Freitagsfrage: Spendest Du?

Willkommen zur Freitagsfrage!

Hier geht es wieder mal um Deine Meinung. Ich gebe eine kurze Einleitung zu einer konkreten Frage. Dann übernimmst Du die Show. In den Kommentaren kannst Du Dich zu diesem Thema direkt mit den anderen Lesern austauschen und so die Diskussion gestalten.

Heute sind wir generös.

Spenden oder Sparen?

Das Thema Spenden beschäftigt mich schon länger.

Einerseits halte ich es für eine wichtige Sache. Mir geht es sehr gut während es andere, aus welchen Gründen auch immer, deutlich schwerer haben. Etwas für gute Zwecke abzugeben und anderen zu helfen erscheint mir daher sinnvoll. Und es macht mich glücklicher.

Andererseits fehlt natürlich jeder Euro, der gespendet wird, für den Vermögensaufbau. Damit schiebt sich mit jeder Spende die finanzielle Freiheit ein kleines bisschen zurück.

Madame Moneypenny hat in ihrem letzten Beitrag über ihrer Sparrate geschrieben, dass sie mehr Geld für Spenden ausgibt, als für die Kostenblöcke Transport und Freizeit zusammen. Sie empfiehlt 10% der Einnahmen für gute Zwecke weiterzugeben.

So hält es die Finanzglück-Familie

Frau Finanzglück und ich haben vor ein paar Jahren entschieden jedes Jahr einen kleinen vierstelligen Betrag für gute Zwecke zu spenden.

Wofür?

Das ändert sich jedes Jahr. Der Betrag wird meist auf verschiedene Projekte verteilt. Je nachdem was uns gerade beschäftigt.

Mal ist es Krisenhilfe, wenn wieder mal irgendwo die Post abgeht. Oder Krebsforschung, wenn jemand betroffen war, der uns nahe stand. Oder wir finden etwas Sinnvolles wenn wir reisen, wie z.B. Bücher für eine Schule in Jamaika vor ein paar Jahren.

Ist das der richtige Ansatz und passt der Betrag? Keine Ahnung.

Mich würde interessieren, wie Du es damit hältst.

Spendest Du?

Und wenn ja, wieviel und wofür?

Ich bin schon gespannt auf Deinen Kommentar.

 

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30 Kommentare

  1. Hey,
    ich spende jetzt auch seit über zwei Jahren aktiv. Immer 5 % des aktuellen meines Einkommens.

    Das Geld fließt bei mir dabei in Patenschaften in die SOS Kinderdörfer nach Afrika. Da meiner Meinung Kinder (wie auch Tiere,Pflanzen,…) am wenigsten für die ganzen Dinge können, welche ihnen passieren. Daher wähle ich schon sehr speziell meine Spenden aus und versuche dort auch auf die Kostenstruktur der Organisation zu achten.

    Demnächst wird wohl noch Ärzte ohne Grenzen hinzukommen.

    Gruß,
    mafis

  2. Hi,

    ja. Wir spenden seitdem wir mit dem Vermögensaufbau begonnen haben. Es geht uns hier so gut, dass wir andere an unserem Wohlstand teilhaben lassen möchte. Wir haben mit kleinen Summen begonnen – seitdem ich aus der Kirche ausgetreten bin, habe ich meine Spendensumme sogar nochmal erhöht.

    Mich persönlich erfüllt eine Spende mit dem Gefühl, dass es mir richtig gut geht – ich empfinde es also nicht als Dämpfer für meinen Vermögensaufbau (nominell mag das trotzdem so sein), sondern als Motivation, am Ball zu bleiben und auch weiterhin mit dem Geld Gutes tun zu können. Wer sich nicht sicher ist, ob sein Geld tatsächlich in guten Händen landet – diese Einwände werden sicherlich noch in der Diskussion auftauchen – kann ja z.B. beim DZI mal nachschauen. Wir haben aber auch schon Spenden an andere Organisationen geleistet, die dort nicht gelistet waren. Ein befreundetes Pärchen hat ein Frühchen zur Welt gebracht und dabei große Hilfe einer Organisation erfahren, die im letzten Jahr großzügig bedacht wurden. Auch andere lokale Projekte (Obdachlosenhilfe) aber auch die „typischen“ Krisenorganisationen (Deutschland hilft, DRK) erhalten von uns Spenden.

