hat das Potential, die Börsenkurse auch noch über die nächste Klippe zu schubsen.
  3. Beherzt zugreifen, damit der Aufschwung an den Märkten nicht an Dir vorbeigeht.

Beim dritten Punkt gibt es noch eine Variante, die ich hier nicht verschweigen möchte. Den Zukauf kannst Du entweder mit vorhandenen Mitteln stemmen (wenn die Kriegskasse gefüllt ist) oder aber mit geliehenem Geld. Z.B. könntest Du eine neue Hypothek auf Deine bereits abbezahlte Bude aufnehmen oder mittels Wertpapierverpfändung einen Teil Deines Portfolios hebeln, um nur zwei Möglichkeiten zu nennen.

Dein Rat an die Community

Ich bekomme derzeit viele Anfragen, wie man sich als Anleger jetzt verhalten sollte. Was machst Du in der aktuellen Situation? Ich bin mir sicher, dass Du der Community mit gutem Rat zur Seite stehen kannst.

Verkaufen, halten oder zukaufen – Wie gehe ich mit der Corona-Krise um?

Ich bin schon gespannt auf Deinen Kommentar!


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44 Kommentare

  1. War leider noch nicht genug Cash auf der Seite, so dass ich nur für ein paar hundert Euro nachgekauft habe. Aber an Verkauf hab ich nie gedacht, auch wenn es meine “erste Krise” war

  2. Hallo Nico,
    also ich mache “buy and hold” .. und kaufe beizeiten nach … und generell zum Verkauf … die Frage kaufen oder verkaufen stellt sich bei langfristigen Aktionären nicht … sie bleiben dem Unternehmen verbunden … auch in schlechten Zeiten … wer verkauft hat seine Hausaufgaben vorher nicht gemacht …. Aktien für immer … Krisen passieren … dazu ist die Welt insgesamt mittlerweile zu sehr miteinander verwoben und dementsprechend “dünnhäutig” …fragil …. da helfen nur solide Informationen wie beispielsweise die langfristige Entwicklung von Dividenden Z.B beim DAX … das hilft bei der (vorherigen) Einschätzung einer Aktie …
    Schöne Grüße
    Uwe

  3. Hey Nico,

    mir ging’s da genauso wie dir. Die tiefen roten Zahlen und fünfstelligen (unrealisierten) Verluste in so einer kurzen Zeit tun schon echt weh.

    Ich hab mich trotz unseres Buy-and-Hold-Ansatzen häufiger bei dem Gedanken ertappt, ob es sinnvoll wäre jetzt (war noch relativ zu Anfang von Corona, Dax ca. bei 11.000 Pkt) zu verkaufen und später nachzukaufen. Hab mich dann allerdings für “Augen zu und durch” entschieden. Ist aber echt nicht einfach sich in ein solcher Krisen auf seine eigentliche Strategie zu besinnen.

    Aktuell sind die Kurse ja wieder etwas zurückgekommen. Ob das schon das Ende der Fahnenstange war, weiß wohl niemand.

    So oder so: Wir kaufen monatlich fleißig nach und freuen uns über günstige Einstiegsmöglichkeiten. Ich informiere meine Leser auch monatlich in meinen Haushaltsreports u.a. über unsere Investments.
    Ich bin übrigens wie du ein großer Fan von Vanguard-ETFs! 😉

    Gruß Stefan

  4. … die Frage kaufen oder verkaufen stellt sich bei langfristigen Aktionären nicht … sie bleiben dem Unternehmen verbunden … auch in schlechten Zeiten … wer jetzt verkauft, hat seine Hausaufgaben vorher nicht gemacht … eine solche Krise kann halt passieren … dazu ist die Welt insgesamt mittlerweile zu sehr miteinander verwoben und dementsprechend “dünnhäutig” …fragil ….

