Der Geldanlage-Rundumschlag – Bud Spencer Style

Mein Bruder brachte mir vor kurzem die Autobiographie von Carlo Pedersoli, alias Bud Spencer, mit. Da kamen alte Erinnerungen hoch! Brüderchen und ich schauten uns damals fast alle seine Filme an. Und dann nochmal. Und nochmal. Und nochmal…. Selbst heute weiß ich noch, was die Jungs in der nächsten Szene sagen werden.

Duos? Dui? Duplos?

Es gab viele Film-Duos, die unvergesslich sind.

Stan Laurel und Oliver Hardy – Ich schmeiß mich heute noch weg, wenn ich die Knaben sehe.

Han Solo und Chewbacca – Letzterer schnackt so ähnlich wie Heiermann…

Cheech and Chong – Haben das Kiffen praktisch im Alleingang salonfähig gemacht.

Beavis and Butt-head –Jetzt hört‘s aber auf!

Alle nicht schlecht. Gebe ich ja zu. Aber keiner von denen kann Bud Spencer und Terence Hill das Wasser reichen. Dieses Duo zählt zu den Allergrößten. Ever.

Tanzen wie Leonardo und Knutschen wie Gollum?

Unvergesslich sind die an Perfektion grenzenden Meisterwerke wie „Die linke und die rechte Hand des Teufels“, „Vier Fäuste für ein Halleluja“ oder der Südamerika-Klassiker „Zwei Himmelhunde auf dem Weg zur Hölle“. Das waren noch Filme.

Zugegeben, es gibt auch einige andere erinnerungswürdige Filmszenen. Aber mal ganz ehrlich…

John Travolta’s Tanzeinlage mit Uma Thurman in Pulp Fiction?

Krieg ich mit Frau Finanzglück locker hin!

DiCaprio’s Schlabberkuss mit Kate Winslet auf der Titanic?

Gibt es so ähnlich in der Garderobe jeder vernünftigen Weihnachtsfeier zu fortgeschrittener Stunde.

Gollum’s Selbstgespräch im Nebelgebirge aus Herr der Ringe?

Das könnte auch ich vor meinem ersten Vorstellungsgespräch gewesen sein.

Bud Spencers Buch ist jetzt kein literarischer Klassiker. Zugegeben. Aber eines hat es bewirkt. Ich bin inspiriert, einen Blogbeitrag ganz in seinem Stil zu schreiben.

Lass uns nach dieser ausschweifenden gebührenden Einleitung endlich zum Thema kommen.

Wie sollst Du Deine Kohle investieren?

Jetzt räumen wir mal mit diesem ganzen Anlagemurks auf, der Dir regelmäßig vor den Latz geknallt wird. Da blickst Du doch gar nicht mehr durch. Jeder erzählt Dir etwas anderes. Aber sorge Dich nicht. Ich bringe Licht für Dich ins Dunkel.

Wie gehen wir das am besten an?

Alles muss raus, was keine Miete zahlt. Was dann noch übrigbleibt, kannst Du Dir dann genauer anschauen.

Schaff jetzt erst mal die richtige Atmosphäre. Mach Dir eine Pfanne Bohnen, schenke Dir eine Tasse voll Schnaps ein und lehne Dich zurück. Was jetzt folgt, ist Dein ganz persönlicher Schnelldurchgang durch Deine Geldanlagemöglichkeiten – im Bud Spencer Style.

 Geldanlage? Hat den Namen nicht verdient!

 Selbstgenutzte ImmobilieRechts antäuschen und mit Links die Schelle auf die Backe.

Das ist kein Investment! Das ist eine Lifestyle Entscheidung. Deine eigene Butze generiert Dir keinen Ertrag. Vielleicht hast Du das starke Bedürfnis in den eigenen vier Wänden zu wohnen. Wirklich niedlich. Mach das, wenn es Dich glücklich macht. Aber bilde Dir nicht ein, Du wärst hier ein Anlagefuchs. Wenn Du Vermögen aufbauen willst, dann solltest Du besser mieten und Deine Asche vernünftig investieren.

