Freitagsfrage: Welche Aktienquote sollten meine Kinder haben?

Freitagsfrage Aktienquote Kinder

Willkommen zur Freitagsfrage!

Hier geht es wieder mal um Deine Meinung. Ich gebe eine kurze Einleitung zu einer konkreten Frage. Dann übernimmst Du die Show.

Heute geht es um Aktienquoten für Kinder.

Die richtige Asset-Allokation finden

Bei der Zusammenstellung Deiner Investitionen solltest Du den für Dich richtigen Mix aus risikoreichen und risikoarmen Geldanlagen achten. Die risikoreichen Geldanlagen, wie Aktien, bringen Dir die Rendite ins Portfolio. Dafür zahlst Du mit einer hohen Volatilität (Wertschwankung) in Form einer Achterbahnfahrt der Gefühle. Um bei Kursverlusten nicht direkt in Panik auszubrechen, kannst Du schwankungsarme Geldanlagen wie Anleihen oder Zinsprodukte beimischen. Das Ergebnis ist Deine persönliche Asset-Allokation.

Es gibt eine Daumenregel: Je jünger Du bist, desto mehr Risiko kannst Du vertragen. Krisen kannst Du gut aussitzen und aufgrund Deines langen Anlagehorizonts ist die Rendite ein sehr großer Hebel. Eine hohe Aktienquote in den 20ern macht mehr Sinn als in den 60ern, wenn Du in der Vermögensentnahmephase Deines Lebens bist. Sicherheit ist dann wichtiger als Rendite.

Wie hoch die persönliche Aktienquote ist, hängt von Deiner Risikotoleranz und Deinem Investitionshorizont ab. So weit, so unspektakulär.

Aber wie sieht die Sache bei Kindern aus?

Das hat sich Leser Dirk gefragt.

Aktienquote für Kinder

Ich habe für meine beiden Jungs (5+8 Jahre alt) sowohl auf deren Namen, sowie auch auf unseren Namen, Depots laufen, die sich über Sparplan und Sonderzahlungen (Geburtstag) stetig füllen.

Mittlerweile sind wir bei einem fünfstelligen Bereich angekommen und die Aktienquote beträgt zumindest beim Großen über 70%.

Frage: Sollte man diese Aktienquote mit Blick auf die Volljährigkeit in irgendeiner Weise begrenzen? Für Erwachsene gibt es ja auch als Daumenwert 100-Lebensalter (was mir viel zu konservativ ist). Aber wenn es so weitergeht, landen wir irgendwann bei 90%, mit entsprechenden Risiken durch Schwankungen.

Wie würdet Ihr das das Thema angehen?

Welche Aktienquote sollten meine Kinder haben?

Die Freitagsfrage!

PS: Wie ich das Geld für meine Kinder anlege kannst Du hier nachlesen.

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8 Kommentare

  1. Hallo Nico,
    same here: 100% Aktien is the way to go! Vor 18 sollten die beiden ohnehin nicht unbedingt auf das größere Vermögen zugreifen. Auch direkt mit 18 alles zu verpulvern wäre fatal. Wenn man genug Zeit und Erfahrung hat, würde ich auf Einzelinvestments gehen, ansonsten natürlich der Klassiker: ETFs.

  2. Anleihen bei Kindern, warum? Ich würde 100% in einen breit gestreuten Aktien-ETF gehen, das allein ist schon genug Risikostreuung bei Anlagehorizonten die ja oft noch mehr als 10 Jahre betragen

  3. Hallo, ich bespare die Depots meiner 3 Kinder auch mit 100% Aktien-ETFs (MSCI-World, MSCI-Emerging Markets, MSCI-World Small Caps)
    Das hat 3 Gründe:
    -Genug Zeit um Rückgänge und Durststrecken auszusitzen
    -Ein aus meiner Sicht unschlagbares Chance/Risiko-Verhältnis
    -Es gibt keine guten Alternativen. Vor allem Anleihen-ETFs werden ja häufig als Beimischung empfohlen, gleichen aber aktuell kaum die Inflation aus.