  5. Hallo,
    ich bin schrittweise bis zum Tiefstand eingestiegen. Habe schon seit einigen Jahren auf einen Einbruch gewartet und entsprechend Rücklagen.
    Seit dem Tiefstand habe ich meine Füße noch still gehalten und warte noch mal auf einen Rückssetzer um noch etwas zu investieren.
    Viele Grüße

  6. Hallo Nico,

    definitiv Variante 3 bei uns. Wir haben die ETF-Sparraten gut verdoppelt und zusätzlich einen etwas speziellen Kredithebel eingesetzt, nämlich ein Darlehen mit -0,4% Zinsen (Aktion von Kredit2Day über Smava, 1.000€, 24 Monate). Man wird also von der Bank dafür bezahlt das Geld zu nehmen. Das geht auch in die Sparpläne, ausschließlich MSCI ACWI/FTSE All-World – wir haben die Depots schon aufgeräumt.

    Sondertilgungen für die vermieteten Immobilien machen wir generell nicht. Die entgangene Rendite im Aktienmarkt wird noch dadurch verstärkt, dass die Zinsen für die Finanzierung dann die Steuerlast weniger mindern. Die Raten zahlt ohnehin der Mieter und nachdem du kurz vor der Anschlussfinanzierung stehst, ist das Zinssteigerungsrisiko aktuell faktisch nicht vorhanden.

    Bei der selbstgenutzten Immobilie tilgen wir was geht, inklusive Sondertilgung.

    Frohe Ostern und bleibt gesund!

  7. Moin Nico,
    ich war zu 100% investiert habe einem Bauchgefühl folgend Mitte Februar mein Depot “gestrafft”, ein paar kleinere Gewinne mitgenommen und in dem Zusammenhang etwa ein Drittel verkauft. Dann habe ich mich zuerst über den Crash gefreut und bei den ersten größeren Rücksetzern in den ersten zwei Wochen nachgekauft, dabei allerdings viel zu früh mein Pulver verschossen (gute Erfahrung fürs nächste Mal!). Jetzt ist wirklich alles was geht im Depot (inklusive Wertpapierkredithebel) und wegen eines Umzugs in diesen Tagen keinerlei Spielraum mehr da, noch was nachzuschießen. Richtig große Ausgaben dürfen mangels Notgroschen jetzt erst mal nicht hinter der nächsten Ecke lauern! Das Depot ist jetzt der Notgroschen, das ist natürlich nicht ideal, aber was ist in diesen Zeiten schon ideal?

    Inzwischen schäme ich ich etwas für meine anfängliche Freude über den Crash. Damals war natürlich noch nicht abzusehen, wieviele Existenzen in der Folge auf der Kippe stehen würden, ganz abgesehen von den gesundheitlichen und gesellschaftlichen Schäden. Mein Depot interessiert mich im Moment wirklich extrem wenig, verglichen mit noch vor wenigen Wochen. Ich bin aber auch zur Inaktivität verdonnert: Verkaufen will ich nicht und kaufen kann ich nicht 😉

    Meine monatlichen “Sparraten” für den Rest des Jahres werden jetzt, statt wie üblich ins Depot zu gehen, den Wertpapierkredit abtragen und den Notgroschen wiederaufbauen. Und der Rest wird sich wieder erholen und irgendwann – zumindest was die Börse angeht – nur noch eine kleine Delle in einem großen Aufwärtschart sein.
    Gesundheit euch allen und bald wieder freundlichere Zeiten!

    1. Hallo Peter,

      ich finde es moralisch nicht verwerflich, sich über fallende Kurse zu freuen (genauso wenig, wie ich mich für steigende Kurse schämen würde). Es ist halt wie es ist. Das eine ist die Realwirtschaft, die den Alltag von vielen Menschen betrifft. Und das ist wirklich hart im Moment und wird noch sehr viel krasser werden. Das andere sind Kursgewinne oder Verluste, die letztendlich erst mal nur auf dem Papier stehen. Dieses moralische Element spielt bei Immobilien übrigens eine deutlich größere Rolle für mich.

      Das Du direkt nach ein paar Wochen all-in gegangen bist (inkl. Wertpapierkredit) ist schon ein ordentlicher Schluck aus der Pulle :). Aber zur Inaktivität sind jetzt alle gezwungen, die voll investiert sind (so wie ich). Siehe es positiv: Du hast dafür jetzt Seelenfrieden und musst Dir nicht mehr ständig Gedanken machen, ob Du jetzt wieder investierst oder nicht.