Lebensversicherung und RentenversicherungJetzt fliegt die Faust von ganz oben zentral auf die Platte.

Du bist wohl ein ganz Schlauer und willst hier auf Nummer sicher gehen. Dein Anlageverkäufer lobt Dir die Produkte in den Himmel. Und überhaupt, das machen ja alle anderen auch. Lass Dir eins gesagt sein. So etwas schließen nur Vollidioten ab. Beispiel gefällig? Schau mal hier rein.

Die Grundidee passt schon und es werden auch fleißig Steuergelder hinterhergeworfen. Aber der Teufel steckt im Detail. Die Kosten fressen Deine Rendite auf – im besten Fall. Im schlimmsten Fall darüber hinaus auch noch Deine eingezahlten Beiträge. Das ist intransparenter und unflexibler Kuhschiss.

Tagesgeld und SparbuchDa wird die Kokosnuss mit einer Hand zerdrückt.

Das ist geeignet um Deine Cash-Notreserve zu parken, mehr aber auch nicht. Du kannst froh sein, wenn die Rendite über der Inflation liegt. Tut sie aber wahrscheinlich nicht. Dem Sparbuch spreche ich direkt mal seine Daseinsberechtigung ab! Das ist ungefähr so zeitgemäß wie ein Commodore 64.

Betriebliche AltersvorsorgeSchwitzkasten bis die Birne glüht.

Die meisten dieser Dinger sind reine Abzocke. Die Gebühren zehren die Vorteile wieder auf. Schau Dir also genau an, was Du da abschließt. Wahrscheinlich wirst Du über den Tisch gezogen.

Wenn Dein Arbeitgeber ordentlich was dazu buttert, und Du wirklich das Kleingedruckte geistig verarbeiten kannst, dann macht es vielleicht sogar Sinn.

Riester- und Rürup-Rente Mit beiden Händen seitlich volles Pfund auf die Rübe bis die Ohren schlackern.

Die beiden Herren gehören in den Knast. Das ist staatlich subventionierte Anleger-Abzocke von der schlimmsten Sorte. Hat eine ganze Generation von Finanzberatern reich und Anleger arm gemacht. Der perfekte Mix aus überhöhten Provisionen und intransparenten Strukturen. Wenn es dabei nur bliebe. Am schlimmsten sind die Steuergelder, die für diesen Mist verschleudert werden. Das ist Teufelszeug. Du bekommst Finanzglück-Verbot, wenn Du Dich entschließen solltest, so ein Ding abzuschließen.

Festgeld – leichter Klapser auf die Backe.

So langsam realisiert auch der letzte Sparer, dass in unserer fröhlichen Mario-Draghi-Welt Festgeld nicht wirklich zu den Renditeturbos zählt. Festgeld kommt für Dich nur in Frage, wenn Du die Asche nicht langfristig anlegen kannst, sondern früher brauchst.

Edelmetalle inkl. GoldMit der rechten Faust direkt in die Kauleiste

Liebling unter den Weltuntergangsverkündern. Edelmetalle schaffen an sich keinen Mehrwert. Die liegen einfach nur da und kosten ggf. noch Geld, um es zu lagern (außer Du verbuddelst es in Omas Schrebergarten). Es fließen keine Dividenden, Mieten oder Zinsen. Brauchst Du nicht. Das kannst Du besser.

In was würde Bud Spencer investieren?

Jetzt weißt Du schon mal was Du nicht brauchst. Das macht es einfach. Du investierst Dein Geld in das, was noch übrig bleibt. Was ist das? Du ahnst es schon.

Aktienmarkt und vermietete Immobilien.

Warum? Weil der Finanzglückliche das so macht. Und wahrscheinlich Bud Spencer auch. Hat er mir zwar nicht direkt erzählt, aber da er ein Fuchs ist, muss es ja so sein. Und wir beide können uns ja wohl kaum irren.

Also, lass die Finger von dem ganzen anderen Murks und fang an, Deinen Schotter richtig zu investieren.

