Freitagsfrage: Wie hoch sind Deine Lebenshaltungskosten?

Willkommen zur Freitagsfrage!

Hier geht es wieder mal um Deine Meinung. Ich gebe eine kurze Einleitung zu einer konkreten Frage. Dann übernimmst Du die Show. In den Kommentaren kannst Du Dich zu diesem Thema direkt mit den anderen Lesern austauschen und so die Diskussion gestalten.

Lass uns keine Zeit verlieren.

DIOK – Double Income One Kid

Finanzglück-Leser Djerun ist 34 Jahre alt und lebt mit seiner Frau und zweijährigem Sohn im Speckgürtel von Berlin. Die kleine Familie hat es sich in einem Reihenhaus zur Miete gemütlich gemacht.

Finanziell geht es dem jungen Glück gut. Das Familieneinkommen liegt derzeit bei rund 5.000 € netto. Davon werden 1.500 € gespart. Der Rest wird für Lebenshaltungskosten gebraucht. Und genau hier kommen Djerun Zweifel.

Sind diese Lebenshaltungskosten gerechtfertigt?

3.500 € ist schließlich mehr als die meisten Familien im Monat überhaupt zur Verfügung haben.

Beauty, Windeln und Reifen wechseln

Hier ist die genaue Aufschlüsselung der Lebenshaltungskosten (Untergruppen kursiv).

Beauty 25 €
Elektro, Computer, Software 15 €
Ernährung 430 €
Alkohol, Luxus 30 €
Supermarkt 330 €
Tägliches 70 €
Fortbildung 20 €
Freizeit, Hobbies 140 €
Medien, Lotto, Zeitschriften 15 €
Extern Essen, Bars, Eis 45 €
Ausflüge, Eintrittsgelder 70 €
Freizeit Sonstiges 10 €
Garten 30 €
Geschenke 50 €
Gesundheit, Arzt 20 €
Haushalt & Täglicher Bedarf 60 €
Drogerie-, Reinigungsartikel 30 €
Haushaltsgeräte 10 €
Schreibwaren, Verwaltung 15 €
Haushalt Sonstiges 5 €
Job (jeder bringt mal was mit) 15 €
Kinder 505 €
Gesundheit 25 €
Betreuung 340 €
Freizeit, Sport 15 €
Kleidung 50 €
Möbel, Anschaffungen 25 €
Spielwaren 20 €
Windeln, Verbrauchsmaterial 30 €
Mobilität* 300 €
Kfz Steuer 40 €
Kfz Versicherung 80 €
Reifen, Wechsel 25 €
Reparatur, Wartung, TÜV 70 €
Tanken (meinen Sprit zahlt Firma) 65 €
Kfz Zubehör, Pflege 10 €
Öffentliche Verkehrsmittel 10 €
Rückstellungen, Unerwartetes 30 €
Tiere 15 €
Urlaub 120 €
Versicherungen (Haftpflicht, Hausrat, Unfall, Recht) 40 €
Wohnen 1.233 €
Gas, Heizung 80 €
Instandhaltung, Handwerker 20 €
Kaltmiete 840 €
Nebenkosten 110 €
Parkplätze 55 €
GEZ 18 €
Strom 60 €
Telekommunikation, Kabel 35 €
Sonstiges 15 €
Wohnungseinrichtung 120 €
Möbel, Anschaffungen 100 €
Deko 20 €
Gesamt 3.168 €

*Zwei Gebrauchtwagen – Abschreibung nicht mit eingerechnet.

Dazu kommen noch knapp 350 € für zwei Handyverträge, zwei Berufsunfähigkeitsversicherungen, Lebensversicherung, Fitnessstudio und Zahnzusatzversicherungen.

Das macht dann alles zusammen rund 3.500 € pro Monat.

Teile Deine Meinung mit uns!

Findest Du Djeruns monatliche Ausgaben passend oder gibt es vielleicht Optimierungspotenzial?

Und was mich auch noch interessieren würde:

Wie hoch sind Deine monatlichen Lebenshaltungskosten?

Ich bin schon gespannt auf Deinen Kommentar!

 

Facebooktwittergoogle_plusmail

87 Kommentare

  1. Ehrlicherweise finde ich die Kosten vollkommen ok. In einigen Punkten bin ich schlechter, obwohl ich nur mit meiner Freundin zusammenleben. 🙂 Ich habe auch alle Ausgaben erfasst und auf den Monat heruntergebrochen. So habe ich alles ziemlich genau im Blick. Bei mir siehts ungefähr so aus: Sparen: 800 EUR. Auto 200 EUR. Verträge (Versicherung, Fitness, Bahncard usw.) 250 EUR. Miete 500 EUR. Essen und Spaß: 750 EUR. 😉

  2. Hi,

    Ich muss zu meiner Schande zugeben, dass es bei uns sehr ähnlich aussieht. Eigentlich ist das Verhältnis noch etwas schlechter. Wir verdienen ein wenig mehr, aber geben auch mehr aus, weil wir diverse Kredite abbezahlen. Dadurch kommen wir nur auf etwa 1000€ zum Sparen. Und das nicht mal jeden Monat.

    Das nervt uns natürlich schon, aber so ist es nunmal. Wir könnten uns jetzt super anstrengen und auf Teufel komm raus 1500€ oder 2000€ sparen.

    Wir wollen das aber nicht! Meine Frau und ich haben verdammt anstrengende Jahre hinter uns, die uns auch geprägt haben. Wir wollen auch etwas vom Leben haben und reisen viel. Das wird sich vielleicht irgendwann ändern (wir haben auch keine Kinder), aber nach derart stressigen Jahren wollen wir auch erstmal nicht zu viel sparen.

    Ich persönlich sehe bei Djerun fast keine Kosten, die komplett ungerechtfertigt wären. Lediglich die Kosten für das Wohnen sind schon recht hoch, aber die wohnen ja auch in einem sicherlich schönen Reihenhaus. Sowas ist in Berlin doch recht teuer.

    Auf jeden Fall ein spannendes Thema und ich freu mich schon auf die anderen Meinungen und Kommentare.

    Alles Gute,

    Ferhat
    http://weniger-schlecht-investieren.de

  3. Mir scheinen die Kosten ebenfalls vernünftig bzw. nachvollziehbar. Bei uns ist es recht ähnlich (derzeit auch 2+1). Man könnte bestimmt hier und da was sparen, aber die großen Kostenfallen sehe ich jetzt nicht. Man könnte sich natürlich fragen, ob zwei Autos nötig sind, da ließen sich vermutlich 150 € sparen. Kommt natürlich darauf an, wo Wohnung und Job genau liegen.

  4. Ich finde die Kosten zu hoch. Alleine die Handyverträge sind schon echt krass.
    Meine Frage wäre aber, sind hier teilweise einfach auch nur Rückstellungen mit drin? Wer gibt den jeden Monat 100 € für Möbel/Anschaffungen aus? (nur als Beispiel)

    Für mich sieht es eher aus, als wenn recht viele Rückstellungen gemacht werden. Ich mache ebenfalls Rückstellungen für unvorhergesehenes, aber diese unterteile ich nicht.

    Die Frage ist aber auch, will man auf einiges verzichten oder nicht? Ich könnte hier massiv den Rotstift ansetzen, weil mir persönlich vieles davon nicht wichtig wäre. Ich selber habe aber z.B. ebenfalls Ausgaben von 100 €im Monat für Zigaretten/Zigarren. Dies ist etwas, was andere sofort wegstreichen würden, ich mir aber gönnen will.

    Solange man sich das alles leicht leisten kann, sehe ich kein wirkliches Problem darin. Ein Problem werden Ausgaben erst, wenn man anfangen muss, mit spitzen Bleistift zu rechnen.

    1. Sind wohl Rückstellungen, macht ja auch Sinn um seine Kosten realistisch im Auge zu behalten. Man gibt ja auch nicht jeden Monat 120 € für Urlaub aus 😉
      Du hast aber gesehen, dass die 350 € für Handyverträge, FiStu + einen Stapel Versicherungen zusammengerechnet sind?
      1200 € Möbel pro Jahr (jedes Jahr?) scheint erstmal hoch, sofern man sich nicht gerade neu einrichtet.

    2. Wer 100€/Monat für Möbel/Anschaffungen ausgibt? Hier, meine Freundin! Oft mehr. Und sehr viel Geld für Klamotten und Schuhe….

  5. Sehe ich ähnlich wie die Vorredner; erscheint mir auch plausibel. Auch ich wundere mich allenfalls über den Posten Wohnungseinrichtung und Dekoration, denn für mich sind das eher one-offs und keine wiederkehrenden Kosten in dieser Höhe.

    Außerdem darf man eins nicht vergessen: Die derzeitige Sparquote von 30% ist doch schon sehr gut. Vor allem, weil das Einkommen zwar deutlich überdurchschnittlich ist, aber nun mal auch nicht sehr hoch. Insofern wäre ich mit der aktuellen Situation zufrieden.