      VG, nico

  8. Variante 3, ich habe meine Sparpläne erhöht und auch einen neuen begonnen.
    Abraten würde ich von Hebelstrategien mit Krediten. Man sollte sich schon darauf einstellen, das es diesmal auch länger dauern kann bis wir wieder all time highs sehen. Stock picking zwar verlockend, aber soviel Geld habe ich nicht flüssig. Daher die Sparpläne erhöht und nur einen neuen. Geldreserve für 6 Monate auch wichtig, um für Jobverlust auch vorbereitet zu sein. Wird alles wieder gut!

    1. Hallo Manni,

      der Schutz gegen den Jobverlust (oder auch geringeres Einkommme durch Kurzarbeit) wird immer wichtiger. Ich habe jetzt auch vermehrt Freunde und Bekannte, die direkt betroffen sind. Das wird noch ein ganz schönes Gemetzel am Jobmarkt geben in den nächsten Monaten, befürchte ich.

      VG, nico

  9. Hallo,
    ich habe meinen Sparplan (für Altersvorsorge) erhöht.
    Ansonsten würde ich gerne auch unabhängig vom Sparplan zusätzlich in ETF investieren, da auch ich die Gelegenheit für recht einmalig (für die nächsten Jahre) halte. Da ich jedoch noch nicht sonderlich lange mit dem Studium fertig bin, sind meine Barreserven nicht besonders groß. In der aktuellen Lage möchte ich die lieber als erweiterten Notgroschen in der Hinterhand haben (eigentlich ist dieser bei mir ca ~3 Nettogehälter). Es ist schließlich nicht abzusehen wie es mit der Wirtschaft (bei mir Automobilsektor) weiter geht. Kommt demnächst Kurzarbeit? Oder wer weiß was da im Laufe des nächsten Jahres noch auf uns zukommt…

    Beste Grüße
    Sebastian

    1. Hi Sebastian,

      ich würde an Deiner Stelle auch den Fokus auf den Notgroschen legen. Wenn Dir die Kohle ausgeht (oder Du verkaufen musst), dann ist der Schaden größer, als jetzt ein paar Renditepunkte mehr rauszukitzeln.

      VG, nico

  10. iShares Global Titans verkauft am 12. März.
    Möchte ich umschichten in Vanguard All World. (Stand am 12. März bei 66,57€)
    Jetzt habe ich ein gutes Drittel meines Depotwerts auf dem Verrechnungskonto und versuche mich am Markettiming!
    Beobachte Infektionskurven in Europa und USA und möchte in zwei “Raten” wieder einsteigen.
    Zwei Kinder im “Homeschooling”, eine Frau und ich selbst auf Kurzarbeit.
    Es ist auf jeden Fall eine Herausforderung in dieser Situation cool zu bleiben.
    Zwischendurch an die frische Luft, und Probemonat Netfix.

    Zerbricht hier mein Plan in 4 Jahren meine Erwerbsarbeit zu beenden, oder ist das eine große Chance…?

    1. Hi Florian,

      also mit zwei Kindern Zuhause und in beide Eltern Kurzarbeit das Markettiming zu beginnen – Respekt 🙂 Abgebrüht bist Du auf jeden Fall. Berichte später mal wie es gelaufen ist.

      VG, nico

      1. 1. Rate 24.März 61,89€
        2. Rate 2.April 64,86€
        Ist nicht die Welt, hat aber immerhin ein bisserl was gespart.
        Von jetzt an geht’s nur noch bergauf;-)
        Und ich kann mich wieder auf die Familie konzentrieren.

        VG, Florian

  11. Moin:

    Kategorie 3. Habe die Sparraten der ETF Sparpläne nach oben angepasst.

    Habe ohnehin (noch…) eine größere Cashposition aus der ich Einzelwerte in kleineren Tranchen nachkaufe wenn es wieder kracht. Aber hier liegt auch mein Anlagehorizont bei 10+ Jahren.

    Zusätzlich leveragen würde ich das nicht. Ich möchte alles aus den bestehenden Cash Flows finanzieren.

    Keep cool und bleibt gesund!

