Freitagsfrage: Ist Dein(e) Partner(in) bei Finanzthemen mit Dir auf einer Wellenlänge?

Ist es Mittwoch? Ist es Sonntag?

Nein, es ist Freitag! Zeit für die Freitagsfrage.

Hier geht es um Deine Meinung. Es gibt eine kurze Einleitung zu einer konkreten Frage. Dann übernimmst Du die Show. In den Kommentaren kannst Du Dich zu diesem Thema direkt mit den anderen Lesern austauschen und so die Diskussion gestalten.

Hast Du selbst noch eine Frage, die Dir unter den Nägeln brennt? Dann schreibe mir. Ich nehme Dein Thema gerne als Freitagsfrage mit auf.

Ab geht die Post.

Bussibärchen, ich liebe Dich, aber…

Lass uns mal ganz ehrlich sein. Dieses ganze Gebrabbel über einen verantwortungsvollen Umgang mit Geld. Dem Aufbau von Vermögen durch den Finanz-Triathlon. Vielleicht sogar die finanzielle Freiheit. Das alles bringt doch nichts, wenn das Bussibärchen nicht mitzieht.

Du kannst noch so viel Geld zur Seite legen und begeistert über replizierende und thesaurierende Schwellenländer-ETFs philosophieren. Wenn Dein Counterpart die Kohle gleich wieder aus dem Fenster raus bläst und Dich für einen Finanz-Freak hält, dann wirst Du auch nicht glücklich.

Du solltest also irgendwie sicher stellen, dass Ihr beide bei solch einem wichtigen Thema am selben Strang zieht. Doch wie stellst Du das an?

Ist Dein(e) Partner(in) bei Finanzthemen mit Dir auf einer Wellenlänge?

Gehörst Du zu den Glücklichen, die – gewollt oder nicht – eine(n) Partner(in) gefunden haben, die von Haus aus bei den Finanzen voll mitzieht?

Oder habt Ihr Euch auf einen gesunden Mittelweg geeinigt?

Und wenn nicht, wie kann man seine(n) Partner(in) bei Finanzthemen auf die eigene Seite ziehen? Oder wäre das eh vergebene Liebesmüh.

Teile Deine Meinung!

Ich bin gespannt auf Deinen Kommentar.

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13 Kommentare

  1. Guten Morgen Nico,

    ein spannendes Thema, das du da ansprichst.

    Glücklicherweise sind mein Freund und ich was die Finanzen (und auch die meisten anderen Lebensbereiche angeht) ziemlich auf einer Wellenlänge – das war nicht immer bzw. von Anfang an so – und sind inzwischen ja sogar gemeinsam unter die „Finanz-„Blogger gegangen.

    Bei uns war das zusammenfinden auf einen Nenner ein nicht ganz einfacher Prozess. Unsere Grundwerte in Bezug auf Geld sind sehr ähnlich (bspw. sind wir beide grundsätzlich eher sparsam und geben nicht gern Geld für „sinnloses“ wie feiern, Alkohol oder shoppen aus) und dennoch sehr verschieden: Wir kommen aus sehr unterschiedlichen Richtungen, da ich relativ viel erspartes und sogar ein erstes Aktiendepot (von meinen Eltern für mich erarbeitet) mit in die Beziehung gebracht habe, er widerrum da deutlich weniger Backround hatte. Ich habe ein duales Studium gemacht, in dem es immerhin ein kleines Gehalt gab und habe dieses schnellstmöglich durchgezogen um „richtig“ zu arbeiten. Er hat 10 Jahre studiert und währenddessen als selbstständiger Trainer nebenbei Geld verdient – jeden Tag den er nicht gearbeitet hat, bedeutete einen Verdienstausfall. Du kannst dir sicher denken, dass wir viele Diskussionen hatten…über Urlaub, Wohnungseinrichtung, etc.

    Das wichtige für uns war, dass wir immer miteinander geredet haben und uns so immer mehr gegenseitig verstanden haben. Bis wir festgestellt haben – das Ziel ist eigentlich dasselbe: Wir wollen ein zufriedenes Leben ohne Geldsorgen führen. Unser Weg dahin ist nur unterschiedlich (ich im Angestelltenverhältnis und mit Aktien, er am liebsten als selbstständiger Unternehmer mit immer höheren Verdiensten).

    Inzwischen sind wir uns sehr einig – arbeiten gemeinsam an unserem Blog, denken (beide aus einem Angestelltenverhältnis heraus) über verschiedene Unternehmensmöglichkeiten nach, suchen die erste gemeinsame (oder auch erstmal nur für mich) Immobilie und tauschen uns fast täglich über Finanzthemen aus.