    Meine Lebenshaltungskosten im Einpersonenhaushalt sind natürlich nicht vergleichbar und liegen derzeit bei knapp 1500 Euro p.m., aber das auch in München.

    Viele Grüße
    Der PM

    1. Ich finde 30% schon recht extrem bei den geschätzten Einnahmen. Wäre mir viel zuviel, müsste ich mich zu sehr einschränken.
      Was bringt es mir, in 20 Jahren die finanzielle Freiheit zu erreichen, wenn ich in 15 Jahren hopps gehe und bis dahin gelebt habe wie ein Wurm? 🙂 Naja, klingt etwas übertrieben, aber vom Prinzip sehe ich das so. Ich bin wirklich kein Verschwender, aber ein bisschen Luxus muss schon sein – wofür arbeite ich denn sonst Tag ein, Tag aus?

      Ich hab das für mich auch mal für einen Einpersonenhaushalt ausgerechnet (falls es mal wieder so sein sollte). Wäre ohne Hobbys und ETF sparen, etc. auch bei ca. 1500-1600€/Monat, rein an Kosten die ich ganz sicher ausgeben müsste.

  6. Erstmal an Nico: Großes Lob für den Blog, ich bin schon lange ein stiller Mitleser. Aber ich nehme hier immer etwas mit.

    Nun zur Freitagsfrage:

    In erster Linie ist es sicher zutiefst subjektiv, ob man Djeruns Ausgaben normal, zu hoch oder zu niedrig findet. Jeder hat andere Präferenzen, Hobbies, Ansprüche, das ist nur natürlich. Objektiv betrachtet liegt Djeruns Sparquote bei 30%, und das ist doch super. Wenn man Ollis Rentenrechner heranzieht (http://frugalisten.de/rechner/), ergibt das bei einer Rendite von 6%, einer Entnahmerate von 4% und ohne Startkapital knapp 26 Jahre bis zur Finanziellen Freiheit. Dann wäre Djerun 60. Natürlich könnte er versuchen, noch mehr zu sparen, aber einen zwingenden/dringenden Bedarf sehe ich nicht. Außer es ist geplant, schon mit 45 oder 50 in Ruhestand gehen zu wollen ;-).

    Wenn ich seine Lebenshaltungskosten mit unseren Vergleich, ist kein Posten dabei, den ich übertrieben teuer finde (vielleicht schaue ich aber auch nicht auf jeden Euro). Und nicht zu vergessen, da ist ja das Kind schon dabei.

    Die Mittelwerte für uns als DINK-Paar aus den letzten 4 Jahren sehen in etwa so aus (dabei habe ich festgestellt, dass jeder seine Budgetbereiche anders untergliedert):

    Wohnen (2,5-Zimmerwohnung in München, Nebenkosten, Strom, Möbel etc.): 1080€
    Ernährung (Supermarkt, Essen gehen, Mensa, Putzmittel, Haushalt): 570€
    Mobilität (Benzin, Versicherung, Steuer, Reparaturen, Bahnfahrten) : 590€ (meine Frau pendelt jeden Tag 150km, daher allein dafür fast 300€ Benzin im Monat, die aber von der Pendlerpauschale teilweise aufgefangen werden.)
    Beauty und Gesundheit: 90€
    Internet, Telefon, Mobilfunk (2x), GEZ: 120€
    Bildung, Spenden, Hobbies, Sport, Urlaub: 1200€ (Achtung, wird nicht unerheblich durch unsere Hochzeit vor zwei Jahren und die Hochzeitsreise verzerrt! Ein 10-Jahres-Schnitt läge eher bei 700€.)

    Was wir im letzten Jahr allerdings festgestellt haben: Unsere Ausgaben sind auf einem stagnierenden Höhepunkt angekommen. Wir haben alles, was wir brauchen und führen in unseren Augen schon ein fast unverschämt luxuriöses Leben.

  7. Ich habe Anfang letzten Jahres auch angefangen ein „Haushaltsbuch“ zu führen. Die Auswertung hat mich dann doch schockiert. Mit der Konstellation 2+2 sind unsere Ausgaben über 4.000€ im Monat. Ich habe es nicht ganz so detailliert gemacht wie Djerun. Unsere Top 5 sind Kinder, Kleidung & Konsum, Versicherungen, Lebenshaltung und Mobilität. Dazu muss ich sagen, dass wir im abbezahlten Eigenheim wohnen und kaum Kosten für unsere Autos haben. Vor dem Hintergrund habe ich mir die gleiche Frage wie Djerun gestellt: wie machen das andere Familien mit deutlich weniger Geld oder auch Alleinerziehende?
    Daraufhin habe ich die größten Posten durchgeschaut und Einsparpotentiale definiert. Strom- und Gasanbieter und die Versicherungen waren meine ersten Opfer. Genauso sollte man die eigenen Gewohnheiten mal überprüfen und überlegen was einem wichtig ist. Ich habe mein Motorrad gegen ein E-Bike mit Kinderanhänger getauscht, weil ersteres sowieso nur noch in der Garage stand und Kosten verursachte und letzteres einfach besser mit den Kindern kompatibel ist und mir nebenbei noch etwas Sport bringt (auch bei einem E-Bike muss man treten 😉
    Bei Djeruns Aufstellung sind mir spontan vier Dinge aufgefallen: Lotto, Zeitschriften, Alkohol und Deko. Da würde ich an seiner Stelle (neben den größeren Posten wie zweites Auto ja oder nein) auch mal hinterfragen.
    Gleichzeitig halte ich nichts davon, sich gar nichts mehr zu gönnen. Zu oft verbinden wir aber den Gedanken Spaß haben mit dem Thema Geld ausgeben. Da können wir von unseren Kindern sehr gut lernen. Die allermeiste Zeit haben die nämlich durchaus viel Spaß ohne überhaupt Geld zu brauchen.

    1. Das mit dem Fahrrad haben wir auch gemacht. Da meine Frau beruflich auf ein Auto angewiesen ist, haben wir meines verkauft.
      Ich fahre jeden Tag egal bei welchem Wetter die kleine in die Krippe mit dem Anhänger und dann weiter zur Arbeit. Insgesamt sind das 7km einfach.

      Ist aber bei manchen von Strecke her nicht machbar oder zu bequem um sowas zu machen.
      Dafür spart man sich eben die kompletten Kosten für ein zweites Auto.

  8. Hallo,

    eine schöne und sehr detaillierte Ausgabenübersicht. Urlaub finde ich persönlich etwas zu niedrig angesetzt, aber wenn sie damit auskommen. Insgesamt sehe ich nichts, was man sich bei diesem Gehaltsniveau nicht leisten könnte oder sollte. Und eine Sparleistung von 1,5k pro Monat nach allen Rückstellungen ist doch aller Ehren wert. Also passt der status quo aus meiner Sicht.

    Interessant ist natürlich ein Blick voraus. Sind die Einkommen sicher und sind ggf. sogar Steigerungen absehbar? Ist weiterer Nachwuchs vorgesehen, der die Kosten erhöht? Ausgehend von diesen Abwägungen, würde ich persönlich dann überlegen, ob das Ausgabenniveau überhaupt angepasst werden sollte. Prinzipiell sollte man einen vernünftigen Mix aus Leben und Sparen finden.

    Viele Grüße,
    Mathias

  9. Hallo zusammen,

    ich dachte auch erst, das nur die Handyverträge 350€ betragen. Den Posten müsste man eben mal aufsplitten um genau zu sagen ob da was überteuert ist.

    Im großen und ganzen ist das aber ok denke ich.
    Vereinzelte Sachen mache ich selbst( z.B. Reifen wechseln) das ist aber einfach nicht jedermanns Sache.
    Bei den Möbeln würde ich eine Summe X festsetzen. Wenn diese erreicht ist benötigt man den Posten nicht mehr.

    Letztlich muss jeder wissen ob er mit seinem ersparten zufrieden ist oder ob er ab und zu mal den Gürtel enger schnallt um etwas mehr zu sparen oder sich nebenher etwas verdient.
    Wir haben eine ähnliche Sparquote 28%, allerdings wird diese teilweise für die Sondertilgung des Eigenheims verwendet.

    Sich auf Teufel komm raus zu kasteien kann es auf Dauer ja aber auch nicht sein denke ich.

    1. Im übrigen fällt der Reifenwechsel nur 2 mal im Jahr an. Das würde ich (2*25)/12 rechnen was 4,16€ entspricht als 5 Euro im Monat reicht hier vollkommen aus.

  10. ich bin ganz ehrlich, ich habe das für uns nie so aufgeführt bzw. nachgehalten. Auf den ersten Blick sieht alles sehr nachvollziehbar aus, die Kosten für Alkohol/Luxus undUrlaub sowie besonders extern Essen finde ich extrem niedrig. Berlin ist zwar günstig aber 45 Euro für ein Abendessen?