  12. Bei mir ist es ein bisschen was von 1. und ein bisschen von 3.
    Ich investiere eig. über ETF-Sparpläne und nur hin und wieder mal direkt in Aktien, hatte aber schon länger eine Cash-Reserve die ich für Nachkäufe nutzen wollte. Als es dann runterging habe ich direkt mal begonnen nach zu kaufen. Meine Strategie war aber noch etwas undurchdacht. Dadurch habe ich etwas zu früh einen guten Teil meiner Reserven aufgebraucht. Für den Rest arbeite ich gerade an einer Strategie mit der ich meine Investitionsgeschwindigkeit limitieren will. Werde das Ende des Monats bei mir auf der Seite genauer darlegen. Meine ETF-Sparpläne laufen dafür ungemindert weiter. Ich bin schon gespannt darauf wenn ich die Performance des ETF-Sparplans von heute mit den Einzelaktieninvestments vergleichen kann.

  13. Hallo Nico,
    bis jetzt nichts verloren.
    Ich habe immer noch dieselbe Anzahl Anteile in meinem Depot wie vor drei Wochen.
    Ich brauche das Geld derzeit nicht, also interessiert es mich nur am Rande was an den Börsen los ist. Ich habe eine moderate Kauf Order plaziert, allerdings soweit ist der MSCI World dann doch nicht gefallen. Gut dann nicht.
    Ob ich aber so stoisch bleibe, wenn ich das Geld in sieben Jahren brauche – Das ist die Frage die ich mir ab und zu, leicht süffisant lächend, stelle.
    VG Klaus

  14. Ich gehöre eher zur 3. Gruppe. Bei mir wird nachgekauft. Eigentlich bin ich auch immer zu 100% invesiert. Aber da das Gehalt weiter kommt, werde ich es weiterhin investieren. Genau so wie ich im Januar oder Februar auch investiert habe.
    Außerdem wurde unser Urlaub storniert, weshalb eine größere Summe Geld nun zurück kommt und die Steuererklärung wird auch fertig gemacht (mal gucken wie schnell diese abgearbeitet wird).

  15. Hi Nico,

    Stay the course: Ich werde nichts verkaufen und kontinuierlich im Bärenmarkt Anteile (nur über Sparpläne) dazukaufen. Notreserve ist tabu – obwohl mich es manchmal in den Fingern juckt. Corona ist wohl auch eine gratis Unterrichtseinheit in Selbstdisziplin.

    Ich habe aber kleinere Anpassungen bzgl. der Sparpläne vorgenommen.
    1) Die monatliche Summe habe ich um 20% abgesenkt. Halte ich für ökonomisch sinnvoll, denn gestern kam die Info das meine Firma ab April in Kurzarbeit ist. Inwieweit ich betroffen bin, weiß ich noch nicht.
    2) Erhöhung der Ausführungsfrequenz. Aufgrund der derzeit extremen Schwankungen habe ich meinen Sparplan von 1x pro Monat auf 2x pro Monat umgestellt.

    Auf keinen Fall würde ich bei der derzeitigen Volatilität umschichten. (Bsp. S&P 500: Gestern morgen +5% abends -4%).

    Alles wird gut!

    1. Hi Georg,

      eine Umschichtung würde ich auch tatsächlich nur vornehmen, wenn sich die Lage etwas beruhigt hat. Im Moment bleibe ich erst mal mit offenem Mund an der Seitenlinie stehen und staune 🙂

      VG, nico

  16. Hallo zusammen,

    also ich gehöre in die erste Gruppe – zwangsläufig, weil ich immer voll investiert bin. Im Mai wird das nächste Mal ein größerer Betrag den Weg auf unsere Konten finden. Die Frage ist: Was mache ich dann damit?

    Ich könnte es zur Sondertilgung unseres Eigenheimkredites nehmen. Oder aber, ich tätige keine Sondertilgung und investiere dafür alles in die Aktienmärkte (falls diese dann immer noch im Krisenmodus sind.)

    Sagen wir mal, ich täte Letzteres. Also keine Schuldenrückzahlung für meinen Eigenheimkredit, sondern Investition. Das klingt erst mal sinnvoll, da die Rendite mittelfristig deutlich über den 2,5% Zins meines Kredites liegen dürfte.