    Ich denke, das Thema Spenden ist sehr individuell – nicht jeder ist dazu bereit, Geld für etwas auszugeben, das vermeintlich vom Staat (und damit dann von allen) unterstützt werden müsste. Für mich gehört es dazu, mit meinem Geld etwas der Allgemeinheit zurückzugeben, aber jeder ist da sicher etwas anders gestrickt.

    Liebe Grüße
    Dummerchen

  3. Ich spende auch jeden Monat. Immer 25-50 Euro! Ich suche mir jedes Mal neue Projekte, bei denen ich spende. Hauptsächlich aber für Tierschutz und Kinder.

  4. JA NATÜRLICH!
    Es gibt so viele Hilfebedürftige und immer mit dem Finger auf den Staat zeigen finde ich ehrliche gesagt ziemlich armselig!
    Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter, und arrangiere mich für Projekte. Natürlich ehrenamtlich. Eine kleine Spende hilft keine Frage , aber mit Einsatz und Hirnschmalz gelingt es uns oft mehr als 100k einzusammeln! Bin mir noch nicht sicher, aber den Gedanken trage ich schon mit mir rum, ob wir nicht in der Bloggerszene eine initiative ergreifen „Finanzblogger helfen“ oder wie auch immer, da seid ihr alle kreativer als ich. Aber jeder ruft mit einer Spendenseite für eine Spende auf, wir eröffnen ein Spendenkonto und zu gegebener Zeit wird der Betrag gespendet. So oder so ähnlich sieht jedenfalls mein „Prototyp“ in meinem Kopf aus.

    Also Danke für die Frage, vielleicht wird ja wirklich großes daraus!
    Achja wer Sonntag in Hamburg ist und mal „Spendenhelferluft“ schnuppern möchte ich herzlich eingeladen. Am 23.04. (HASPA-MARHTON in Hamburg) ist unsere „großer Sammeltag“ und wir trainieren dafür!

    1. Eine tolle vision! Am Ende gibt es eine stiftung oder einen verein, der zb in ein breit gestreutes, ertragsorientiertes wertpapierdepot investiert. 2/3 der jährlichen Ertäge werden gespendet, 1/3 reinvestiert. Ich würde Mitglied werden!

      Ach, zum topic: Wir spenden auch. Unterstützen je gleich lokale Gruppen (Kinderkrebshilfe, Palliativ Medizin..) und internationale projekte, zB auch mit einem betrag in mikrokreditfonds (gibts zb bei der gls bank oder bei oxfam). 10% allerdings – wow respekt, aber bei uns ist es doch deutlich weniger!

  5. Hallo,
    mich hat der Ansatz von Madame Moneypenny auch beeindruckt: sparsam leben (z.B. 1 Jahr lang keine Kleidung kaufen), viel investieren – und dabei noch 10% des eigenen Einkommens spenden. Hut ab!

    Momentan spende ich nichts im klassischen Sinn (mehr dazu wie ich das meine weiter unten), habe mir aber schon vor diesem Artikel immer mal wieder Gedanken darüber gemacht. Wie bzw. an welche Organisation spenden so dass
    -es möglichst sinnvoll ist,
    -viel bringt (neudeutsch: großen Impact hat)
    -und so viel wie möglich dort ankommt wo es benötigt wird (und nicht etwa zu viel für Werbung und Verwaltung drauf geht)?
    Ich hatte dazu mal Seiten entdeckt, die Organisationen in Hinblick auf Transparenz, Kosteneffektivität usw. untersucht. Ich meine das waren
    – Givewell http://www.givewell.org
    – Institut für Effektiven Altruismus: https://ea-stiftung.org/wohin-effektiv-spenden/
    Noch habe ich mich für keine Organisation entschieden für die ich spenden werde, möchte das aber dieses Jahr endlich mal schaffen. Deine Freitagsfrage ist da eine gute Erinnerung daran! Super auch, dass du hier so unterschiedliche Fragen zur Diskussion stellst.