    Wir haben eine ähnliche Situation, DI1K,liegen aber aufgrund unserer Lebensgewohnheiten sogar etwas über der Summe. Allerdings auch vor Steuer betrachtet (also zB Pendlerpauschale, Kinderbetreuung, etc) sowie sind in unseren Wohnkosten von 2000 Euro schon die Tilgung mit drin. Und natürlich warm.

    Sicher könnte man an einigen Punkten optimieren, immer die Frage wieviel einem der jeweilige Punkt gibt. Ich zB bin ein totaler Genussmensch, (gutes) Essen ist Balsam für die Seele 🙂 Andere Sachen sind dann Spass und das muss halt jeder abwägen….

    Wenn ich das bei uns mal so grob überschlage kommen wir auf ca 4500 im Monat, wenn ich Urlaube, etc mit reinrechne und runterbreche eher mehr. Allerdings wie oben gesagt sind da Tilgung Wohnhaus drin, Riester,KFZ (ich fahre ca 40000 p.a)

    1. Die Tilgung für das Wohnhaus ist Sparleistung/Investionen und keine Kosten. Klar müsst ihr die Summe derzeit leisten, aber dadurch wächst ja euer Vermögen. Der Zinsanteil ist dagegen eine klare Kostenposition.

  11. Ist mir klar, ich hab nur wenig Lust das jetzt gerade auseinander zudividieren, zumal es sich ja auch kontinuierlich ändert. Daher betrachte ich es für mich als Kosten , ausserhalb der Sparrate 😉

  12. Hier NRW:
    2 Personen, nicht verheiratet, die Finanzen werden strikt getrennt – nur die Kosten werden soweit es geht 1:1 geteilt. Einkommen in etwa gleich.
    Freundin spart so gut wie nichts, alles wird mehr oder weniger umgesetzt. Vielleicht 100€/Monat werden von ihr zurückgelegt.
    Ich selber bin eher sparsam, gönne mir nur ab und zu mal was, dann aber meistens teuer (bis sehr teuer) 😀
    Rauchen und trinken beide nicht, Fahrzeuge sind komplett abbezahlt.

    Kosten pro Monat:
    900€ 3-Zimmer Wohnung in guter Lage (nahe Innenstadt)
    200€ Rücklagen (für alles, von defektem Staubsauger bis …)
    700€ Lebensmittel, Kosmetik, Putzmittel,etc. (normales Einkaufen im Supermarkt + Mittagstisch)
    200€ Mobilität (1x Auto, 1x Motorrad)
    600€ Urlaub
    100€ Telefon, Internet, Mobilfunk
    75€ Strom
    250€ meine Hobbys
    ???€ Hobby Freundin (mind. 500€ würde ich schätzen)
    100€ Sonstiges
    ———————-
    ca. 3500-3700€/Monat Kosten für 2 Personen, mal mehr, selten weniger 🙂

    Ich selber lege dann noch weg, was so übrig bleibt. 275€/Monat ETF fest, zusätzlich noch sparen auf Giro- und Tagesgeldkonto, ab und zu mal ein paar einzelne Aktien, aber nix großes.
    Auch führe nur ich ein Haushaltsbuch (für meine Ausgaben), meine Freundin hält nichts davon – vom sparen auch nicht wirklich…. gab auch schon Stress deswegen.

  13. Hallo zusammen,
    mit der obigen Aufstellung kann ich gut leben. Es sieht bei uns ähnlich aus. Allerdings ist es bei uns zurzeit OITK (ein Einkommen, zwei Kinder). Mit knapp 3100 Euro kommen wir so eben über die Runden, wenn nichts unvorhergesehens passiert. Dabei ist unser „Sparen“ 50 Euro im Wertpapiersparplan und 50 Euro für den Urlaub.
    Was mich „verwundert“ ist der niedrige Posten für die Versicherungen. 40 Euro im Monat. Wow. Ich alleine bin schon im Monat bei knapp über 350 (priv. Rente, BU, Unfall, uralt LV) und dazu kommen noch die Versicherungen meiner Frau.
    Wie wäre es mit einer Blog-Folge: Versicherungen und warum nicht alles nötig ist, was angeboten wird. 😉 Wie Versicherungen den Weg ins finanzielle Glück bereiten.

    Viele (und fastnachtliche) Grüße
    Martin

    1. Moin Martin,

      Versicherungen sind ein spannendes Thema. Meine ich ganz ernst. Hier kann man seine Ausgaben gut optimieren. Für einen Start schaue doch einfach mal hier oder hier vorbei.

      Ich plane noch einen weiteren Beitrag mit dem Versicherungsfuchs. Dann kann ich gerne noch Themen mit aufnehmen. Schicke mir einfach eine Nachricht.

      VG, nico

  14. Spannendes Thema! Kurzer Blick ins Haushaltsbuch (Single, 2-ZKB im Ruhrpott):

    500 Euro Miete warm inkl. Internet
    300 Euro Essen daheim und auswärts
    100 Euro Mobilität (Bahn und Rad)
    100 Euro Sport und Bad/Körper
    300 Euro Hobbies, Freizeit, Klamotten

    In Summe 1300 Euro, plus nochmal etwa 200 für Urlaube oder sonstige Anschaffungen übers Jahr verteilt. Führt bei mir auch zu einer Sparquote knapp über 30%, und damit kann ich gut leben. Bisher ist meine einzige Versicherung eine Haftplicht für 5 Euro im Monat, über eine BUV denke ich alle paar Monate mal nach…

    Vom Statistischen Bundesamt gibt es übrigens offizielle Durschnittswerte! Ganz interessant, finde ich:
    https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesellschaftStaat/EinkommenKonsumLebensbedingungen/Konsumausgaben/Tabellen/PrivaterKonsum_D_EVS.html

  15. Ich halte die Ausgaben auch für normal. Aber ne ganz ernst gemeinte Frage, wie kommt man denn mit so wenig Gas / Strom aus? Wir (DINK) zahlen gut das doppelte. Uns ist bewusst, dass das viel ist, wir besitzen so einiges an elektrischen Geräten, aber wie zahlt ihr so wenig? Geht das nur mit abends alle Stecker raus ziehen und so?
    LG
    Mitleserin

    1. Ui, und ich fand Heizung und Strom dagegen eher teuer. Wir haben 130€ Wohnnebenkosten, da ist die Heizung schon mit drin und beträgt ca. 60€. Und Strom liegt bei uns im Zweipersonenhaushalt bei 30€/Monat. Und dabei haben wir schon den teuren SWM-Ökostrom. Vergleichbar werden die Stromkosten aber nur über den Jahresverbrauch. Wir liegen bei 980 kWh. Verbraucht ihr das Vierfache, passt es ja. Wenn nicht, checkt mal euren Tarif. Wir haben allerdings verhältnismäßig wenige elektrische Geräte und keinen Fernseher. Das einzige Gerät, das durchläuft, ist unser kleiner Kühlschrank. Standby-Geräte gehen per Kippschalter vom Netz, LED-Beleuchtung, etc.

      1. Ich hab nachgeguckt, es sind ziemlich genau 5000kwh, einen Fernseher haben wir auch nicht und ebenso alles LEDs, aber halt 1 große Kühl-Gefrier Kombi (allerdings neu, und A+ oder A++), einen Gefrierschrank, ein Aquarium, Telefon und Router, 2 beheizte Wasserbetten mit 3 Heizungen, 2 PCs von denen einer (nicht meiner!) 24h läuft… dazu nur die üblichen Küchen- und Haushaltsgeräte und Unterhaltungselektronik (Laptop, Tablet, Handys, Stereoanlage, Beamer). Wir sind jetztes Jahr umgezogen und ich hab ne neue Küche gekriegt (*jubel*) und bei allen Geräten auf den Verbrauch geachtet. Trotzdem ist der Gesamtverbrauch kaum gefallen. Und dabei haben wir die Klimaanlage letzten Sommer noch gar nicht eingebaut :-/ Respekt für 980kwh! Ich wüsste nicht worauf ich verzichten könnte.

        1. Wir als DINKS kommen auf etwa 1.200 kWh im Jahr was bei unserem aktuellen Anbieter 28 €/Monat kostet. Ich denke 60 €/Monat mit einem Kind ist dann auch realistisch: Man verbringt deutlich mehr Zeit in der Wohnung, braucht ggf. einen Gefrierschrank und kocht, wäscht und bügelt mehr.
          @ Mitlerserin: Eure hohen Stromkosten lassen sich doch gut begründen. Ihr habt neben der Kühl-Gefrier-Kombi einen weiteren Gefrierschrank. Das Aquarium will beheizt werden genauso wie 2(!) Wasserbetten. Zu guter Letzt eine Menge Heimelektronik und ein PC, der durchläuft.
          Ich bin eher der sparsame Typ und mache z. B. das Licht aus wenn ich einem Raum verlasse, drehe die Herdplatte beim Kochen schon Frühzeit herunter usw. Meine Freundin sowie Familie sind da nicht ganz so achtsam und haben wohl eher ein etwas sorgloses aber noch normales Verhalten. Wenn du und dein Partner auch so seid, finde ich einen Stromverbrauch von 5.000 kWh für zwei bei der Ausstattung hoch, aber noch normal.