    Aber ist das nicht schon ein erster, kleiner, Schritt zum Kaufen auf Pump? Und wie weit wäre der Schritt dann noch, wenn ich zusätzlich die bald auslaufenden Kredite für meine beiden Wohnungen in Berlin refinanziere und mit dem Geld in den Aktienmarkt investiere? Also als Beispiel die Kredite für die vermieteten Wohnungen konservativ mit EUR 100k oder EUR 150k zu finanzieren und von dem Geld ETFs kaufen?

    Was meint Ihr dazu?

    VG, nico

    1. Moin Nico,

      Spannendes Szenario. Die Sondertilgung für das Eigenheim würde ich persönlich immer fahren, um die Abzahlung nicht aufzuschieben, unabhängig davon wo die Märkte gerade spielen. Ausserdem ist das Sondertilgungsrecht ja auch i.d.R. in den Zinskosten einkalkuliert. Aber hier bin ich eher konservativ gepolt. Was man hat, hat man. Wenn ich deinen Blog und deine Strategie recht verfolge, wäre es doch aber auch nur konsequent?

      Die Refinanzierung der Mietwohnungen finde ich spannend. Das würde ich mir anschauen, da die Zinsen aktuell ja deutlich attraktiver als bei der Erstfinanzierung sein sollten. Sicherlich ein guter Hebel, um den Cash Flow zu optimieren. Ich würde allerdings die Investments im aktuellen Marktumfeld wieder über Sparpläne reinvestieren als über Einmalinvestitionen.

      Ach ja, den Steuereffekt gäbe es ja auch noch, aber das sollte ja nicht ausschlaggebend sein.

      Beste Grüße

      Stefan

    2. Hallo Soundmännchen,

      welchen Steuerspareffekt meinst Du? Die Kredit-Zinsen könnte ich bei einer Refinanzierung leider nicht mehr geltend machen. Das geht nur bei der ursprünglichen Finanzierung.

      VG, nico

  17. Hey Nico 🙂

    Ich gehöre wohl zur Gruppe 3 und bin derzeit fast 100% investiert. Ich hätte gerne mehr Cash, um jetzt einsteigen zu können, denn langfristig wird sich die Wirtschaft von diesem Virus erholen. Wer hätte gedacht, dass das ganze Thema so eskaliert? Ich hätte das nie gedacht, aber jetzt haben wir es. Machen wir das Beste draus. Ich bin recht zuversichtlich. Bei mir sind lediglich die Gewinne weg, was zwar frustrierend ist, aber was sich aushalten lässt. Nvidia hatte mir auch vor Corona schon mal größere Bauchschmerzen bereitet, denn Ende 2018 ging es da noch krasser runter (-50%). Die Idee, die Krise zum Ausmisten und Putzen zu nutzen, ist mir auch schon gekommen. Der Wunsch, ungeliebte ETFs (MDax) oder Aktien abzustoßen, ist mir bereits auch aufgekommen, stärker als die letzten Jahre. Vielleicht mache ich das auch noch.

    Schönes Wochenende!

    Viele Grüße aus Frankfurt

    Anna

  18. Ich lasse meinen Sparplan auf einen World ETF laufen.
    Und kaufe bei jedem Rücksetzer über 10% zu. Etwa in 3-4% meiner Höhe des Depots.
    Mein Cash Reserven halten das durch bis wir uns 60% unter ATH befinden. Ich glaube nicht, dass das passieren wird. Wenn es so kommt, ok. Wenn vorher der Bulle kommt, bin ich auch glücklich.
    Ob das heute der Beginn der Erholung ist oder nur ein kleines Aufbäumen? Wir werden sehen.

  19. Moin Nico,

    ich sitze die Krise auch aus, obwohl ich mich sehr über mich selbst ärgere.

    Ende Februar war ein Festgeldkonto mit 10.000,00 € fällig und ein Umzug stand an. Bevor das Geld in Möbel o.ä. fließt, habe ich es kurzerhand 70:30 in den MSCI World und Emerging Markets gesteckt. Nun ja, was dann passierte, wissen wir ja alle. Ich verfolge keine Börsennachrichten und hätte niemals auch nur geahnt, dass das hier so ausartet.

    Ich bin also der dumme Anleger, der genau vor der Krise investiert hat. :-/

    Eins habe ich jedoch gelernt: Für mich gibt es nur noch Sparplan und keine Einmalanlagen mehr (außer zum Rebalancing alle paar Jahre).

