Wie du Fehler bei den Finanzen vermeiden kannst – Meine-Mäuse-Podcast 18

Meine Mäuse Finanzielle Fehler

In unserer neuen Folge vom Meine-Mäuse-Podcast tut es weh. Und zwar richtig.

Eva und ich berichten von unseren größten finanziellen Fehlern. Eva hat gleich fünf Fehler gefunden und sauber geordnet von weniger bis sehr schmerzhaft. Bei mir gibt es nur einen Brocken – und der hat es in sich.

Warum haben wir die Fehler begangen?

Meine-Mäuse-Podcast

Eigentlich ist es ganz simpel: Alle unsere Fehler lassen sich erklären mit drei Karotten, die uns unbedarften Privatanleger vor die Nase gehalten werden:

Steuerliche Vorteile: Kaum winkt Vater Staat mit einer Förderung, haben wir beide zugegriffen. Bei Eva haben 10 Euro Zuschuss pro Monat gereicht, um eine Kapitallebensversicherung abzuschließen. Trotz hoher Kosten.

FOMO oder Fear of Missing Out: Als mir eine Deadline gesetzt wurde, kam ich ins Schwitzen. Hauptsache noch auf den Zug mit aufspringen, bevor er vorbeirauscht.

Vertrauen auf Experten: Dem Bankberater kann man ja vertrauen – er weiß schließlich, wovon er spricht.

Auch wenn es manchmal schmerzhaft ist, so ist es doch lehrreich, die finanziellen Fehler der Vergangenheit genauer anzusehen. So lässt sich der nächste Griff ins Klo vielleicht vermeiden.

Evas Top 5 der finanziellen Fehler

Welche Fehler haben wir nun begangen? Zuerst beginnt Eva mit der Liste ihrer 5 Fehler, geordnet von weniger bis sehr schmerzhaft.

Platz 5: Die Kapitallebensversicherung

Eine Lebensversicherung in Österreich, die Eva 2007 abgeschlossen hat. Wofür braucht eine 25-Jährige eigentlich eine Lebensversicherung? Damals war niemand ökonomisch von ihr abhängig. Egal. Der Staat Österreich hat das ganze schließlich mit 10 Euro monatlich bezuschusst.

Platz 4: Die betriebliche Altersvorsorge als Entgeltumwandlung

Nach dem abrupten Ende der österreichischen Altersvorsorge hat Eva sich in Deutschland auf die Suche nach einer Alternative gemacht. Die betriebliche Altersvorsorge mit 2 % Garantierendite pro Jahr, die sie dann 2013 abgeschlossen hat, ist nun auf Platz 4 ihrer finanziellen Fehler.

Platz 3: Aktiv gemanagte Fonds

Seit 2010 hat Eva nahezu ihr gesamtes Erspartes in mehrere, breit diversifizierte und aktiv gemanagte Fonds investiert. Edelmetalle wie Silber, Gold und Rohstoffe waren auch mit von der Partie. Bis 2016 hat sie damit im Durchschnitt eine Rendite von 4 % pro Jahr erwirtschaftet. Die Rendite auf einen ETF auf den MSCI World in der Zeit waren 12,8 % pro Jahr.

Platz 2: Teilweiser Verkauf Evas Aktienportfolios, um ein Eigenheim zu erwerben

Jetzt tut es schon richtig weh. 2016 wollte Eva das Projekt Eigenheim ernsthaft angehen. Schließlich ist ja Miete immer rausgeschmissenes Geld und ein Eigenheim die beste Altersvorsorge. Für diesen Mythos hat sie einen Teil ihrer Aktien verkauft, um über genug Eigenkapital zu verfügen. Blöd nur, dass es nie zum Kauf gekommen ist.  

Platz 1: Anlageimmobilie zur Vermietung

In Evas Heimatstadt in Österreich, mit noch halbwegs angemessenen Kaufpreisen, war sie besonders angetan von einer kleinen Wohnung, die sie zur Vermietung kaufen wollte. Die Wohnung ist gut gelegen, hell, im fünften Stock mit Blick auf die Berge, natürlich auch mit Aufzug. Eine Bruttomietrendite von 6,3% hat Eva sich errechnet mit Einschätzung der Maklerin. Das wäre für professionelle Vermieter zu gering, doch für sie war das auch etwas Emotionales. Doch war die Rechnung, was die möglichen Mieteinnahmen betreffen, zu optimistisch. Nachdem Eva die Wohnung ausgeschrieben hat, waren die Bewerber zurückhaltend, bis sie die Miete um 50 Euro pro Monat reduziert hat.

20.000 Euro in den Schornstein

Mein größter finanzieller Fehler war definitiv die fondsbasierte Rentenversicherung, die ich 2004 als Student abgeschlossen hat. Als nach neun Jahren trotz 9.000 eingezahlter Euros nur 3.000 Euro auf dem Tacho stand, bekam ich Panik. Die angeforderte Kostenübersicht hat mir dann die Schuhe ausgezogen. Kosten, wohin das Auge blickt. Es hat dann erstaunlicherweise noch insgesamt 16 Jahre gedauert, bis ich dieses Gebührenmonster endlich gekündigt habe. Bis dahin sind rund 20.000 an direkten und indirekten Kosten entstanden.

Fazit

Der Cocktail aus Wunschdenken, vermeintlichen steuerlichen Vorteilen und Unwissenheit kann nur mit Finanzwissen kuriert werden. Aber genau deswegen bist Du ja auch hier!

Hast du schon einmal einen finanziellen Fehler begangen? Dann teile Deine Story doch mit uns in den Kommentaren.  

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Shownotes

Mein größter finanzieller Fehler – Das Finale!

Meine 5 größten Fehler beim Geld anlegen – und wie du sie vermeidest


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Eva und ich haben es uns zum Ziel gesetzt, Dir das nötige Werkzeug an die Hand zu geben, damit Du mit Deiner Familie finanziell sorgenfrei leben kannst. Statt Dein Geld einem Finanzberater anzuvertrauen, kümmerst Du Dich besser selbst um Deine Finanzen.

Im Meine-Mäuse-Podcast teilen wir mit Dir unser Wissen über Vermögensaufbau, dem Sparen im Familienalltag, der Finanzbildung Deiner Kinder, Altersvorsorge, dem Erschließen von (passiven) Einkommensquellen, Versicherungen, Schulden und letztlich darum, wie Du mehr Zeit mit Deinen Kindern verbringst.

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2 Kommentare

  1. Leider alles ein wenig einseitig gerechnet, bei jeder “Story” wurden die im Gegenzug eingesparten Steuern unter den Tisch gekehrt. Auch wurden teilweise nicht nur Äpfel mit Birnen verglichen, sondern Äpfel mit Kartoffeln.

Kommentare sind geschlossen.