          1. Aufgrund des Threads hab ich mal die letzten Rechnungen rausgekramt, wir haben 15K kWh für Heizung, 5,4K für Hausstrom/Warmwasser und 1,5K für sonstiges

  16. Leider kann ich die Ausgaben für eure Situation schlecht einschätzen, weil ich in einem Singlehaushalt leben. Eine Sparquote von ca. 30% ist schon super und fast dreimal so hoch wie die durchschnittliche Sparrate deutscher Haushalte! Ein Haushaltsbuch ist die beste Grundlage für „Kostenoptimierungen“. Vielleicht kannst du ja bei den 350€ für Handy und Versicherungen etwas rausholen. Ansonsten ist es wichtig, meiner Meinung nach, dass ihr mit eurer persönlichen Situation zufrieden seid. Authentisch leben und das richtige Verhältnis zwischen Sparen und Leben ist wichtiger als „jeden Euro zweimal umdrehen“.

    Ich selbst hatte im letzten Jahr durchschnittliche Ausgaben von ca. 700€ pro Monat. Diese teilten sich ungefähr in folgende Viertel auf: Wohnen, Mobilität, Reisen, Leben (also Essen, Verträge, Hobbies…)

    Vielen Dank für den Artikel, der zum Erfahrungstausch einlädt.

    Viele Grüße
    Markus (MDFIRE2024)

  17. Ich führe kein hochgenaues Haushaltsbuch, lag die letzten Jahre aber bei < 1200 Euro. Wohne mit meinem Freund zusammen (2,5-Zimmer für 800 warm + Internet, Strom, GEZ ca. 100€). Davon zahle ich 600€. Hinzu kommen rund 200€ für Supermarkteinkäufe/Essen in der Firma, 50€ für Essengehen / Unternehmungen, 150€ für Bahn & Urlaub und 200€ für Kleidung, Elektrik, Versicherungen, Gesundheit und sonstige Dinge. Zumindest so pi mal Daumen. Bin damit ganz zufrieden. Mit meinem Freund zusammen landen wir da bei unter 2000€ für 2 Personen, wobei die nächsten Jahre durch Urlaube sicherlich teurer werden.

  18. Moin,
    wir haben das bei uns mal ausgührlich aufgeführt, von daher ziemlich genaue 3.300 Euro / month. Inkl. Krankenkassenbeitrag. Tatsächlich empfinden wir den Wert auch noch viel zu hoch, liegt aber auch daran, das laufend Renovierungsarbeiten oder Gartengestalltung ( das Hobby von Frau Plutusandme) statt findet. Das wird ( hoffentlich ) später mal besser, wenn es fertig wird.
    Ansonsten, oh Wunder, decken sich die Ausgaben schon ganz gut, schön das wir das mal vergleichen konnten. Wir sind allerdings Dinki’s

    LG
    Plutusandme

  19. Ich halte die Kosten für viel zu hoch und sehe einiges an Einsparpotenzial. Insbesondere müsste man bei unerwarteten Ereignissen vermutlich schnell von diesen hohen Kosten runter – ich persönlich lebe lieber sparsamer und dafür entspannter bei solchen Ereignissen.

    Meine Kosten (1 Personenhaushalt – Freundin hat eigene Wohnung somit sind unsere Ausgaben getrennt):
    Wohnen (Miete/Nebenkosten/Strom/Internet/GEZ): 370
    Versicherungen (Haftpflicht/Rechtsschutz/BU/Hausrat): 55
    Mobilität (OVPN): 50
    Lebensmittel: 165
    Freizeit/Urlaub: 75
    Sonstiges: 75

    Macht in Summe etwas weniger als 800 Euro/Monat. Nettoeinkommen liegt bei etwas mehr als 3k im Monat.

    1. Sparquote von über 75%??? Kann ja jeder machen wie er mag, aber bei einer Kaltmiete von <250€/Monat klingt das nach einem Leben im Wohnklo.

      1. Kommt immer auf die Region an. Ruhrgebiet gibt es schöne Wohnungen für 4-5 e/m2
        Mich irritiert eher der Betrag von 5.5 Euro / Tag für Lebensmittel.

        1. Warum irritiert dich der Betrag? Von 5,50 Euro kann man sich problemlos frisch und gesund ernähren (selbst kochen!). Für Fertigfraß würde das vermutlich nicht reichen. 😉

      2. Es ist halt nur eine 1-Zimmer Wohnung & das reicht mir auch vollkommen derzeit. Eine größere Wohnung würde meine Lebensqualität derzeit nicht wirklich erhöhen und aufgrund der guten Lage würde eine 2-Zimmer Wohnung hier in der Nähe ca. das 4fache derzeit bei Neuvermietung kosten.

        1. Es kommt natürlich drauf an, WO sich diese Wohnung befindet. Also hier in NRW findest du für diesen Betrag nicht mal eine 1-Zimmer Wohnung in einem schlechteren Viertel.
          Bekannte sind z.Zt. auf der Suche nach einer kleinen Wohnung (1-2 Zimmer), die Preise die hier überall aufgerufen werden, obwohl meist wirklich nur Schrott, liegen erheblich höher. Und die Bewerber stehen Schlange, speziell bei den „günstigen“ Wohnungen!

          Aber jeder wie er mag, ich würde nicht 10-20 Jahre leben wie ein Mönch (immerhin die besten Jahre die man hat, von 20-40, in meinen Augen), nur um danach halbwegs(!) finanziell unabhängig zu sein.
          Wenn du danach auf dem gleichen niedrigen Stand weiterleben willst, dann reicht das Geld wahrscheinlich, willst du aber irgendwann mal ein bisschen mehr, vielleicht auch Kinder, Auto, Urlaub, etc. dann geht das ganz schnell mal nach hinten los.

          Ich werde wahrscheinlich bis mindestens Mitte 50, eher Ende 50 arbeiten müssen, bevor ich finanziell unabhängig bin (auf dem gleichen Niveau wie bisher), allerdings macht mir der Job auch halbwegs Spaß.
          Der Vorteil: Ich lebe auch jetzt sehr gut. Das heißt aber nicht, dass ich ein Verschwender bin. Ich überlege auch immer erst lange, ob ich etwas kaufe und ob ich es wirklich brauche.
          Meine Sparquote liegt vielleicht so bei 20-25% (variiert jeden Monat), das muss reichen.

          1. Danke für dich interessante Diskussion. 🙂

            Ich gehe nicht davon aus, dass ich das Kostenniveau dauerhaft so niedrig halten kann. Ich habe derzeit auch nicht das konkrete Ziel mit einem bestimmten Alter nicht mehr arbeiten zu gehen – es ist jedoch ein sehr gutes Gefühl nicht auf den Job angewiesen zu sein. Auch mir macht es viel Spaß und meine Kosten würden schon alleine aufgrund des wegfallenden Jobs steigen (freie Zeit genießen kostet halt, wegfallende Goodies des Arbeitgebers, Krankenversicherung etc.)

            Urlaub ist jedoch in meinen derzeitigen Kosten inbegriffen (ca. 10 Tage/Jahr). Da waren in den letzten 10 Jahren auch entferntere Ziele dabei (2x USA, 1x Kanada). Meistens bleibe ich jedoch in Europa.

            Kinder sind geplant und werden die Kosten auch steigen lassen. Außerdem plane ich mittelfristig auch in eine größere Wohnung mit meiner Freundin zu ziehen. Auch das wird die Kosten steigen lassen.

            Ich seh das alles ganz gespannt und achte nicht auf ein festes Budget. Alles was ich kaufe muss jedoch mein Leben einfacher machen, zukünftig Geld einsparen, unbedingt gebaucht werden oder mich glücklicher machen.

    2. @DF Thema Versicherungen:
      Hier will ich bei mir nochmal einhaken. Sind das bei Dir einzelne Verträge oder All-in-One-Produkte?
      55 EUR klingt für all das sehr sehr gut, wenn ich meine Verträge anschaue (teils Einzel- / teils Kombi-Verträge).

      1. Nein, es sind keine Kombi-Verträge. Kombi-Verträge würde ich nicht abschließen.

        Das ist die genaue Zusammensetzung:
        Haftpflicht (15 Mio Deckung mit Selbstbeteiligung): 3 Euro/Monat
        Rechtsschutz (Privat/Arbeit/Wohnen): 9 Euro/Monat (überlege ich demnächst zu kündigen – hat eine hohe Selbstbeteiligung und sicher kein essentielles Risiko)
        BU: 40 Euro/Monat (ca. 1k Rente/Monat bis 67; werde ich vermutlich in ein paar Jahren beitragsfrei stellen)
        Hausrat: 3 Euro/Monat

  20. Interessante Aufstellung die sich grob auch mit unserer deckt.
    Was ich allerdings bei dir vermisse ist die Position Krankenversicherung und Kleidung für die Erwachsenen, steckt das woanders drin? Die würde bei uns zusätzlich mit draufkommen.