Bud, ich hoffe Du bist stolz auf mich!

 

So, jetzt ziehe ich mich schon mal warm an. Die Kneipen-Keilerei kann beginnen…

 

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34 Kommentare

  1. Witziger Beitrag, Nico!

    Weil es hier mal wieder erwähnt wird, wie schlecht doch Riester und Rürup sind, hab ich eine Bitte.
    Schreib doch mal einen Artikel in dem du genau vergleichst (am besten natürlich mit Zahlen) wie viel schlechter Riester im Vergleich zu einem ETF Sparplan abschneidet.

    Das wär echt super!

    1. Bud Spencer würde vermutlich in Fluggesellschaften investieren.

      Ich denke, dass die eigene „Butze“ die Kaltmiete – Instandhaltunskosten „erwirtschaftet“. Ich verstehe nicht, warum es sinnvoll ist gleichzeitig zu mieten und zu vermieten. Hat das steuerliche Gründe? Wie kann es sich sowohl für meinen Vermieter lohnen an mich zu vermieten, als auch für mich bei ihm zu mieten? Einer von beiden muss da doch einen schlechten Schnitt machen?

      Ich finde deinen Blog sehr gut und am besten gefallen mir die persönlichen, konkreten Erfahrungsberichte. Dieser Eintrag gefällt mir trotz der lustigen Verpackung nicht so gut. Ähnliche Übersichtsartikel gibt es ja wie Sand am Meer und laufen eigentlich immer darauf hinaus, den Sachverhalt zu einfach darzustellen. Letztlich kann man nämlich bei jedem Punkt sagen: Es kommt ganz auf die persönliche Situation und das vorliegende Produkt an. Man muss halt alles mal durchrechnen.

      1. „Es kommt ganz auf die persönliche Situation und das vorliegende Produkt an. Man muss halt alles mal durchrechnen.“
        Ich arbeite in der Branche als Makler und kann immer nur diese Aussage unterstreichen.
        Beispiel Riester: Man kann viel gegen dieses Produkt zu Felde führen. Aber in bestimmten Konstellationen, z.B. Ehepartner mit 450,- € – Job und fünf Kindern (habe ich gerade in Bearbeitung, zugegebenermaßen extrem, auch durch das Alter des Riester-Sparers) ist es durchaus lohnend für den Sparer. Aktuell und bis zum Rentenbeginn des Sparers eine Zulagenhöhe von 1.309 € jährlich bei 60,- € Eigenanteil. Jetzt noch einen guten Anbieter und wir reden von 49,64% Rendite pro Jahr. Ohne Zinsgewinne nur aus Eigenbeitrag plus Zulagen. Zum Nachschauen:
        http://www.zinsen-berechnen.de/sparrechner.php?paramid=v1m6pntc7a
        Das kam mir so auch noch nie unter, aber über 10% durch die Kinderzulagen sind häufig drin.

  2. Hallo Nico,

    na, wenn Du schon so zur Kneipenkeilerei aufrufst…

    Ganz entsprechend des Titels müsste Dir Bud Spencer jetzt aber „auch noch einen auf die 12“ verpassen, gell? 😉

    Das solche Pauschalurteile über Produkte wirklich nur das sind – Pauschalurteile – weißt Du sicher selbst. Die witzige Idee mit einem Held meiner Kindheit (heute schäme ich mich wirklich dafür, was ich als Kind alles so witzig fand: angefangen bei Louis de Funes über Didi Hallervorden und Bud Spencer) mag Dich dazu verleitet haben, so einen Hau-Drauf-Artikel zu verfassen. Aber genau so funktioniert Geldanlage eben nicht.