    „Nicht im klassischen Sinn spenden“ – damit meine ich: an Hilfsorganisationen und ähnliches, mit Spendenquittung und so. Wenn man das Spenden etwas weiter fasst, dann spende ich schon.
    Ich habe einige Jahre freiwillig mehr Miete gezahlt in meiner WG/Mehrgenerationen-Lebensgemeinschaft und damit ermöglicht, dass Leute dort leben konnten, die sich das sonst nicht oder nur schwer hätten leisten können. Das ist ein System des Gebens und Nehmens, mal kann man mehr zahlen, mal weniger (wegen Studium, Kindern, Arbeitslosigkeit…). Wenn man gerade weniger zahlen kann, hat man dafür vielleicht mehr Zeit und kann nützliche Dinge tun wie Pakete annehmen, lecker für alle kochen, Auto zur Werkstatt fahren etc.
    Vor kurzem bin ich in eine neue WG umgezogen, eine Art Ableger der ersten. Da zahlen wir alle gleich viel Miete. Bei der Kaution war aber klar, dass der einzige Student unter uns keine zahlt und wir anderen das übernehmen.

    Bei meinen Ausmist-Aktionen der letzten Jahre habe ich viel verschenkt (öffentliches Bücherregal, Kleiderspende, an Geflüchtete, Kram zum verschenken vor die Tür gestellt…). Am Ende hatte ich auch einige meiner Mitbewohner angesteckt und wir haben etliche Kisten Bücher und Flohmarktartikel an eine Art Tierheim gespendet.

    Um noch mal auf das Spenden im klassischen Sinne zurück zu kommen: wir leben hier in Deutschland wie die Maden im Speck (sicher gibt es auch Ausnahmen) und wir die wir Vermögen aufbauen haben so viel.

    1. Hi Julia,
      wie ich effektiv spenden kann, habe ich mich auch schon des Öfteren gefragt. Ich will ja mein wohlverdientes Geld auch wirklich dort wissen, wo ich es erwarte. Nicht in irgendeinen Marketing Budget oder so. Vielen Dank für die Links. Die werde ich mir mal anschauen.
      VG, Nico

  6. Wir spenden seit der Zeit als junge Erwachsene ca. 10% unseres Brutto-Lohns an versch. Werke (KinderNotHilfe, WorldVision, Movida, unsere christliche Gemeinde, u.a.)
    Wir verstehen uns als Geschoepfe, die aus Gnade hier auf der Erde leben. Weil wir viel Gnade erfahren, geben wir auch gerne etwas davon zurueck.
    Wir glauben, das Spenden ein bisschen helfen koennen, um sich Ein-zu-norden:
    – Bescheidenheit („Soll ich xy kaufen/ausgeben? Es koennte soundso viele Patenschaften ermoeglichen“).
    Natuerlich koennen wir auch dankbar mal was verprassen :-), keine Angst …
    – Besinnung: Beim Spenden gestehen wir auch ein: Es gibt so viele, die weniger haben, die weniger Moeglichkeiten haben, die einfach in sehr viel schwierigeren Verhaeltnissen zur Welt gekommen sind …
    und vor allem: Nein, es ist nicht alles unser Verdienst! sondern Gnade.
    Wir hatten Glueck (bzw empfinden es als Segen, da wir alles in unserem Leben versuchen auf Gott zu beziehen).
    Spenden sind immer freiwillig, kein Muss und auch kein Rezept („wenn ich anderen was abgebe, faellt es irgendwie auf mich zurueck“?!).
    Es ist eine Einstellung (du kannst ja auch Zeit/Hilfsbereitschaft/Engagement/Wissen spenden). Sie macht gluecklich und ist Ausdruck von gluecklich sein.
    Oder was meint Ihr?

  7. Oh, bin es mal wieder ich der sich als der „moralisch Unterlegene“ outet? 😉

    Ich spende nur sehr selten. Wenn ich mich dazu durch ringe, dann meist bei (Natur-)Katastrophen die bestimmte Regionen besonders hart getroffen haben.

    Für irgendwas in Deutschland spende ich praktisch nie. Hier bin ich einfach ganz egoistisch der Überzeugung, dass ich mit den 13 Monaten Zivildienst die ich leisten musste (ja, war meine Wahl, aber ich empfand es als das geringere Übel gegenüber der Alternative), schon mehr für die Allgemeinheit „gespendet“ habe als so manch anderer…

  8. Habe viele Jahre für verschiedene Zwecke (soziale /ökologische) gespendet, derzeit aber nicht mehr. Mir geht es gegen den Strich, dass praktisch jede gemeinnützige Organisation ihre Spender anschließend jahrelang mit „Bettelbriefen“ überschüttet. Meistens mit Überweisungsträger und Flyer, immer bunt und teuer, von den Portokosten ganz zu schweigen. Wieviel Geld dafür wieder verpulvert wird, möchte man sich gar nicht vorstellen. Sorry, das muss echt nicht sein.