  21. Samstagsantwort: Als Frau lautet meine erste Frage: wo sind die Kamotten, Schuhe, Handtaschen? Ich finde nur Kinderklamotten. 🙂 Oder bin ich blind?

    Ich finde es einfach so krass, wie unterschiedlich manche Lebensstile sind und diese zu vergleichen. Wirklich spannend. Wer sich fragt, wie Geringverdiener, Alleinerziehende und Rentner auskommen. Viele Posten existieren einfach nicht. Auto – weg oder alt und günstig versichert, Ausflüge – nur wenige (Natur ist ja kostenlos), Klamotten – nur das notwendigste und gebraucht, Möbel ebenso. Versicherung, Verträge… nur das, was „überlebenswichtig“ ist. Das geht, ist nicht schön und schon gar nicht einfach. Aber es geht.

    Wir sind 2E+2K, und leben bewusst bescheiden. Wir leben von etwa 2700€ und sparen davon 600€. Wir kaufen fast alles Bio, weil wir glauben, jetzt und im Alter gesundheitlich davon zu profitieren. Wir leben auf knapp 70m², womit wir auch sehr glücklich sind. Wir haben unsere Posten im Haushaltsplan aber nicht so detailliert aufgestückelt. Wir haben ein Haushaltsbudget von 800€: Essen, Essen auswärts, Drogerie, Apotheke, Bürobedarf… sowas. Wir unterschreiten das Budget meist deutlich, was übrig ist, wird irgendwann angelegt oder zurückgestellt fürs nächste Auto. Für jeden gibt es einen Fuffi im Monat für Ausflüge, Bäcker, Kaffee auf die Hand… einfach „Verschwendung“. Für Möbel, Klamotten, Reparaturen, Spielzeug etc. haben wir ein Polster, mit dem wir aber sehr sparsam umgehen und dreimal schauen, ob es uns glücklich macht, wenn wir das jetzt kaufen (ehrlich – das spart so einigen Euro, den man möglicherweise hinterher bereut). Meist sind wir in der letzten Woche d es Monats sehr sparsam, weil die Wochen davor doch etwas zu großzügig waren… 😉
    Achso, ich finde Versicherungen ein Grauen und traue ihnen nicht über den WEg. Deshalb gibts für uns nur: RisikoLeben (für beide!!! ich möchte, dass der Papa viel für die Kinder da sein kann, sollte es mich irgendwann nicht mehr geben und nicht Überstunden machen müssen), Haftpflicht, KFZ, Unfall für meinen Mann. Feddich…

    Wir finden, dass wir viel Geld haben. Wir können uns gar nicht vorstellen, dass wir irgendwann mehr brauchen. Und wenn ich nach Elternzeit auch Geld dazuhole, wird es aller voraussicht nach so gut es geht in das Ziel Finanzielle Freiheit gesteckt. Wenn es nicht von den älter werdenden und konsumierenden Kindern aufgefressen wird. :-))

  22. @JuJu. Das ist krass, wenn 4 Personen von 2.100 EUR leben und dafür arbeiten gehen. Das nötigt mir höchsten Respekt ab, weil ich das nicht könnte. Das bekommt eine Hartz IV Familie und auch mehr, wenn es für Miete etc. notwendig ist.
    http://www.hartziv.org/hartz-iv-rechner.html

    Eine Risikolebensversicherung könntet Ihr eigentlich einsparen, da Euer Konsumniveau bereits am staatlich definierten Existenzminimum liegt, wenn Ihr auch noch 600 EUR im Monat spart. Wenn Ihr damit zufrieden seid, habt Ihr die finanzielle Freiheit eigentlich schon erreicht.

    Meine Ausgaben (allein) sehen wie folgt aus:
    Miete warm : 506
    Lebensmittel: 524 (ich muss beruflich jeden Tag außer Haus Essen)
    Urlaub: 233 (1 mal Ski, einmal Sommer, jeweils nichts großes)
    Autokosten laufend 349,34 (Gesamtunterhaltskosten (Kraftstoff, Vesicherung, Reparatur, Wartung, Steuer etc.Kosten seit Anschaffung geteilt durch bisherige Besitzdauer).
    Rücklage Auto Wertverlust bei geplanter Nutzung über 60 Monate: 380
    Kleidung: 216
    Versicherungen: 34,65
    Freizeit + Anschaffungen (z.B. Laptop, Einrichtung, etc.) + Sonstiges im Durchschnitt der letzten 5 Jahre : 348
    Monatliche Kosten: ca. 2.600 EUR (sollte ich mir kein Auto mehr kaufen, bräuchte ich die Rücklage nicht, dann wären es ca 2.220 EUR im Monat.

    Einen großen Kostenpunkt stellt das Kfz dar. Mich wundert, dass alle hier so niedrige Kfz-Kosten haben. Ich tracke jeden EUR auf Spritmonitor und ich fahre kein besonderes Auto (F30 320d). Ich dachte, dass ich äußerst sparsam lebe, aber das scheint nicht zu stimmen, wenn ich die Postings hier sehe.

    1. Hallo Felix, na danke für den Respekt.
      Allerdings ist es ziemlich unrealistisch, so viel Geld zu bekommen vom Jobcenter. Ich glaub, vom Amt gibts höchstens 1700€… oder eine Nötigung, eine kleine Wohnung zu suchen. 😛

      Wir hatten vor Kindern übrigens auch knapp 3,3k, haben nix gespart und sind jetzt genau happy. Wir können nämlich nicht mal sagen, was wir damals mehr hatten. Außer dass wir eine komplette Wohnung neu ausgestattet habem.

      1. 1700 EUR maximal vom Amt glaube ich nicht.
        Für eine vierköpfige Familie sind bis 90 m² angemessen. Da wären Eure knapp 70 m² sicherlich im Rahmen.
        http://www.gutefrage.net/frage/wieviel-hartz-4-steht-einer-vierkoepfigen-familie-zu
        Hier erwähnt jemand (allerdings 2010), dass er 1600 bekommen hat dazu kommt aber noch das Kindergeld. Seitdem wurde Hartz IV ja auch deutlich angehoben . Mit Kindergeld kommt man da locker auf 2.100 EUR im Monat und hier in München kann es sogar mehr sein. Meine Rechnerangaben sind da echt nicht unrealistisch.
        Klar Ihr habt noch 600 EUR mehr, aber dafür muss Dein Mann dann wohl auch ca. 160 Stunden im Monat arbeiten. Das macht 3,75 EUR pro Stunde.

        Im Prinzip ist das auch alles egal, solange Ihr zufrieden seid mit Eurem Konsum. Trotzdem finde ich die Behandlung von Familien in Dt. nicht fair, weil es sich für eine mittelständische Familie, die sparsam lebt, Arbeit kaum lohnt.

        Dass es für viele Familien im Prinzip keinen wesentlichen Unterschied macht, ob man Hart IV bezieht oder arbeitet, kann man auch der Presse entnehmen:
        http://www.sueddeutsche.de/geld/weniger-geld-als-hartz-iv-empfaenger-hohe-mieten-draengen-familien-in-die-armut-1.1727271

  23. Zum Thema Versicherungen gibt es ja ein paar gute Beiträge.
    Ich bin am überlegen / rechnen, ab wann ich bspw. die BU kündigen könnte. Ab erreichen der FF? Früher, später?
    Erhöhen (dynamisch möglich, sofern ich es mindestens alle drei Jahre tue) will ich nicht mehr, da mein Grundbedarf abgedeckt wäre. Luxusgeld will ich nicht „versichern“.
    Wie sehen die Leser hier das?

    Als angehender Vater will ich die BU primär erstmal behalten. So meine Tendenz, auch wenn ich für das „viele“ Geld bessere Verwendung hätte.

    1. Hallo K.

      Ich habe hier ähnliche Gedanken. Spätestens bei Erreichen der finanziellen Freiheit gehört die BU der Vergangenheit an. Was ich zeitnah checken werde ist den Beitrag runterzuschrauben indem ich mir ein paar Ratschläge vom Versicherungsfuchs zu Herzen nehmen werde. Die BU von Frau Finanzglück ruht bereits jetzt schon.

      VG, Nico

  24. Hallo zusammen,

    wow, was für eine tolle Diskussion! Bei uns liegen die Kosten gar nicht weit weg von Djerun. Was wirklich reinhaut sind die 424 Euro Kita Gebühren – pro Kind! Das ist im Moment nur Heiermann. Groschen kommt diesen Sommer dazu. Dann schicken wir Heiermann in den Kindergarten und es dürfte etwas günstiger für ihn werden.