    Wäre schön, wenn jemand ein paar tröstende / aufmunternde Worte hätte….

    Viele Grüße
    Anna

    1. Hallo Anna,
      Auch ich habe Ende Februar noch mal investiert und mich geärgert, dass ich nicht noch einen Monat gewartet habe.
      Jetzt hoffe ich, dass die ETFs in 10 Jahren wieder so gut dastehen, dass die aktuellen Einbrüche nur wie eine kleine Delle wirken.

  20. Danke für den interessanten Artikel!
    Ich bin bei deiner Aufstellung definitiv Typ 3. Ruhig bleiben und sich über gute Einstiegskurse und gute Kurse zum Nachkaufen. Abwarten und Tee trinken, was anderes bleibt uns sowieso nicht übrig.

  21. Hallo Nico,

    ich sehe es auch so, das man beherzt zugreifen sollte, denn es ist eine Gelegenheit, die so schnell nicht wieder kommen wird.

    Gruß Stefan

  22. Hi,

    ich bleibe einfach auf Kurs mit meinen Sparplänen und habe die Gelegenheit genutzt und zusätzlich noch eine Tranche nachgekauft.
    Mein Anlagehorizont ist noch lang genug, so dass ich die Krise einfach aussitze.

    Ich versuche momentan einfach noch seltener als sonst ins Depot zu schauen 😉

    Beste Grüße
    Gregor

  23. Depot aufgeraeumt, Notgroschen minimiert
    https://www.finanzwesir.com/blog/steuern-optimieren-aufwand#1584518968

    [Nico: Ich habe der einfachheithalber Deinen Kommentar hier noch mal reinkopiert:
    “Was für ein Segen, durch die niedrigen Kurse konnte ich einige der ungeliebten Ausschütter (Arbeit mit Ausschüttungen, Steuern auf Ausschüttungen) verkaufen ohne Steuern auf Kursgewinne zu zahlen und dafuer Thesaurierer kaufen.
    Berechnung: fiktive Kursgewinne vom Wisch zum 31.12.17 von eurem Broker je ETF werden mit den Kursverlusten seit dem mal 0,7 (wegen TeilFreiStellung) verrechnet.
    Sogar die Verlusttöpfe sind etwas gefüllt (falls Arne es beim Comst.MSCI World-Umzug zu Lyxor verbockt ;-))
    Verfeinerung zur beschr. Methode hier drüber (nur für Leute über dem SFB):
    ERST Kaufen (Limit-Order am letzten lokalen Tief des ETF orientieren) z.B. mit Notgroschen oder besser Lombard-Kredit-Linie, dann wegen Fifo die im Verlust befindlichen schon-lange-angeschafften-Stücke etwas höher mit Limit verkaufen (so werden K- und V-Gebühren/Spread “vom Markt” bezahlt).
    Die Dividenden der verbliebenen Ausschütter müssten nun grob in den Rahmen unseres SFBs passen.
    Alles bis auf eine eiserne Reserve ist jetzt investiert.
    Spekulation: Die Wende müsste nahe sein (-1 bis 8 Tage?). Wenn die Grossen ihre Absicherungen auflösen werden, geht’s vermutlich diesmal schneller nach oben, als in früheren Zeiten (die Tür ist sehr schmal, die geparkte Geldflut riesig)?
    Achtung, wer jetzt Ausschütter kauft, loggt eine höhere Ausschüttungsquote für sich ein (30% Kursverfall ~ mittelfristig 30% hoehere Dividenenrendite, also statt 2% vor dem Crash, ca. 2,6% zZ). D.h. der strukturelle, steuerliche Nachteil von aETF bei ausgeschöpftem SFB ist jetzt 30% höher als noch vor einem Monat.”]

    LG Joerg

    1. Hi Jörg,

      interessanter Gedanke, den derzeitigen Crash zum “ausmisten” der ETFs zu nutzen. Bisher hatte ich tatsächlich davor zurückgeschreckt ältere ETFs zu verkaufen, weil dann Steuern angefallen wären. Das werde ich mir noch mal genauer anschauen.
      Dein Vorgehen mit den Limits habe ich noch nicht ganz geblickt. Kannst Du das vielleicht noch mal genauer erklären?