  9. Wir spenden jährlich für
    FFW im Ort
    Rotes Kreuz
    Musikkapelle
    Kirchenchor
    Licht ins Dunkel (Spenden bleiben in Ö. Es werden unverschuldet in Not gekommen Familien, Alleinerziehend, Behinderte unterstützt) mM nach wird unterschätzt wieviel an armut es im eigenen land gibt und dass es lediglich Glück ist gesund und arbeitsfähig zu sein.

  10. So knapp 1000 EUR pro Jahr, die gute Hälfte an einen Verein, der in Ostafrika tätig ist. Da mache ich auch selbst ein wenig ehrenamtlich mit, habe Einsicht in alle Belege, weiss also genau, wohin das Geld fließt. Dazu kommen noch 2 Patenkinder in Burkina Faso, auch von einem sehr aktiven Verein betreut, in den ich volles Vertrauen habe.
    Für Probleme in Deutschland gebe ich auch selten was, aber da sehe ich meine Kirchensteuer auch teilweise als Spende. Ich gehe nie in die Kirche und habe auch meine Zweifel an der Existenz eines Gottes, aber ich finde es gut, dass es die Kirche als Organisation und Gemeinschaft gibt, die etwas abseits des Egoismus steht. Ich habe aber auch schon mal überlegt, auszutreten und den Betrag dann zu gezielt zu spenden.

  11. Ich spende auch relativ wenig. Abgesehen von einem Los der Aktion Mensch und einer kleinen Spende für die Krebsforschung habe ich in den letzten Jahren im Prinzip kein Bargeld gespendet.

    Allerdings bin ich seit 20 Jahren aktiv ehrenamtlich tätig. Im Schnitt kommen da locker 2 Vollzeitwochen pro Jahr zusammen. Ich könnte also im Prinzip argumentieren, dass ich quasi 5% meiner Arbeitszeit spende. Neben der Zeit fallen auch echte Kosten (z.B. Fahrt- oder Übernachtungskosten) zusammen. Von daher habe ich nicht wirklich ein schlechtes Gewissen. Der große Vorteil ist außerdem, dass ich direkt den Effekt meiner „Spende“ miterlebe.

  12. yup.
    Spende seit mehreren Jahren an drei Organisationen
    -Neven Subotic Stiftung (Afrika Hilfe, 100% kommt an, jede Spende wird/wurde von Subotic nochmal verdoppelt)
    -Kinderlachen e.V – Hilfe für Kinder
    -lokale Obdachlosenhilfe

    und mit Abstrichen noch die örtliche Tafel sowie seit ca 20 Jahren PLAN mit monatlichen Mitgliedsbeiträgen.

    Set dem Kircheaustritt habe ich die Spendensumme erhöht. Ist mir einfach lieber als eine „Spende“ wo ich nicht weiss was damit passiert.

  13. Generell bin ich der Meinung, dass durch bewusstes Geld ausgeben mehr erreicht wird, als durch Spenden. Bin ich ein guter Mensch, wenn ich der Tafel und Kleiderkammer spende, aber für 7€ zum Friseur gehe und damit mit verursache, dass der Friseur auf eben diese Tafel angewiesen ist?
    Genauso empören sich manche Leute, wenn der Unternehmer für viele Millionen seine Yacht kauft, anstatt das Geld zu Spenden. Übersehen wir dabei, dass davon etliche Menschen beim Hersteller und den Lieferanten und allem was dran hängt ihre Familie ernähren. Zusätzlich fallen Steuern an, beim Yachtkauf und wenn die Werftarbeiter ihr Gehalt ausgeben. Dadurch kann der Staat Sozialleistungen finanzieren. Im Endeffekt nennt sich das dann Wirtschaftkreislauf und dieser ist, finde ich, der „sozialen Umverteilung“ eindeutig vorzuziehen, da weniger Menschen unabhängig vom guten Willen anderer sind.