    Meiner Ansicht nach ist das wichtigste – wenn man unterschiedliche Meinungen oder Herangehensweisen zum Thema Finanzen hat – das Verständnis füreinander zu fördern, zu kommunizieren über die jeweiligen Bedürfnisse und einen gemeinsamen Weg zu entwickeln. Das muss nicht von heute auf morgen sein. Ich bin aber überzeugt davon, dass es wichtig ist irgendwann den gemeinsamen Nenner zu finden (natürlich muss er nicht so ausgeprägt sein wie es inzwischen bei uns ist) – sonst gibt es wahrscheinlich ein immerwährendes Konfliktpotential, da es für keine Beziehung gesund ist, wenn einer immer unzufrieden ist oder immer dieselben Diskussionen ohne Lösungsmöglichkeiten bestehen.

    Viele Grüße und ein schönes Wochenende
    Marielle von den Beziehungs-Investoren

  2. Hallo Nico,
    wir hatten ja beide nichts, damals vor 22 Jahren. 😉
    Das macht es einfach, denn alles, was wir jetzt haben, haben wir zusammen aufgebaut. Was das Geldausgeben angeht, können wir uns beide nicht beklagen. Der Schuhschrank ist überschaubar und ich muss auch nicht jede Ding, das einen Stecker hat, kaufen.
    Was das Auto angeht: Da sagen beide: „Es möge uns von A nach B bringen“.
    Da wir beide Ingenieure sind, greifen wir automatisch zu Excel, wenn es um die Vermögensanleihe geht.
    Aber wei dem auch sei, ich bin froh, dass wir da so ähnlich ticken. Das erspart eine Menge Diskussionen und Ärger.
    Was ich gar nicht gut finde, ist diese passive Harmonie: Er macht, sie nickt. Ich finde das schäbig gegenübner dem Mann. Es kann nicht sein, dass sie sich mit einem: „Schatz ich vertrau‘ Dir“ aus der Affaire zieht. Nur weil sie keinen Bock auf Finanzen hat, kann sie das nicht delegieren.
    Das ist unfair, denn solche zentralen Lebensthemen profitieren immer davon, wenn zwei Gehirne darüber nachdenken.
    Warum soll der Mann die ganze Verantwortung tragen?

    Gruß
    Finanzwesir

    1. Da kann ich dir ja gar nicht zustimmen. Wenn einer (bei uns er) keinen Bock auf Finanzen hat, dann soll er sich auch lieber raushalten. Geldanlage ist einfach zu wichtig, als dass sie übereilt oder halbherzig angegangen werden sollte, und darauf läuft es ja nun hinaus, wenn jemand so gar keinen Bock auf etwas hat.
      Auch kümmere ich mich sehr viel lieber alleine ums Portfolio als dass ich da jemanden mit reinziehe, der a) weniger kompetent, b) weniger ambitioniert und c) weniger gründlich ist. Das würde mir die Freude an der Sache nehmen.
      Meinem Freund bedeutet Geld nichts und er würde auch gerne arbeiten gehen bis er umfällt, während ich etwas mehr Sicherheit brauche und auch frühstmöglich finanziell unabhängig sein möchte. Wir akzeptieren, dass der andere anders ist und gehen uns nicht gegenseitig auf die Nerven und versuchen den anderen zu etwas zu drängen (reden!) zu dem er keine Lust hat (jup, steinigt mich, ich bin Kommunikationsverächterin – und das obwohl oder gerade weil es in meiner Doktorarbeit auch um Kommunikation ging).
      Auch mit „Schatz ich vertrau‘ Dir“ fährt man bei uns in der Beziehung gut. Wir haben ein Haus gekauft und renoviert und jeder kann ungefragt mehrere Tausend Euro vom Gemeinschaftskonto ausgeben ohne Vorwürfe befürchten zu müssen. Vertrauen ist dabei wichtig. Und ich wage auch zu behaupten, dass wenn man sich wirklich vertraut Entscheidungen nicht unbedingt gemeinsam getroffen werden müssen (finanzielle, private, etc). Jeder von uns hat das Recht sich auch mal aus der Affäre ziehen zu dürfen. In einer funktionierenden Beziehung kann man darauf vertrauen, dass einer den anderen dabei nicht ausnutzt.