    Es mag Anlagevehikel geben, die man selber favorisiert und die nüchtern betrachtet auch in vielen Fällen sinnvoll sein mögen, aber jeder Fall ist nun mal anders und muss individuell betrachtet werden.
    Selbst das „gute, alte“ Sparbuch würde ich einem alten Mütterchen nicht ausreden, wenn sie ihre Überschüsse dort parken würde. Die gute Frau soll ruhig schlafen können und mit so neumodischem Zeugs wie Tagesgeld und Onlinebanking brauchst Du der nicht kommen. Und wer nicht sicher ist, wann er irgendwann in den nächsten Monaten einen größeren Betrag verfügbar haben muss, würde von mir jeden Segen erhalten, dies über ein Tagesgeldkonto bereitzuhalten. Auch bei anderen Produktklassen gibt es Sonderfälle (wie von Ente Lippens angeführt).

    Die Quintessenz Deines Artikels „Aktienmarkt und vermietete Immobilien.“ finde ich dann auch sehr befremdlich. Keine schwankungsarmen Anlagen neben den Aktien (mit Ausnahme eines Notgroschens)? Alles in Aktien und vermutlich einen Kredit für vermietete Immobilien? Sorry, aber mir wäre dieser Anlagestil doch etwas zu risikant. Vielleicht habe ich aber auch nicht die stahlharten Nerven eines Bud Spencers ;-P.

    Lieben Gruß
    Dummerchen

  3. Der Beitrag vereinfacht zu sehr? Pauschalisiert, wo eigentlich eine differenzierte Darstellung geboten wäre? Das kann doch nicht Euer ernst sein. Jetzt gibt es von mir tatsächlich noch einen auf die 12!

    Hier ist das kleine Gewinnspiel: Von den sieben oben kritisierten Anlagemöglichkeiten nutze ich selber vier. Welche sind das?

    Wer es als erster errät wird im nächsten Newsletter namentlich gewürdigt!

    1. Hallo Nico,
      Rentenversicherung, Tagesgeld, selbstgenutzte Immobilie sind relativ klar.
      Bleibt noch irgendwas aus dem Bereich Riester, Rürup, bAv, Edelmetalle und Festgeld. Ich tippe auf letzteres. Falls ich mit dem Tipp aber in deinem Newsletter als „Spaßbremse des Monats“ genannt werde, verzichte ich gerne darauf 😉

      Und ja. Das ist unser voller Ernst 😀 – herrlich, so eine Kneipenkeilerei…

      Liebe Grüße
      Dummerchen

  4. Hallo Nico,

    du hast in dem Artikel klassische Anlagemythen aufgeklärt.

    Aktien und vermietete Immobilien sind eine vernünftige Geldanlage.

    Das Investieren in das eigene Business könnte man auch noch hinzu nehmen.

    MFG Philipp

  5. Ich tippe auf:
    Rentenversicherung, Festgeld, vermietete Immobilien und Aktienmarkt.
    (und der Bibliotheksausweis…den darf man nicht vergessen), aber vermutlich liege ich falsch.

    Ich war immer ein Fan von Louis de Funes… habe vor kurzem erlebt, wie ein Vater ihn seinen beiden kleinen Töchtern in der Straßenbahn beschreiben wollte (Sonntag nachmittags zeigen manche Sender ja gerne alte Louis-Filme… er freute sich sehr drauf, die Töchter…. hmmmm…..“Gibt’s den auf Facebook?“…)
    Hier in meiner Nähe (im Ländle) hat ja eine engagierte Stadtbevölkerung mit dem Wunsch nach dem „Bud-Spencer-Bad“ ein Zeichen gesetzt. *love-it*

    1. Das Bud-Spencer-Bad. Brillant! Gibt es ja wirklich 🙂

      Also, der Preis ist noch zu haben. Gibt es ja gar nicht! So gut kennt Ihr mich? Da muss ich hier wohl noch etwas mehr leisten.

      Dummerchen und Finanzr sind ja schon ganz knapp vorbeigesäbelt. Ich lege weder in Festgeld an noch besitze ich Edelmetalle.

      Das Rätsel muss doch zu lösen sein. Jeder darf noch mal ran!

      1. Rentenversicherung, selbstgenutzte Immobilie (hier würde mich ein Artikel interessieren, wie groß die (vielleicht negative Rendite hier ist) und Tagesgeld sind ja schon bekannt. Ich vermute mal, dass du auch noch eine betriebliche Altersvorsorge besitzt.