    Trotzdem, ich habe mehr Geld zur Verfügung als ich für mich brauche, daher spende ich seit ich Geld verdiene 1%, mit steigendem Einkommen habe ich im letzten Jahr auf rund 2% vom Brutto erhöht, hier im UK mit Gift-Aid-Hebel. Ehrlich gesagt ginge auch mehr.
    Meine Spende geht dabei an eine Organisation, die ihren Fokus auf der Bildung von Kindern hat, da ich denke, dass Bildung am nachhaltigstens ist, weniger missbraucht werden kann, sich selbst vervielfältigt und auch eher nicht zu Passivität der Empfänger führt. Die Bettelbriefe halten sich in Grenzen und DZI u.ä. zeigen auch, dass sich die Verwaltungs- und Marktingkosten im Rahmen halten, so dass ein recht großer Teil da ankommt wo er hin soll.

    Ein weiterer Teil geht an eine regionale Einrichtung, die mir wichtig ist.
    Dazu kommen hier und da Lose für Benefizlotterien, wenn der Preis was taugt, falls nicht – aber die Organisation etwas meines Erachtens sinnvolles tut – gibt es so einen Betrag, auf das Los verzichte ich dann… sonst gewinne ich noch das, was ich garnicht will.

  14. Ich spende auch. Allerdings an einnen guten Freund, der an vortgeschrittener multipler sklerose erkrankt ist. Er hat keine Familie und mit fortschreitender Erkrankung auch immer weniger Menschen die sich noch um ihn kümmern. Er liebt gutes Eseen und da werde ich meinen Beitrag so lange leisen wie möglich!

  15. Eine Stunde meiner Arbeit pro Monat wird gespendet. Bei akutem Bedarf (wie jetzt in Ostafrika) kommt noch mal was drauf.

  16. Wir haben eine große Spardose wo fast täglich all unser Kleingeld rein kommt. Gegen Ende des Jahres wird das Geld gezählt und aufgerundet und immer an eine lokale und eine internationale Organisation gespendet. Die Liste vim DZI hilft dabei bei der Auswahl. So kommt „nebenbei“ eine mittlere dreistellige Summe zusammen. Zusätzlich sehe ich die Kirchensteuer auch als eine Art Spende.
    Ich finde auch, dass es uns in Deutschland allgemein sehr gut geht und man einen kleinen Teil davon auch gerne an andere Menschen weitergeben kann.

  17. Ich spende kein Geld. Fühle ich mich jetzt schlechter? Nein. Warum spende ich kein Geld? Ich sehe es gar nicht ein, mein sauer verdientes Geld an andere zu verschenken. Ich kriege ja auch nichts geschenkt.

    Aber Altkleider habe ich schon öfter gespendet. Finde ich deutlich besser. Ich werde meine (guten) Altkleider los und andere können sie gerne tragen.

    Bei den ganzen SOS Kinderdörfer etc. werden massenweise Karten versendet (was unmengen an Geld kostet!) und dazu kommt, hast Du 1x gespendet, wirst du auf Lebzeiten von denen verfolgt in Form von Betteln. Meine Oma bekam massenweise Post von denen, ich habe die sofort aus dem Briefkasten in den Papierkorb geworfen. Soviel kann man ja gar nicht spenden, wie viel da verlangt wird. Nein Danke!

  18. Wir unterstützen regionale Anliegen. Insbesondere ein Kindermuseum und ein Hospiz, wenn die neue Einrichtungen brauchen und Geld einsammeln. Einen festen Betrag haben wir da nicht.

    Gebrauchte, guterhaltene Kleidung, Schuhe und Möbel geben wir in den FairKauf. Das sind Geschäfte in Hannover, wo Geringverdiener einkaufen können. Unseren alten Fernseher haben wir vor einiger Zeit einfach im Flüchtlingsheim abgegeben.

    In der Weihnachtszeit gibt es eine sehr schöne Aktion einer Apotheke. Dort werden (recht bescheidene) Wunschzettel von Kinder aus dem örtlichen Waisenhaus an einem Weihnachtsbaum aufgehängt. Man nimmt einen oder mehrere Zettel, kauft die Sachen und übergibt sie (un)verpackt der Apotheke, die die Pakete dann an die Kinder weiterleitet.

    Wenn man ein bisschen die Augen und Ohren offen hält, kann man recht einfach irgendwo helfen. Und wenn man nur beim Sportverein im Viertel zum Sommerfest geht und dort eine Bratwurst isst und ein, zwei Bierchen trinkt oder sich direkt für eine Stunde hinter dem Grill anbietet.