    VG, nico

  25. Nico, das kann aber steuerlich geltend gemacht werden 🙂
    Oder mit dem Arbeitgeber mal schnacken, der kann das Sozialabgabenfrei übernehmen…

  26. Hallo, das ist mal ordentlich!
    Wir leben auch zu dritt, Sohnemann ist 3,5 Jahre alt.
    Wir haben etwas über 3K und geben 2,5K aus, ich hab das Glück das ich noch einige Immobilien habe aber das Zählt nicht zum Einkommen sondern wird extra berechnet.
    Wenn es nötig werden würde könnten wir auch wieder mit 500 Euro weniger auskommen aber ein wenig Luxus sollte dann schon sein 😉

    Lg Chris

  27. Ach ja, gerade habe ich mal ein zwei Versicherungen geprüft und gesehen, das manche doch versteckte Kombiprodukte sind. => Anfragen zwecks separater Kündigungsoption der einzelnen Tarife bzw. Kompontenten läuft schon. Schritt zwei ist diese Teil-/Raus-Kündigungen dann zu versenden.

    (Einmal BU in Kombi mit einer Rentenversicherung. Diese wurde so verkauft, dass ich dachte das geht ohne gar nicht. Also gäbe es ohne gar nicht. Noch dazu war ich damals noch nicht so versiert wie jetzt. Eine der letzten Altlasten aus „finanziell ungebildeter Zeit“. Faszinierend. 100 EUR für Vermögensaufbau (nur Rentenanteil ohne BU usw…). Davon ca. 80 EUR für Vermögensaufbau ohne Ausgabeaufschläge – wie gütig – für die Partnerbank-Fonds, dafür aber sind die restlichen 20 EUR Verwaltungsgebühren. Alles pro Monat. Na dann doch lieber die Ausgabeaufschläge und Do-it-yourself und ohne aktive-teuere-Fonds der „nicht so tollen“-Partner-Bank der „exklusiv“ vermitteltend Versicherung.

    Und einmal Zahnzusatz plus Krankenhaus (1/2Bett&Chefarzt/Wahlleistung). Dort wird vermutlich letzteres rausfliegen, da im Fall des Falles eh eine Oberarzt da steht, auch ohne „Privatversicherung“ und da spreche ich aus erster Hand, da ich es jeden Tag live erlebe und beide Patientenvarianten erleben kann. Der Rest wird wenn dann falls privat=selbst gezahlt/gebucht. Wobei viele Krankenhaus-Neubauten eh nur noch 2 Bett Zimmer haben. Wofür dann für 2-Bett-Vers. zahlen….)

    Ein paar Fachzeitschriftenabos werden demnächst fallen. Das Interesse ist nicht mehr da und ich komme auch (noch) ohne Kind nicht mehr dazu. In ein paar Monaten dann gar nicht mehr. Erstmal.

    Amazon und maxdome sind gekündigt. Ich nutze es weniger als ich es nutze. Teils monatelang gar nicht. Mit Einzelvideokäufen oder Einzelleihoptionen oder selbst-zahl-Versand-Optionen anstelle der Flat für den Versand bin ich (nachgerechnet) übers Jahr günstiger. Dafür dann wenn überhaupt lieber mal ins Kino. Ein Büchereiausweis wird der nächste Punkt auf der ToDo-Liste, da ich dort eh viel vorbei laufe. Eine befreundete Familie leiht dort sogar online eBooks und versorgt sich darüber mit DVDs. Klappt super und zuverlässig.

  28. Wow, sehr interessante Diskussion.
    Ich empfinde die Ausgaben aus dem Artikel auch eher als hoch!

    Meine Ausgaben (DINK) lauten folgendermaßen. (Wir trennen gemeinsame Ausgaben 50/50)

    Wohnung inkl. DSL, Strom, Müll, Heizung, Wasser… 200 Euro (400 Euro / 2) (Schicke 50 qm Stadtwohnung im Süden von D)
    Lebensmittel / Essen gehen 200 Euro
    Auto (alle Kosten inkl. Wertverlust) 400 Euro
    Klamotten, Spaß, Kosmetik, Versicherungen, Friseur, Möbel, Technik etc … 200 Euro
    Urlaub 100 Euro
    ==========================================================
    Gesamt: ca. 1100 (Sparquote >50%)

    Ich lebe aus meiner Sicht fast unverschämt luxuriös. Vor der Türe steht ein neuer Audi A5 Cabrio, gereist wird auch mal nach New York oder Bali und die Wohnung liegt sehr zentral bei sehr kurzen Arbeitswegen.

    Auch bei mir wäre noch 100-200 Euro Sparpotential drin, aber den „Luxus“ möchte ich mir einfach leisten.

  29. Interessanter Artikel!
    Wir sind zu viert, 1 Verdiener, 1 Geringverdiener (320.-), 2 Kids (4 und 9 Jahre).
    Einkommen Gesamt: ca. 3500.- €
    Ausgaben Gesamt: ca. 3400.- €
    Was mir hier bei den meisten fehlt sind Spenden.
    Uns geht es sooo gut, das wir von unserem Geld auch denen was abgeben möchten denen es nicht so gut geht.
    Spendet sonst noch jemand regelmäßig?
    Details Einnahmen:
    2800.- Gehalt ca. inkl. Sachbezug vom AG (Sodexo + Tankgutschein)
    320.- Gehalt der Frau
    384.- Kindergeld
    Details Ausgaben:
    1200.- Miete inkl. Nebenkosten (Strom, Gas, Wasser, Müll)
    54.- Telefon Festnetz + 2 Handyverträge
    55.- Auto Steuer + Versicherung
    150.- Spritkosten
    23.- Versicherungen (Haftpflicht, Hausrat, Unfall für den großen Sohn)
    170.- Kinderbetreuung
    51.- Vereinsbeiträge (2x Sportvereine, 1x Musik)
    650.- Lebensmittel, Katzenfutter, Kleinkram….
    100.- Ausgehen, Freizeit
    100.- Kleidung
    100.- Anschaffungen, Einrichtung
    70.- Sparen für die Kids (2x 35.- €)
    250.- Sparen für uns, auch Rücklage für Reparaturen
    350.- Spenden an unterschiedliche Werke bzw. auch Unterstützung von 2 Einzelpersonen

    Wir leben recht sparsam, aber nicht geizig.
    Wir gönnen uns auch mal was.
    Wir leben jetzt und wissen nicht wie lange wir noch gesund sind und wie lange wir leben.
    Urlaub machen wir ca. 1-2x pro Jahr, teils eine Flugreise, teils in Deutschland / Italien / Österreich…

    1. Ich spende eher selten, da es meiner Meinung nach Aufgabe des Staates ist für Gerechtigkeit zu sorgen und Bedürftige zu unterstützen. Bei der Höhe der Einkommenssteuer kann ich das erwarten.

      Falls ich etwas spende, dann eher an Vereine die meine Interessen vertreten und auf Missstände in der Politik aufmerksam machen (beides würde ich jedoch nicht wirklich als Spende bezeichnen).

    2. Du sparst monatlich „nur“ EUR 250,- + 70,- und spendest aber satte EUR 350,-?! Ich finde spenden gut und wichtig, aber das halte ich doch für etwas übertrieben… Sei mir nicht bös. Aber es kann ja jeder tun wie er will

  30. Spenden habe ich unter Freizeit / sonstiges (Wissenschaft + politische Willensbildung). Es sind jedoch nur ca. 75 EUR im Monat. Ansonsten finde ich es entwürdigend, andere Menschen durch Spenden zu Almosenempfängern zu machen. Mitbürger sollten stattdessen ordentlich entlohnt werden und dafür sollten sich alle gemeinsam in Ihren Unternehmen einsetzen. Wer nicht arbeiten kann oder möchte, bekommt bereits eine staatliche Unterstützung und muss sich nicht von anderen zum Almosenempfänger degradieren lassen.

  31. für 350 EUR im Monat könntet Ihr auch z.B. eine Putzfrau anstellen und einem Menschen ermöglichen, in Würde sein Geld zu verdienen.

  32. Felix, da muss ich dich jetzt mal ausbremsen.
    Wir degradieren niemanden.
    Wir unterstützen zwei Leute mit ganz kleinen Beträgen.
    Eine Person davon bekommt Frührente und hat ein Kind.
    Die Rente reicht gerade so für das nötigste. Urlaub kann sie sich seit Jahren nicht mehr gönnen.
    Mehr will ich jetzt gar nicht hier erzählen.
    Wir unterstützen Sie, das sie sich ab und zu auch mal was kleines gönnen kann.
    Und du kennst nicht ihre Geschichte und ihr Schiksal. Ich dagegen sehr gut.
    Die großen Spenden gehen an Kinderhilfswerke und ähnliches.

    1. Ok, da muss ich mich selbst korrigieren. Ich denke auch, dass Ihr es gut meint und Euer Anliegen ist aller Ehren wert. Trotzdem fände ich es besser, wenn es keine Almosen wären, sondern ein Austausch für eine Gegenleistung. Evtl. kann Sie z.B. mal auf Eure Kinder aufpassen und dafür etwas bekommen. Ich möchte jedenfalls nie von anderen etwas im Sinne einer Almose bekommen und halte das auch generell nicht für erstrebenswert. Ich meine, dass sich Menschen besser fühlen, wenn man eine Leistung von Ihnen honoriert und Ihnen das Gefühl gibt, dass sie gebraucht werden in der Gesellschaft. Insofern wäre zu überlegen, ob Ihr eine Möglichkeit habt, dass sie Euch Eure Unterstützung irgendwie vergelten kann.