      2. Ok, ich probiers nochmal!
        Rentenversicherung, Tagesgeld/Sparbuch, Betriebliche Altersvorsorge und Immobilie?
        Wenn ich wieder falsch liege, geb ich dir ein Bier aus…

      3. Hallo Nico,
        die ersten drei von mir genannten Tipps waren ja klar, wenn man Deinen Blog intensiv verfolgt.
        Mit Rürup kennst Du Dich nicht so aus (http://finanzglueck.de/finanzfehler-rentenversicherung-teil1/#comment-257) und Riester hast Du auch nicht (siehe oben).
        Damit blieb ja nur Festgeld, Edelmetalle oder bAv – somit sollte es *eigentlich* mit dem Tipp der bAv gelöst sein.

        ABER: In Deinem RV-Artikel (Teil 3) schreibst Du fleißig im Wechsel von einer RV („Eigentlich sollte es nur einen Beitrag über meine fondsgebundene Rentenversicherung geben“) und einer LV („Die Lebensversicherung wird ab Ende des Jahres steuerfrei sein.“). Demnach hast Du beides 😛 !

        Liebe Grüße
        Dummerchen

        PS: Übrigens sehr geschickt – wie Du mit Deiner Nebelgranate „Gewinnspiel“ von der „pösen Kritik“ abgelenkt hast 😉 !

        1. Dir entgeht aber auch nichts!

          In diesem Fall habe ich mich allerdings verschrieben. Ich meinte hier statt Lebensversicherung auch meine Rentenversicherung. Letztere ist technisch gesehen auch eine Lebensversicherung (und wird in der Police auch so genannt) aber um hier nicht komplette Verwirrung zu stiften, habe ich versucht, den Begriff zu vermeiden. Ist leider nicht immer gelungen 🙂

      4. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!!Das Rätsel ist gelöst. Jetzt sind die richtigen Lösungen ja nur so reingepurzelt. Ihr habt es eigentlich alle verdient, die hohe Ehre der Erwähnung im Finanzglück Newsletter zu erhalten. Well done. Ich hatte mir als Plan B schon überlegt, die Lösung selbst zu schreiben und mich zu erwähnen 🙂

        Ich habe tatsächlich ein Tagesgeldkonto, eine eigene Immobilie, eine Rentenversicherung und eine bAV. Aber der Reihe nach.

        Tagesgeldkonto: Habe ich, aber eher aus historischen Gründen. Seitdem ich meine Notreserve auf ein bis maximal zwei Monatsgehälterruntergefahren habe, liegt die Kohle auf dem Girokonto.

        Eigene Immobilie: eine Herzensentscheidung. Nach vier Jahren mieten in London, wo man als Mieter ähnlich einer Küchenscharbe behandelt wird (und auch nur deren Rechte besitzt), hatten Frau Finanzglück und ich beide den Wunsch in den eigenen vier Wänden zu wohnen. Hier haben wir volle Entscheidungsgewalt. Ich glaube nicht, dass dies eine schlechte Finanzentscheidung ist – aber eben auch keine sehr gute. Rein aus Renditesicht hätte ich mein Geld anders investiert.

        Rentenversicherung: War ein Griff ins Klo. Dazu habe ich ja hier schon ausreichend geschrieben.

        Berufliche Altersvorsorge: Da ist mein Arbeitgeber recht großzügig. Auf jeden Euro den ich einzahle, legt er noch mal zwei oben drauf. Die Kostenquote scheint noch im grünen Bereich zu liegen. Hier gilt also tatsächlich: es kann Sinn machen, aber es kommt auf die Details an. Ich bin kein Experte. Aber mein Eindruck ist, dass es nur Sinn macht, wenn der Arbeitgeber auch seinen (hohen) Beitrag leistet.

        Ihr seht also, ich selbst lebe den Beitrag oben nicht wortgetreu. Es kommt tatsächlich drauf an. Es mag manchmal so sein, dass jede dieser oben kritisierten Anlagemöglichkeiten Sinn macht – unter Umständen (und Bauchschmerzen) vielleicht sogar der Riester.