      VG, nico

      1. Hallo Jörg,

        ich habe gerade mal eine Steuersimulation bei meinem comdirect Depot durchgeführt. Wenn ich alle Positionen per heute verkaufen würde, käme es steuerlich ungefähr bei 0 Euro raus (kleiner Betrag an Steuern zu zahlen). Erstaunlich! Ich überlege wirklich mein Depot einmal komplett platt zu machen und neu aufzusetzen. Dann hätte ich es steuerlich einmal glattgezogen (Neustart) und kann mein Depot sauber an drei ETFs ausrichten.

        VG, Nico

        1. Moin Nico,

          Bei “neuen Aktionen” bietet sich meist an, erst einen Fuss in’s Wasser zu stecken, statt Kopf ueber rein zuspringen. Vielleicht erstmal die 1-2 groessten Aergernisse verkaufen und neue kaufen und schauen wie es laeuft? Abrechnungen nachvollziehen, die Mechanik durchschauen und dann wenn alles gut lief, ggfls weitermachen …
          Comdirect verlangt leider ziemlich hohe Kauf/Verkaufsgebuehren (die werden kaum in der Sim. enthalten sein?). Aber Service, Funktion, Stabilitaet ist gut. Ich habe da noch einen grossen Wertpapierkredit eingeraeumt, auf den ich in drastischen Zeiten temporaer zurueckgreife. Ich konnte i.d.letzten Woche voruebergehend Nicht-Erreichbarkeit/verzoegerte Anzeigen, bei TR (BuyingPower/Gutschrift von iSh core EM verzoegert), OnVi(verwirrende Geld/KtoAnzeige) und DKB(Depotanzeige temp. nicht moeglich) feststellen.

          Viel Glueck beim Umschichten und immer Kauf- und Verkaufslimits setzen, damit du bei “guenstigeren?” OTC-Orders (Tradegate, Baader, L&S, Quotrix, etc) nicht gespreaded wirst (die Vola wird noch ein wenig anhalten?).
          Kauf-Limits ca. 1-2% ueber dem letzten Tief des ETF; Verkauflimits etw. unter dem letzten Aufbaeumungsgezickzacke-Zwischenhoch (Charts angucken) legen (insgesamt nicht mehr als 3-4% auseinander K/V) dann sollte es mit einem zeitnahen Tausch/Umschichtung klappen?

          LG Joerg

  24. Hallo zusammen,

    meine einige Gedanken zu verschiedenen Branchen:
    e-commerce: wird aus der Coronakrise gestärkt hervorgehen (mehr Marktanteile) – der stationäre Handel verliert!
    Social media: bleibt relavant!
    Computerspiele: Markt bleibt intakt!
    Öl: Ich kann mir nicht vorstellen, dass Öl (aktuell Brent 28,64 $/barrel) langfrisig unterhalb 30$/barrel bleibt.
    Transport: Fluggesellschaften… es werden einige pleite gehen bzw. verstaatlicht. D.h. Martanteile werden sich verschieben. Der Wettbewerbsdruck bleibt aber langfristig hoch. Flughäfen: Langfristig halte ich eine Fraport bei 30-35 € Einstiegskurs für interessant.

    Für jeden, der langfristig-orientiertes aktives Stockpicking betreibt, bieten sich entsprechend Einstiege an. Die eigene Versorgungsicherheit/Gesundheit hat natürlich 1. Priorität, und ich würde mindestens etwa 20% des Vermögens Cash behalten um ggf. zukünftig reagieren zu können.

    Als ETF-Sparer würde ich einfach weitersparen.

    Aktienkäufe auf Kredit: für mich ein absolutes NoGo, weil mir das Risiko schon so groß genug ist. Ggf. drohen Margin Calls. Lasse ich die Finger von!

    Sonnige Grüße,
    Ingmar

  25. Moin Nico,

    was ich in der aktuellen Krise mache? Alles halten und möglichst viel Geld für die nächsten Käufe zusammenkratzen! 🙂

    Ich bin selbst überrascht, wie wenig mich die mittlerweile auch schon 5-stelligen Kursrücksetzer aus der Ruhe bringen. 😉

    Ich wünsche allen anderen für die nächste Zeit weiterhin starke Nerven.

    Viele Grüße
    Tommy

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