    Bettlern muss man auch nicht zwingend immer nur Geld geben, je nach Sympathie (manche sind ja durchaus charmant oder bekannt, weil man sich immer wieder mal trifft), kann man auch mit einem kurzen, gemeinsamen Gang zum Bäcker / Imbiss aushelfen.

  19. Guten Morgen oder besser Mittag?! 🙂

    Ich habe mir nach T. Harv Eker einen Finanzplan erstellt der nach einem gewissen Prozentsatz meines Einkommens aufschlüsselt was ich spende. So gibt es je nach Monat mal mehr, mal weniger. Allerdings spende ich die gesamte Summe am Ende eines jeden Jahres und bewerte jedes Jahr wieder neu für mich wohin ich spenden möchte.
    Dieses Jahr habe ich das Geld (vom letzten Jahr) an eine Organisation gespendet, die sich für die Sicherung der Bienen einsetzt. Klingt komisch? Ist es gar nicht. Ausschlaggebend sind bei mir oft auch Dokumentationen die ich sehe um zu entscheiden wo mein Geld hin geht.
    Mir machen ein paar Euros jeden Monat nichts und für die Karma-Punkte kann es auch nicht schaden. 🙂
    Alles was man macht oder auch nicht macht kommt irgendwann wieder. So zumindest mein Grundsatz.

    Ich wünsche noch einen guten Wochenstart!
    Lasst es euch gut gehen.

    Liebe Grüße,
    Jacqueline

  20. Keinen Euro spende ich. Die Spendensammler machen sich dann damit ein schönes Leben. Wer ernsthaft glaubt, dass anderen Leuten Geld geben hilft oder irgendetwas für sie verbessert ist selber schuld. Wenn jeder sich um seinen eigenen Geschäfte kümmert ist niemand vergessen.

    Gruß Mathias

  21. Hallo zusammen,
    wir spenden ca. 10% unseres Netto Einkommens – manchmal auch mehr – pro Jahr an verschiedene Organisationen:
    meine Kirchengemeinde vor Ort, Kinderhilfswerke, bei Katastrophen, und z.B. bei „Antenne Bayern hilft“.
    Ich bin vor ettlichen Jahren aus der Kirche ausgetreten, und unterstütze jetzt gezielt meine Kirchengemeinde vor Ort mit Geld und ehrenamtlichem Engagement. Da weiß ich wo es landet.

    Wir suchen mit unseren Kindern gegen Ende des Jahres bewusst nach Organisationen die uns am Herzen liegen.

    Jeder ist frei zu geben was er will, oder auch nicht.

    Ich bin froh das ich gesund geboren wurde und keinen Unfall hatte. Das ist NICHT mein Beitrag. Das sehe ich als Gnade an. Und weil das so ist kann ich auch gerne anderen was abgeben die es nicht so gut erwischt haben.

    Spendenbriefe schmeiße ich grundsätzlich in den Müll. Das ist mir zu aufdringlich.

  22. Hallo Zusammen,

    früher habe ich an Hilfsorganisationen gespendet und nebenbei immer Geld „abgegeben“. Die, die das Geld bekommen haben, haben nicht einmal „danke“ gesagt, obwohl ich dies nicht erwartet habe. Die Hilfsorganisationen bringen das Geld nicht direkt an die benötigten Stellen. Daher mache ich es anders: spontan suche ich Menschen, die hilfsbedürftig sind; Schüler in der Türkei, unterstütze bei Beerdigungen usw. Einen vierstelligen Betrag kann ich mir selbst nicht leisten. Aber was ich betonen wollte ist, dass ich nicht bei jeder Träne eines Kindes auf einem Rotes Kreuz Plakat usw. direkt zur Bank laufe, weil ich so etwas als eine Ausnutzung der Gefühle der Spender sehe.

  23. Hallo allerseits,

    meine Frau spendet jährlich an action medeor und wir suchen noch nach einem passenden Projekt, um dem fortschreitenden Bienensterben entgegenzuwirken. Denn ohne Bienen sieht’s schlecht aus mit der Nahrung.