        Wie immer leben die Beiträge hier auf Finanzglück hier von Euren Kommentaren. Macht weiter so!

  6. Zitat: „Ich hatte mir als Plan B schon überlegt, die Lösung selbst zu schreiben und mich zu erwähnen 🙂 “
    Frechdachs! 🙂
    Gruß an alle hier und einen guten Wochenstart wünsche ich (ob nun mit oder ohne betriebliche Altersvorsorge! ;-).

  7. Sehr schöne Idee – da bekommt man direkt Lust auf die alten Film-Schinken 🙂
    Gut, dass anhand der Diskussion über die Kommentare noch die Vorteile der Betrieblichen Altersvorsorge deutlich geworden sind. Ich sehe das auch unter dem Aspekt Diversifikation. Auch wenn die Rendite nicht so pralle ist wie am Aktienmarkt, so ist es doch eine sehr sichere Anlageform und komplett unabhängig von den anderern (>Asset Allokation).
    Und in der Regel schießt ja der Arbeitgeber was dazu.

    ich bin mal gespannt, was bei meiner bAV irgendwann mal rauskommt 🙂

    Viele Grüße
    Felix

  8. Hallo,

    du hast hier einen tollen Blog. Ich schaue immer wieder bei Dir vorbei.
    Zwei Fragen habe ich jedoch.

    Auch ich investiere in Aktien-ETFs. Zudem habe ich eine kleine Immobilie vermietet.
    – Reizt es dich eigentlich auch mal, in Einzelaktien zu investieren? Beispielsweise Dividenden-Aristrokraten (Johnson & Johnson, Coca Cola, P&G, usw…)?
    Ich ertappe mich immer wieder, dass ich mit dem Gedanken spiele hier direkt in Aktien zu investieren. Grundgedanke ist hier, 1. von (überdurchschnittlichen) Dividendensteigerungen zu profitieren und 2. ein krisenfestes, konservatives und stabiles Portfolio (z. B. mit großem Anteil aus den Sektoren Nahrungsmittel- und Gesundheit) innezuhaben.
    – Wie hoch ist eigentlich deine Tilgungsleistung bei deinen Immos? Hast du hier eine bestimmte Zielvorstellung? (z. B. in 15 Jahren schuldenfrei). Oder versuchst du hier, alles bzw. den größten Teil in die ETFs zu hauen und relativ wenig zu tilgen (hohe Eigenkapitalrendite)?

    Ich wäre sehr dankbar, wenn du deine Einschätzungen/Antworten geben könntest.

    Viele Grüße
    Alfonds

    1. Moin Alfonds,

      vielen Dank! Freu mich Dich hier zu sehen.

      Ich würde gar nicht ausschließen wollen, irgendwann auch mal in Einzelaktien zu investieren. Ob ich damit dann Renditetechnisch besser fahre, weiß ich nicht. Aber es würde mir vielleicht Spaß bereiten. Wenn ich das mache, dann aber richtig. Dafür fehlt mir im Moment die Zeit und ehrlich gesagt auch die Lust. Passives investieren passt einfach besser zu meiner jetzigen Lebenssituation.

      Die beiden Wohnungen in Berlin zahlen sich in den nächsten (höchstens) 10 Jahren selber runter, wenn es keine bösen Überraschungen gibt. Das passt. Beim Haus muss ich mal schauen. Wir haben eine recht hohe monatliche Tilgung und ich sondertilge jedes Jahr noch mal einen Teil. Das langt aber nicht, dass ich die Immobilie in den nächsten 10 Jahren schuldenfrei ist. Dann müsste ich entweder eine hohe Abschluss Zahlung machen (einen Teil der ETFs verkaufen) oder den Kredit weiter tilgen oder die Hütte verscherbeln und damit den Rest abzahlen. Letzteres ist ein gar nicht so unrealistisches Szenario. Die finanzielle Freiheit wird die Finanzglück Familie wohl eher in einer günstigeren Wohngegend genießen. Vielleicht vermieten wir das Haus dann auch. Zusammen mit der Miete aus den beiden Wohnungen reicht das schon fast um unseren Lebensstandard zu finanzieren. Mal schauen. Es gibt viele Optionen. Irgendwas wird schon passen.