    Wenn es absehbar ist, dass man das Depot aber auflösen möchte um sich z.B. mit 18 einen Porsche zu kaufen, dann ist eine Umschichtung selbstredend sinnvoll. Es wäre zu schade, wenn kurz vor dem Verkauf die Börse crasht und man ggf. zu schlechten Kursen verkaufen muss (und es dann doch nur ein VW Polo wird 🙂 )

  4. Moin Dirk,

    ich halte es auch mit einer 100% Aktienquote bei den Lütschen. Der Anlagehorizont ist noch so lang, dass sie locker die nächsten Stürme ausbaden können. Wenn es irgendwann mal interessant wird (näher an der Volljährigkeit), dann können sie selbst entscheiden, ob sie es mit Anleihen mischen wollen. Aber bei Kindern in dem Alter geht es wohl eher Richtung Hochspekulation als Risikominimierung 😊

    Wir haben jetzt übrigens die Zahlung für unsere Lütschen eingestellt. Das Portfolio ist zu schnell gewachsen. Es werden nur noch Geldgeschenke investiert. Dann kommt in den 11 bzw. 13 Jahren immer noch ein schönes Sümmchen zusammen.

    VG, nico

  5. Hallo zusammen,
    ich bin auch der Meinung, dass die Aktienquote bei (kleinen) Kindern ruhig bei 100% liegen darf.
    Wenn es dann in Richtung Volljährigkeit geht und klar ist, dass das Geld für Auto, Auslandsjahr oder ähnliches benötigt wird, kann man ja dann entsprechend umschichten oder die späteren Geldgeschenke/Sparraten (vielleicht ab dem 15. oder 16.Geburtstag) entsprechend risikoärmer anlegen. Allerdings gehe ich auch davon aus, dass alle die für ihre Kinder in jungen Jahren schon in Aktien oder ETF´s investieren, selber auch ausreichend gespart und investiert haben. Somit sollte man dann aus eigenen Geldern überbrücken können, sollte es genau zum 18.Geburtstag zu einem Crash kommen.
    Lg Mel

  6. Hi Nico,

    spannende Frage.
    Wir halten das bei unseren Jungs (4 und 1) aktuell so:
    Beide haben seid Geburt ihr eigenes Depot (auf Ihren Namen aber durch uns verwaltet). Darauf gehen monatlich das Kindergeld und Zuzahlungen von den Omas und Opas. So kommen monatlich ~ 300€ per Sparplan in den MSCI World und MSCI EM (70/30 – beide thesaurierend) – Somit annähernd 100% Aktienquote.
    Ziel ist es beide frühzeitig mit in die Depotentwicklung und Planung mit einzubinden, gerne dann auch mit Wunsch-EInzelaktien der Kinder.
    In meiner Vorstellung geht an das Depot keiner dran bis die beiden das für regelmäßige Auszahlungen im (frühen) “Rentenalter” verwenden, ebenso kann es als Sicherheit für z.B. einen Immobillienerwerb eingesetzt werden.
    Falls sich die Jungs dafür entscheiden mit 18 einen Porsche zu kaufen, ist das für mich auch okay…so lange ich auch mal fahren darf 😉

    Grüße
    Patrick

  7. Die Frage der Aktienquote ist immer sehr persönlich und hängt maßgeblich vom Ziel/Anlagehorizont ab. Wenn das Depot nicht explizit dafür gedacht ist, z.B. zum 18. das erste Auto bzw. den Führerschein oder das Studium zu finanzieren, würde ich für Kinder generell mit 100% Aktienquote starten.

    Und viel wichtiger, frühzeitig mit den Kindern über das Thema reden. Ihnen erklären, was Aktien sind, was die Zahlen in ihrem Depotauszug bedeuten, das Schwankungen ganz normal sind. Entgegen der sonstigen Empfehlung kann es hier gut sein, wenn das Kind mehrmals die Woche ins Depot guckt und sieht, wie sich die Zahlen verändern. Und wenn es dann unruhig wird, dann sind 100% Aktien eben zu viel und können ab dann reduziert werden.

  8. Hallo.
    Für meinte Tochter (6 J.) bespare ich seit der Geburt ein Junior Depot mit einem sich dynamisch (2,5%) anpassenden, ausschüttrnden World ETF (ESG) Sparplan. Gestartet bin ich mit 150€.

    Ich finde, die Aktien (ETF) Quote kann bei 100% sein.

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