      1. Also, da sind wir mehr beim Wesir. Mal abgesehen davon, das mein Mann am Monatsanfang gleich die größten Beträge auf unsere Spardepots oder -Konten unterbringt, werden bei uns Investments immer durchgesprochen! Bei einer ungefragten Ausgabe von mehreren tausend Euro ( die hoffentlich nur als Beispiel galten) vom Gemeinschaftskonten, kann Frau oder Mann die Pläne oder auch die Zahlungen des Partners ganz schön durcheinander bringen oder gar verhindern. Da mein Mann beruflich sehr viel unterwegs ist,benötigen wir diesen Puffer und falls mal irgend etwas Schlimmeres passiert muß der Partner, Vertrauen hin oder her, doch Bescheid wissen, oder?

        Mit freundlichen Grüßen
        Frau Plutusandme

      2. Hallo eine Mitleserin,

        kontroverse Meinungen sind meist gut für die Diskussion und regen zum reflektieren an – also Danke dafür.

        Gerade mit dem ersten Teil kann ich mich total identifizieren, wenn der/die Partner/in so gar keine Lust darauf hat, dann ist das alles sehr mühselig und macht absolut gar keinen Spaß.

        Wo ich allerdings an meine Grenzen der Vernunft kommt, ist bei der eigenständigen Verwaltung der gemeinsamen Finanzen und dem nahezu uneingeschränkten Zugriff auf das Gemeinschaftskonto.

        Wir verwalten einen Teil unseres Geldes zusammen und einen anderen Teil getrennt. Dinge, die uns beide betreffen, werden vom gemeinsamen Teil finanziert und entsprechend abgesprochen. Alles was getrennt ist, kann jeder von uns tun und lassen was er/sie möchte.

        Vertrauen finde ich super wichtig, die Frage ist nur, wie es sich in Stresssituationen auswirkt. Aus irgendwelchen dummen Gründen wird sehr viel Geld in den Wind geblasen und die gemeinsame finanzielle Absicherung ist dahin. In diesem Moment wäre mir das Risiko der persönlichen Verantwortung, das immense Konfliktpotential und die etwaigen Konsequenzen daraus zu hoch.

        Gleiches gilt bei einer Trennung. Wenn alles Wischiwaschi existiert, dann ist die Wahrscheinlichkeit deutlich erhöht, dass es zu riesigen Streiterein kommt.

        Für mich wäre dies vergleichbar nur aus Liebe zu heiraten und somit den Vertrag „Ehe“ auf die leichte Schulter zu nehmen. Eheschließung ist in Deutschland eine Vertragsschließung und erfordert einen ebensolchen Ehevertrag. Wer diesen nicht abschließt stimmt zu, dass eine dritte Partei, die Inhalte des Vertrags (überspitzt) beliebig ändern kann.

        Extenzielle Entscheidungen dem anderen auf Basis von Vertrauen zu übergeben, ist zwar ein tolles romantisches Bild. Leider ist es so, dass jede super funktionierende Beziehung in naher bis ferner Zukunft an die Grenzen stoßen kann und dann ist Vertrauen keine Basis auf der verhandelt wird.

        Denn wie du bereits geschrieben hast, „in einer funktionierenden Beziehung“, da fehlt für mich die Sicherheit, dass diese für immer hällt und beide ziemlich gleichzeitig sterben 😉

        Beste Grüße
        Mike von den Beziehungs-Investoren

  3. Moin Nico,

    das Thema birgt wirklich viel Sprengstoff. In meiner jüngsten Lektüre „Millionaire next door“ drehten sich die Autoren auch oft um das Thema und beobachten, dass viel Wohlstand durch Konflikte über Geld in Ehen vernichtet wird. In dem Zusammenhang für mich der hilfreichste Kommentar: „Such dir eine Ehefrau die sparsamer ist, alles andere führt ins Verderben“. 😉

    Meiner Erfahrung nach ist es sehr unwahrscheinlich, dass bspw. Konsumgewohnheiten wirklich identisch sind. Also führt es immer zu Kompromissen und Eingeständnissen, da dem anderen eben manche Dinge mehr wert sind. Lösungsmöglichkeiten gibt es da viele. Das ist im Extremfall die Kontentrennung oder auch einfach das Arrangement, das der andere Partner sich seinen höheren Konsum eben selbst verdienen muss.