    Ich bin kurz vor Allerheiligen aus der Kirche ausgetreten, um nicht vorgeschrieben zu bekommen, wie viel von meinem sauer verdienten Geld abgezwackt wird. Stattdessen spende ich das Geld viel lieber in Projekte, die ich mir selbst aussuchen kann. Meine Gedanken dazu habe ich auch hier festgehalten: https://www.zinskraft.de/2016/10/29/gedanken-zur-kirchensteuer/

    Wir haben auch so unsere Bedenken, ob das Geld dann auch wirklich bei den Bedürftigen ankommt. Deswegen sind wir Mitglied in einem Verein, den die Tante meiner Frau ins Leben gerufen hat. Dieser widmet sich der Hilfe von Demenzerkrankten und ihren Angehörigen. Dieses Thema klingt zwar auf den ersten Blick nicht so dringlich wie hungernde Kinder in Afrika, allerdings ist es aufgrund des demografischen Wandels ein sehr großes Problem unserer Gesellschaft hier und es wichtig ist, auch die Probleme „vor unserer Haustür“ zu lösen.
    Meine Frau hat ihre gesamte Kindheit die Demenzerkrankung ihrer Oma miterlebt und keiner wusste zum damaligen Zeitpunkt, wie man mit der Krankheit umzugehen hat. Deshalb leistet so ein Verein wie die Alzheimer Gesellschaft Aschaffenburg e.V. (http://www.alzheimer-aschaffenburg.de/) einen wichtigen Beitrag zu unser Gesellschaft.

    Bin gespannt auf weitere Kommentare zu dieser interessanten Frage!

    Gruß
    Martin

  24. Ich halte es ähnlich und spende jeden Monat 30€. Da ist nicht viel, aber ich verdiene auch nicht so groß und mache es dafür konsequent.
    Was mir manchmal sauer aufstoßen tut, ist da ich als Spendenpate häufig von Werbung für eine extra Spende zu geschi**en werde.
    Finde ich manchmal sehr fraglich die Ausgaben, aber ein Stück weit nachvollziehbar.

    So lange die Kostenlegung offen ist, kann ich mich darüber informieren.

    Wenn wir ehrlich sind Leben wir alle sehr gut, es mangelt uns an nichts. Einen kleinen Teil davon der Welt wiederzugeben, halte ich persönlich, für eine Pflicht.

  25. Ich habe ein Patenkind aus Bangladesch bei der Organisation Gothon.
    Die Organisation beruht auf den Schultern eines einzigen Mannes aus der Schweiz, der die Orga steuert und etwas Land in Bangladesh gekauft hat und dort eine Schule gegründet hat. Ich bezahle 12€ im Monat damit mein Patenkind dort zur Schule gehen kann um bekomme auf der Gothon Website laufend mit, was gerade passiert, wie die Schulnoten meines Patenkindes sind und bekomme auch mindestens 1x im Jahr Fotos. Hier geht kein Geld für Werbung etc. drauf, alles läuft über die Website und Mundpropaganda.
    Ansonsten spende ich bei örtlichen Vereinen oder mal spontan, aber keine so hohen Beträge.

  26. Ich bezahle den höchsten Steuersatz, aber nicht weil ich darüber hinaus enorm mehr verdiene. Daher ist das für mich Spende genug.

  27. Mir ist es wichtig das ich genau weiss wohin meine Spende fließt und wofür es ausgegeben wird. Ich möchte mit meine Spende so effizient wie möglich umgehen und so viel wie möglich erreichen. Zbsp paar hundert kilo Kartoffeln und ein viertel Schwein für ein Kinderheim gebe ich super gerne aus. Wenn dann auch noch ein „Danke“ zurückkommt dann noch lieber. Feedback finde ich extrem wichtig. (Wo es geht).
    Geld spenden finde ich zu einfach. Das geht schnell und man hat das gefühl was gutes getan zu haben. Ich finde es aber wichtig meine Zeit zu investieren , Zeit zu nehmen Probleme zu erkennen, verstehen, überlegen wo es Sinn macht Zeit und Geld zu investieren. Diese Zeit zu haben ist ein der der grössten Vorteile für mich finanziell frei zu sein. Das erfüllt mich doch sehr.
    Wie wichtig „Zeit“ zu spenden ist, habe ich gemerkt als ich letzten Sommer (zusammen mit Mrs W) Deutsch unterrichtet haben in einen Waisenheim in Rumänien. Zu wissen dass ich ein kleines bisschen dazu beigetragen habe um diese Kindern zu helfen ist ein super Gefühl.
    Finanzielle Freiheit sollte eben aus meiner sicht genau dazu fuhren dass Menschen mehr Zeit haben für einander, für deren Umwelt, für deren Community. Das ist das was mich treibt. Das ist das wovon unser leben und unsere Umgebung besser wird.

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