      Bzgl. Eurer Spenden an Kinderhilfswerke und ähnliches: Großen Respekt, dass Ihr dafür soviel spendet. Ich gebe zu, dass ich das derzeit nicht mache. Es liegt evtl auch daran, dass ich aus meiner Sicht mit ca. 37.226,36 EUR allein an direkten Steuern sehr viel Steuern zahle. Die Leistungen des Staates (Infrastruktur, Polizei, Schulen, Uni, Bundeswehr, Verwaltung, Jursidiktion) kosten pro Kopf gerade einmal 4.200 EUR in Deutschland. Insofern sind 34.026,36 EUR bereits Spende an Bedürftige.

      1. Nennt sich eher Solidarprinzip 🙂

        Du müsstest laut Deinen Steuern bei 100-120 K liegen, jemand der 30000 K verdient kommt nichmal annähernd an die 4200 Euro Steuer…..

        1. Ich nenne es „Raub“ oder „Zwangsenteignung“ und das sollte in einem Rechtsstaat eigentlich nicht gefördert, sondern bestraft werden. Jemand der 30.000 EUR verdient, kommt im übrigen vermutlich fast auf die 4.200 EUR, da er auch indirekte Steuern zahlt (Mehrwertsteuer, Strom, Mineralösteuer, Versicherungssteuer etc.). So berechnet gehen bei mir sogar die kompletten direkten Steuern in die Umverteilung. Fair ist das nicht. Mit Spenden oder Konsum, könnte ich das viel zielgerichteter steuern, wem ich etwas zukommen lasse und wem nicht.

          Mittelständische Familien werden durch diese extreme Umverteilung fast auf ein Hartz IV Niveau „egalisiert“. Wenn ich mir allein die Steigerungssätze ansehe: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/241114/umfrage/entwicklung-des-hartz-iv-regelsatzes/
          Solche jährlichen „Lohnsteigerungen“ seit 2011 gab es für unsere Neueinsteiger im Unternehmen nicht.

          Zudem: Ich wohne in München und würde mir gern einmal eine 2 Zimmerwohnung kaufen.
          So sind die Preise in meiner Gegend: https://www.immobilienscout24.de/Suche/S-T/Wohnung-Kauf/Umkreissuche/M_fcnchen_2dSchwabing_2dWest/80796/115481/2030392/Kurf_fcrstenplatz/-/2/2,00-/-/EURO–820000,00?enteredFrom=one_step_search

          Da muss man lange für sparen und das kann einfach nicht sein, dass man sich mit normalen Gehalt kaum mal eine 2-3 Zimmerwohnung kaufen kann. Ich wohne auf 28 m² in einer Einzimmerwohnung mit meinen 500 EUR im Monat. Luxus wäre das nicht.

          1. https://www.immobilienscout24.de/expose/91534228
            @Mat:
            Das Ding wäre zwar „günstig“, aber leider mit „unkündbarem“ Mieter. Daher so günstig und zudem wäre ein Wohnsilo in „Milbertshofen“ dann auch nicht ganz so meins. Ich müsste wohl gut 150 – 220 kEUR drauflegen, um etwas freies zu bekommen, das dann auch kein Wohnsilo in „Milbertshofen“ ist.
            Schaun wir mal. Habe mit der Suche erst begonnen.

          2. Naja, München ist halt teuer. Ist wie Mitte in BigB. Bleibt halt noch die Peripherie mit entsprechenden Transitzeiten…

            Genau das ist ein Problem: Wer wenig verdient, bekommt Wohnungen aus dem „Modell München“ gestellt, für die andere ca. 600 – 900 kEUR zahlen müssen und sich das nicht leisten können. Das ist pervers. Die Mittelschicht finanziert den Spass und soll dann noch als moderner „Arbeitssklave“ aufs Land vertrieben werden. Bei ca. 80% meiner Kollegen, die gerade Kinder bekommen ist das tatsächlich so. Die Mittelschicht in München darf für Alteingesessene, Arme etc. arbeiten, aber selbst nicht mehr dort wohnen, sondern auch noch 1-2 Stunden pendeln. Stattdessen wird in Bestlage Platz für Sozialhilfeempfänger und Niedriglöhner geschaffen.

            Ein schönes Beispiel: Die Familie des Attentäters vom Olympiaeinkaufszentrum. Wohnt in den Nymphenburger Höfen in Bestlage:
            http://www.focus.de/politik/deutschland/attentat-in-muenchen-mutmasslicher-attentaeter-von-muenchen-details_id_5756177.html

            Zitat :“Die Sozialwohnung, in der David S. mit seiner Familie wohnte, dürfte zu den luxuriösesten von ganz München gehören. Laut Münchner Bauverordnung müssen bei Neubauten – egal wie hochpreisig, zentral und edel – immer auch Wohnungen für Bedürftige errichtet werden. Von außen sind die Sozialwohnungen kaum von den Luxus-Apartments im Hinterhof zu unterscheiden: heller Anstrich, Fenster mit Extra-Lärmschutz, Balkons aus dunklem Stahl.“

            Insofern: Zahlreiche Hartz IV Empfänger hat sicherlich einen deutlich höheren Wohnstandard als 100 – 120 kEUR Brutto Arbeitnehmer. In München braucht man schon ca 160 – 200 kEUR um sich heutzutage ein wenig etwas aufbauen zu können.

        2. Bei einem Einkommen von 30k/Jahr zahlt man in Steuerklasse 1 ohne Kinder 3875,88 Euro Lohnsteuer und Solidaritätszuschlag. Soweit weg ist das von den 4200 Euro nicht – zumal man mit anderen Steuerarten diesen Betrag sicherlich überschreitet.

  33. Felix und DF, ich würde bei euch beiden schätzen dass Ihr Mitte/Ende 20 seid, kommt das hin?

    Wir spenden auch , insgesamt geht das bei an vier Organisationen

    1) Neven Subotic Stiftung
    2) Kinderlachen e.V.
    3) lokale Tafel
    4) lokale Obdachlosenhilfe

    Da die Spenden sich ja auf die Steuerlast auswirken hab ich sie in meinen Ausgaben nicht so drin. Bei der ersten Stifung kommt einmal im Jahr eine Spende. Wer sich einmal mit der Organisation beschäftigt hat und dann noch Neven Subotic live dazu erlebt hat macht das sehr sehr gerne. Zumal er alle Kosten selber trägt und jede Spende verdoppelt.
    Kinderlachen macht viel für Kinder. Gerade Kinder haben nicht die Möglichkeit Unterstützung vom Staat zu bekommen oder sich selber zu versorgen sondern sind immer auf das Elternhaus angewiesen. Wenn man sich mal mit der Kinderarmut in D beschäftigt vergeht einem so einiges. Auch wenn es so gesehen „Jammern auf hohem Niveau“ ist.
    Die Tafel untersütze ich gerne, auch wenn ich bedaure das es sie geben muss. Gleiches gilt für die Obdachlosenhilfe. Wertvolle Einrichtungen in unserem Land!

    Fairerweise muss ich sagen dass ich mich der Kirchensteuer entziehe. Allerdings hängt das damit zusammen dass ich die Wege des Geldes dort nicht nachvollziehen kann. Dann lieber direkt an die genannten Organisatonen spenden!

    Ein Punkt noch im Zusammenhang mit dem „Konsum“ – ohne Konsum gibt es deutlich weniger Arbeitsstellen. Sollte man auch nicht vergessen. Und -auch wenn wir hier bessere Verhältnisse als in USA haben- das Trinkgeld in der Gastro sollte man nicht vergessen. Die Leute machen einen Job für wenig Kohle, das Trinkgeld sollte man daher immer vernünftig doseiren (ausser es war mieser service).
    Leider erlebt man oft dass bei Rechnungssummern von 68,50 bei 70 Euro „stimmt so“ gesagt wird…

    1. Bei mir liegst du beim Alter daneben.

      Die ersten beiden Organisationen, an denen du spendest, scheinen mir auf den ersten Blick sehr sinnvoll. Ich würde mir jedoch wünschen, dass der Staat hier mehr tut (Entwicklungshilfe & Kinderarmut) und ich das über höhere Steuern finanziere.

      Bei Punkt 3 und 4 kann ich dir nicht zustimmen. In Deutschland gibt es keinen Grund Obdachlos zu sein und die Hilfe von Tafeln ist bei den derzeitigen H4 Sätzen nicht nötig (und falls doch sollten die H4-Sätze erhöht werden).

      Auch Trinkgeld halte ich für eine Unsitte und gebe das nur Anstandshalber. Viel mehr sollte der Staat für eine gerechte Entlohnung sorgen und es, falls nötig, höhere Preise in der Gastronomie geben. So ist auch dafür gesorgt, dass jeder entsprechend Sozialversicherung und Steuern auf sein Einkommen zahlt. Ich kenne mehrere Barkeeper deren monatliches Trinkgeld höher ist als mein Nettoeinkommen.