    Grüße
    Dominic

  4. Hallo Nico,
    also mein Mann ist recht sparsam, hat aber mit Aktien und Co so gar nichts am Hut (alles Ausbeuter). Da ich aber für unser Kind bereits Aktien kaufe, bleibt ihm ja nix anderes als brav zu nicken und tja zumindest nicht gar so sehr gegen zu schimpfen ;o) Die ersten Aktien von Junior waren von seiner Firma, wenn er jetzt also schimpft „Immer alles für die Aktionäre, furchtbar diese Ausbeuterpolitik“ reicht ein „Keine Sorge, bleibt ja in der Familie“. um ihn zu stoppen. Ansonsten haben wir getrennte Kassen, da wir eine Fernbeziehung führen. Es wäre sicherlich komplizierter beim Zusammenleben. Aber immerhin sparsam sind wir beide. Ich nur ein bisschen anders als er. Im Grunde kann man doch alles umgehen, wenn man ein Gemeinschaftskonto hat, von dem die alltäglichen Dinge abgehen und jeder mit dem restlichen „Taschengeld“ machen kann was er will oder sehe ich das zu blauäugig?

  5. Hallo Nico,

    ja, da habe ich aber auch sowas von Glück. Und mein Mann erst.
    Ich habe Glück, weil ich einen extrem sparsamen Mann bekommen habe. Er hat Glück, weil ich seinen sparsamen Lebensstil finanziere. Und wer stutzt? Die Gesellschaft!
    Wahlweise, wenn mein Mann sagt, dass er beruflich nichts macht oder wenn ich sage, dass ich meinen Mann mitfinanziere. Am Anfang waren wir da immer etwas zurückhaltend, inzwischen amüsieren uns die Reaktionen eher.
    Viele Grüße Monika

  6. Hallo zusammen,

    Frau Finanzglück gehört, genauso wie ich, zur sparsamen Sorte. Das schafft schon mal eine gute Basis für die Beziehung. Wir verplempern unsere Kohle dann allerdings für verschiedene Sachen. Bei ihr sind es eher Gegenstände/Klamotten (besonders für die Lütschen), während ich schon mal den einen oder anderen Euro in einen netten Abend im Restaurant/Kneipe investiere oder mich zu teuren Urlauben hinreißen lasse.

    Das Kompetenzzentrum für Finanzen liegt in der Finanzglück-Familie aber ganz klar bei mir – genauso wie bei Staubsaugen, Fahrrad aufpumpen und Grill saubermachen. Meine Liebste kann sich mit Eifer und Engelsgeduld in die verschiedensten Themen einarbeiten und einen sauberen Ablauf sicherstellen. Aber alles ums Thema Geldanlage und Finanzen langweilt sie einfach. Da hat sie keinen Bock drauf.
    Mir war (und ist) es wichtig, dass wir bei den Finanzthemen beide mit an einem Strang ziehen. Es darf nicht zu einseitig sein. Wenn sie schon nicht aktiv unsere Finanzen mitgestalten möchte, dann muss mindestens ein Verständnis vorhanden sein. Hier ist der Blog wirklich hilfreich. Frau Finanzglück liest jeden Beitrag und wir sprechen drüber. Von daher ist sie zwangsläufig auch bei unseren Finanzen im Bilde. Jede Finanz-Entscheidung wird vorher abgesprochen und genehmigt.

    Beim Thema finanzielle Freiheit wird es dann interessant. Frau Finanzglück ist bei dem Projekt mit an Bord, aber es darf nicht die Hardcore Sparvariante a la MrMoneyMoustache sein. Eher die light Version. Das passt aber auch von meiner Seite.

    Es hilft ungemein, dass die Mieteinnahmen reinkommen, die Dividenden auf dem Konto gutgeschrieben werden und unser Vermögen in der monatlichen Aufstellung wächst. Das ist viel realer als mein Gerede. Das motiviert. Und damit steigt auch ihr Interesse.

    Ich halte es für ganz, ganz schwierig, eine glückliche Beziehung zu führen, wenn es einen Prasser und einen Sparfuchs gibt. Das passt einfach nicht. Da sind Konflikte von der ganz fiesen Sorte
    vorprogrammiert. Prasser und Prasser oder Sparfuchs und Sparfuchs. Mixen geht nicht. Das ist die Pflicht.

    Die Kür ist dann eine gemeinsame Gestaltung der persönlichen Finanzen. Beiderseitiges Interesse an diesem so wichtigen Thema. So weit reicht es bei uns noch nicht. Aber ich arbeite dran.

    VG, Nico

  7. Auch bei uns ist die Rollenverteilung gegeben. Meine Frau braucht nicht auch noch über 1000 Finanzblogartikel oder zig Bücher zum Thema lesen, wenn ihr Mann das schon getan hat. Sie hat am Frühstückstisch die Grundzüge der verschiedenen Anlageformen gelernt und weiß exakt darüber bescheid, wie viel Geld sie und ich (jeweils personenbezogen) auf welchen Konten/Depots wie genau investiert haben.