      VG, Nico

  9. Prima Artikel … herrlich und ich bin auch der Meinung, man kann sehr wohl einer alten Dame das Sparkonto ausreden und ihr eine bessere alternative Unterbreiten! Nur weil ein Mensch eine andere Lebenserwartungen besitzt oder auch einen andere Lebensplanung verfolg, sollte man diesen die guten sinnvollen Dinge des Lebens vorenthalten…. hmmmm das finde ich ehrlich gesagt schon eher unverantwortlich. Beispiel ein befreundetes Ehepaar 76 und 78 Jahre haben mir vor 2 Jahren von Ihrer vermieteten Immobilie erzählt, welche gerechnet an den möglichen Verkaufswert weniger als 1% Rendite abgeworfen hat. Mein Rat war Verkaufen und in Ausschüttende ETF Anlegen. Sie haben meine Rat befolgt und haben seitdem monatlich mehr Geld durch die Auschüttungen zur Verfügung als durch die Miete und sollten sie jemals nochmal Cash benötigen steht das Geld schnell zur Verfügung.

    Also fehlenden Mut zur Empfehlung bitte nicht immer auf das Alter oder die Lebenssituation abschieben!

    Nochmal der Artikel ist super und im Kern absolut richtig!
    Beste Grüße
    Fiete

    1. Hallo Fiete,
      man könnte vermuten, dass Dein Kommentar eine Antwort auf meinen obigen Kommentar sein soll. (Ansonsten schrieb ja niemand, dass man einem „alten Mütterchen“ das Sparbuch nicht ausreden sollte.)
      Ich fürchte, wir haben unterschiedliche Auffassungen, was „alte Mütterchen“ sind. Wenn jemand noch geistig dazu in der Lage ist zu verstehen, was ausschüttende ETFs sind – immer zu, dann soll er/sie meinetwegen darin investieren. Ob das befreundete Ehepaar nach dem nächsten Börsencrash immer noch so begeistert sind, wird man dann sehen. Aus der Ferne kann ich nicht beurteilen, ob sie geblickt haben, dass ihr Vermögen, das sie vielleicht vererben oder auch ver-leben wollen, durchaus Schwankungen unterworfen ist und auch die Dividenden sinken können.

      Fehlenden Mut zur Empfehlung sehe ich hier übrigens nicht – mein „altes Mütterchen“ wäre schlichtweg vom Online-Banking überfordert und will auch keine Schwankungen im Vermögen. Es ist erzkonservativ.
      Ich empfinde es eher fahrlässig, wenn man meint, die Situation des Ratsuchenden ohne intensive Diskussion einschätzen zu können. Es gibt oftmals mehrere Lösungen, auch wenn man selbst eine favorisieren würde – man muss aufpassen, sich nicht selbst als Maßstab zu nehmen. Ich wüsste sehr wohl, was ich mir empfehlen würde, aber das lässt sich nicht pauschalisieren. Schließlich ist nicht nur Rendite entscheidend. Das Produkt will verstanden sein und zwar sowohl bezogen auf Vor- wie auch Nachteile.

      LG
      Dummerchen

      1. Hallo Dummerchen,

        natürlich ist von Fall zu Fall zu unterscheiden. Ganz klar, da bin ich auch bei Dir, eine Empfehlung einer Ex-Beliebigen auszusprechen ohne entsprechende weitreichende Informationen ist sehr fahrlässig! Nur gilt dies mit Sicherheit für jede Altersgruppe!