    Das halte ich für das absolute Mindestmaß, das in einer Partnerschaft gegeben sein muss. Wer über den Kopf des anderen hinweg mit der Kohle jongliert, braucht sich nicht wundern, wenn kein Interesse von der anderen Seite gezeigt wird. Daher sprechen wir über jede Anlageentscheidung – natürlich nicht über jede Monatsrate, aber doch über größere Umschichtungen. Das kommt aber dank Buy-and-Hold kaum vor. Für mich ist dieses Durchsprechen auch noch mal ein guter Selbst-Check: Wenn ich meiner Frau nicht stichhaltig erklären kann, warum ein Rohstoff-ETF auf die norwegischen Wüstenrennmäuse ein gutes Investment ist, ist es dies vermutlich auch nicht.

    Auch die Grundeinstellung zum Geld ist bei uns zum Glück sehr ähnlich. Meine Frau gehört zu den seltenen Exemplaren, die Klamotten anprobieren und dann doch ohne Kauf den Laden verlassen kann – da wird nicht auf Teufel komm raus geshoppt. Wenn etwas gebraucht wird, wird gekauft – dabei schauen wir auch nicht auf jeden Cent.
    Ich fürchte, ich bin zwar der größere Sparfuchs, denke aber, dass meine Frau mit ihrer etwas spendableren Art mir gut tut. Man darf es auch nicht mit dem Zusammenhalten des Gelds übertreiben. So spenden wir seit unserem ersten Jahr als Arbeitnehmer für karitative Zwecke. Ich finde es gut und wichtig, dass wir uns das leisten können und dann auch tatsächlich tun.

    Liebe Grüße
    Dummerchen

  8. Finanzen sind eindeutig aktuell mein Metier. Mein Freund befindet allerdings noch in der Ausbildung, sodass ich sein Desinteresse nicht verwerflich finde. Mir ist es wichtiger, dass wir in unseren generellen Lebenseinstellungen harmonieren. Als sparsamer Schwabe ist er in einigen Dingen genügsamer als ich („Wofür brauchst du einen neuen Kleiderschrank.. Der alte tut’s doch noch?“, gleichzeitig holt er mich aber auch mal wieder auf den Boden und sagt bei ein paar Sachen ganz klar: „Da bitte kein gut & günstig / ja! / und wie sie alle heißen.“ Dass ihn da ETFs, Steuererklärung und Co. nicht wirklich interessieren, ist mir gar nicht so wichtig. Dafür kann er besser kochen als ich.

    Mal sehen, wie wir mit den Finanzen umgehen, wenn wir mal verheiratet sind. Ich werde ihn zu nichts überreden, was er nicht will.

  9. Mein Partner und Ich sind sehr unterschiedlich. Er hat im Moment keinerlei Rücklagen, kommt aber gut mit seinem Geld aus und strebt nach mehr im Beruf. Ich unterstütze ihn dabei.

    Er weiß von meinen Geldanlagen und heißt das auch gut. Wir haben getrennte Kassen.

    Manchmal bin ich zu sparsam und er führt mir das dann vor Augen. Ich kann ihm an einigen Stellen aufzeigen, wo er sparsamer sein kann und er findet es auch gut, dass ich sparsam bin. Wir ergänzen uns gut.

  10. Meine Freundin und ich könnten unterschiedlicher nicht sein. Auf der einen Seite strukturierte Ingenieurin, die immer einen Plan braucht, demgegenüber steht ein aufgeschlossener Kaufmann, der spontan entscheidet, weil immer noch was geht und die Welt groß und bunt ist.

    Eine Sache haben wir gemeinsam: durchs Studium mussten wir uns jeweils alleine finanzieren. Was habe ich nicht alles gemacht, von Spülküche in einem Krankenhaus, über Bürgerbraten beim goldenen M., daneben Planerarbeiten für den Lehrter Bahnhof in Berlin, um in der nächsten Woche Parfüm bei Douglas zu promoten. Kellnern natürlich auch, logisch.

    Selbiges hat meine Freundin erfahren. Aus der Zeit haben wir beide mitgenommen, dass Geld nicht auf Bäumen wächst und um dieses gegen ein entsprechendes Gut einzutauschen, muss die Qualität/Eigenschaft entsprechend überzeugen. So gehen wir heute immer noch mit unserem Geld um. Ohne (persönlichen) Mehrwert, keine Ausgaben. Ich würde uns als „bewusste Konsumenten“ mit getrennte Kassen bezeichnen. Das passt soweit ganz gut.

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