        Ich sehe es im Großen aber wie Nico und halte die angesprochenen und aus meiner Sicht auch absolut zurecht für schlecht befundenen Geldvernichtungsvehicle, einfach im Bezug auf Investment und Kapitalanlage zur Vorsorge für absolut untauglich und kann jeden davon nur abraten! Es gibt bessere Möglichkeiten. Das wollte ich mit meinem Kommentar zum Ausdruck bringen. Dein Kommentar mit dem Beispiel der „alten Dame“ wird leider sehr häufig als Argument für das akzeptieren einer schlechten Anlage vorgeschoben. Tatsächlich sehe ich es anders. Wenn jemand kein Finanzinteresse hat, wird er hier nicht lesen und somit auch keine falschen Schlüsse ziehen. Jemand der hier liest, hat finanzielles Interesse und sollte sich entsprechend damit auseinander setzten wollen, egal wie alt der Leser auch sein mag.
        beste Grüße
        Fiete

        1. Ach, Fiete,
          keine Ahnung, was von wem häufig als Argument für das Akzeptieren vermeintlich schlechter Anlagen vorgeschoben wird.
          Ich habe lediglich einen Fall genannt, indem sogar das unrentabelste Vehikel (Sparbuch) noch einen Sinn haben kann. Du verallgemeinerst mir mein Beispiel ein wenig arg. Ich will niemandem zum Akzeptieren einer schlechten Entscheidung aufrufen und auch keines der „Voll-Auf-Die-Zwölf-Produkte“ bejubeln.

          Mir geht es um eine reflektierte, individualisierte Betrachtung der Situation eines jeden Anlegers. Nur darum. In meinem Beispiel will die alte Dame keine „Kapitalanlage zur Vorsorge“ mehr mit den 50€ betreiben, die ihr von ihrer Rente am Monatsende noch übrig sind. Die will nur das Geld an Weihnachten ihrem Enkel in die Finger drücken können und ihm zuflüstern „Aber sag Deinen Eltern nichts“. Zumindest meine Oma war so eine Person.

          Das alles finde ich weder „unverantwortlich“ noch zeugt es von „fehlendem Mut zur Empfehlung“. Gegen diesen Vorwurf wehre ich mich.

          Gruß
          Dummerchen

          1. Moin Dummerchen,

            so weit sind wir doch gar nicht auseinander und ein bisschen kontroverse ist ja gar nicht so schlecht. Damit möchte ich diese Diskussion auch beenden.

            Weiter möchte ich mich entschuldigen, dass du dich offensichtlich persönlich angegriffen fühlst. Ich möchte keinen hier persönlich in irgendeiner Form angreifen, beleidigen oder in sonst wie diffamieren. Sollte wir uns auf einen User Treffen einmal persönlich begegnen freu ich mich drauf und hoffe wir stoßen freundschaftlich auf einen tollen Abend an 🙂
            Beste Grüße
            Fiete

          2. Hi Fiete,

            keine Angst – kontrovers zu diskutieren finde ich auch richtig und wichtig. Bin ja gerne mal jemand, der nicht exakt die Meinung des Blogautors vertritt. Wichtig ist mir allerdings, dass die Kritik an der Sache und nicht an der Person geäußert wird.

            Ich freu mich auch schon aufs Anstoßen 🙂 ! Unsere räumliche Distanz (Du bist doch garantiert ein Nordlicht, oder?) macht es zwar etwas unwahrscheinlicher, aber das gelingt schon noch. Also, alles gut.

            LG
            Dummerchen

  10. Ich sehe das wie Dummerchen, mein „altes Mütterchen“ ist auch erzkonservativ und hat weder Zeit noch Nerven sich mit der Materie zu befassen. Ihre Kinder im übrigen auch nicht immer (ich eingeschlossen). Mir ist v.a. wichtig, dass sie nicht gutgläubig jedem Bankberater alles „abkauft“ (im wahrsten Sinne des Wortes), sondern dessen Empfehlungen durchschaut und hinterfragt, mehr „verlange“ ich gar nicht von ihr. Es muss weder der jahrelange Bausparvertrag sein noch die risikoreiche Fonds-Anlage, da gibt’s noch ein paar Nuancen, immer mit Blick auf deren Lebensumstände.

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