    2. Bei mir kommt das Alter nicht hin. Ich bin ca. 6 – 8 Jahre älter als von Dir angenommen. Es ist eher eine Lebenseinstellung. Ich halte „Spenden“ als Almosen ohne Gegenleistung für eine schlechte Sache. Man kann stattdessen auch eine Dienstleistung in Anspruch nehmen und für Gegenseitigkeit sorgen, weil dadurch Wertschätzung signalisiert wird (das Gegenüber kann für mich etwas tun und ich für das Gegenüber). Mir ist das im Beruf auch wichtig, dass ich etwas für den Mandanten tun kann und er meine Arbeit schätzt. Daher halte ich Almosen wie Spenden für Tafeln und dergleichen nicht für sinnvoll. Kein Mensch muss in Dtl. hungern, wenn andere Kommentatoren hier und anderswo (Frugalisten) davon schwärmen wie gesund und Bio man sich mit einem Budget auf oder unter Hartz IV Niveau ernähren kann. M.E. sollten wir daher mehr in gegenseitig „Gutes“ füreinander tun investieren. Ich bin daher sehr dafür, dass man z.B. ordentliches Trinkgeld gibt und im Dienstleistungssektor ordentlich zahlt (z.B. nicht der 8 EUR Frisör).
      Bei Spenden an Kinderhilfswerke ist es eine Ausnahme, da hier das Prinzip der Reziprozität nicht wirkt.

      1. Bin ich bei Dir. Leider ist ja gerade in D die „Geiz ist Geil“ Mentalität immer noch weit verbreitet. Das führt in der Folge zu schlechter bezahlten Jobs, etc. Wie soll denn der „Friseur“ von 8 Euro für einen Haarschnitt einen guten Lohn bezahlen? Und das zieht sich ja durch alle Berufsgruppen.
        Und ja, ich bin bei Dir dass man sich gesund ernähren kann. Bio auf HartzIV Niveau halte ich für sehr optimistisch aber gesunde Ernährung geht. Zumindest auf Veggie-Basis.

  34. Die Auflistung sieht erst einmal ganz normal aus. Trotzdem machen mich persönlich einige Punkte stutzig, die ich mir definitiv genauer anschauen und überlegen würde. Wenn ich die Punkte zusammen rechne, wären 980€ von den 3500€ auf dem Prüfstand, wie z.B. Ausflüge, Eintrittsgelder, Alkohol, Autos, KFZ-Versicherung, Parkplätze, Garten, Handyverträge, u.a.

    Persönlich überlege ich mir recht genau, was ich brauche und was nicht. Aktuell liegen meine Fixkosten im Monat bei 1.400€. Meine Freundin hat ihre eigene Finanzen und wir teilen 50/50. Wir wohnen in einer Eigentumswohnung, haben zwei Kinder. Das Kindergeld geht aber auf eigene Konten der Kids und wird teilweise angelegt.

    Ansonsten leben wir recht bewusst, aber nicht zwingend enthaltsam. Wir haben z.B. eine Putzfrau und ein Wohnmobil. Nutzen aber auf der anderen Seite Carsharing und haben keine Handyflats. Die Dinge müssen halt einen gewissen Mehrwert für uns haben. Und wenn nicht, verzichten wir darauf oder verkaufen sie wieder.

  35. Hallo,

    bei uns (2 Erwachsene, 1 Kind. Ich selbständig, sie betreut unser Kind):
    2900 Euro für Konsum, Versicherungen, handys etc.
    1800 Euro Kredite (1200 selbstgenutzes Haus, 600 Euro andere Immobilie)
    5000 – 6000 sparen. Variiert stark.

    Finanzen meiner Frau laufen extra, sie schießt 200 Euro monatlich zum Haushalt zu. Rest bezahle ich.

  36. Moin,

    @Martin: 1200 € für Möbel im Jahr…wir mussten dieses Jahr eine Küche im mittleren Preissegment kaufen, Preis ca. 6000€. Schon ist der Posten für die nächsten 5 Jahre reserviert.;)

    @SabinevonEltern: Danke für deine Einschätzungen. Alkohol stimmt, Optimierungspotenzial. Aber da wir ab und an Freund zu Besuch haben, im Sommer mit Nachbarn grillen ist schnell ein Kasten Bier, eine Flasche Wein und ein Fläschgen Havanna weggenippt. Alkohol ist Luxus und gesundheitsschädigend, schmeckt aber nunmal auch (Ansichtssache ich weiß).;)
    Deko kann man evt. verbessern, aber da zählt auch der jährliche Weihnachtsbaum, Bilderrahmen, ab und an neue Blumen, Blumentöpfe oder einfach ein schönes Bild fürs Wohnzimmer rein. Sowas braucht jeder…aber solche Kosten werden in Budgets oft nicht beachtet.

    @Iceman: Schonmal neue Reifen fürs Fahrzeug beschafft?:) Diesen Winter mussten 2 neue Winterreifen ran…170 Euro. Nächsten Winter kommen die nächsten zwei. Mit einem Platzhalter von 5 Euro würde meine Frau dann die nächsten Jahre nur noch zur Arbeit schlittern.

    @Mitleserin: Wir wohnen erst seit letztem Jahr in dem Haus. Eventuell liegen die Kosten höher…was jetzt aber noch nicht abschätzbar ist. Meine Frau ist aber recht geschickt in den jährlichen bzw zweijährlichen Tarifwechseln…damit fahren wir sehr gut.

    @DF: Respekt, Kosten 3k. Das vernünftig angelegt und du hast schnell eine gute Basis. Wie alt bist du denn? Für deine Kaltmiete bekommt man in Berlin mancherorts 2 PKW-Stellplätze, aber keine Wohnung.;)
    5,5€ für Lebensmittel? Da muss man sich schon extrem einschränken und der Wert kommt dem genannten von Hr. Sarrazin schon recht nahe. Gerade Lebensmittel sind in Dt. im internationalen Vergleich spotbillig, da kann man sich ruhig auch was gönnen.
    Zum Thema Rückstellungen: Sind dort 30 Euro wirklich zu hoch? Meine Frau muss nebenbei eine Fortbildung machen. Die kostet ca. 1000,-€. Hat keiner in der Höhe auf der Rechnung und solche unerwarteten Dinge fallen alle paar Jahre an. Ich denke 30€ p.M. sind da sinnvoll.

    @Lejero/ Juju: Wir sind beide gesetzlich versichert. Bei der Kleidung habt ihr vollkommen Recht. Die habe ich in der Aufstellung vergessen. Hängt damit zusammen, dass jeder noch ein kleines eigenes Budget hat für Kleidung, eigene Hobbies etc. Das entspricht jedoch ungefähr dem Kindergeld, gleicht sich also in obiger Liste quasi aus.
    Man könnte also sagen, 3700€ Ausgaben bei 5200€ Einnahmen.;)

    @Finanzglück: Ja die lieben Kinder und deren Betreuung. Aber das erfreut uns, wenn wir sehen, dass es dem Kleinen gut geht. Trotzdem hauen die Kosten natürlich rein, vor allem wenn man zwei Steppke als Nachwuchs hat. Bei dem Thema reagier ich aber allergisch auf unseren Staat und alle Entscheider! Die größte Bedrohung für unseren derzeitigen relativen hohen Wohlstand (das kann kaum einer abstreiten) ist der mangelnde Nachwuchs. In den kommenden Jahrzehnten wird dies den auskömmlichen Ruhestand von Millionen von Rentner ruinieren. Das System ist dann nicht mehr bezahlbar. Wieso werden Familien jetzt nicht unterstützt, obwohl die schwarze Null im Haushalt steht? Erst die deutsche Politik hat mich zu dem Thema der finanziellen Freiheit gebracht.

    Vielen Dank an Finanzglück, dass er so eine interessante Freitagsfrage gestellt hat.:D Habe eben über eine Stunde benötigt um die Beiträge zu überfliegen. Scheinbar decken sich unsere Ausgaben mit vielen anderen, was mich erstmal freut.
    Auch wir spenden (Plan Deutschland), allerdings wirkt sich dies ja wieder bei der Steuererklärung aus, daher habe ich es weggelassen.

    LG
    Djerun

  37. Interessanter Artikel. Ich habe die Aufstellung mal mit unserer (DINKS) verglichen:

    – Nettoeinkommen bei uns etwa 4.750€, also 250€ weniger als ihr .
    – Wohnen und NK: Geben wir etwa 150€ mehr aus (Wohnung ist groß und im Hinblick auf eine Familiengründung in Hamburg ausgesucht worden).
    – Konsumausgaben (Restaurant, Sport, Elektronik, Verein usw.) geben wir etwa 200€ mehr aus, ich denke das reduziert sich, sobald Kinder da sind.
    – Versicherungen geben wir etwa 130€ weniger aus.
    – Mobilität (Auto +ÖPNV) liegen wir gleich auf.
    – Rücklagen für Anschaffungen, Geschenke und Urlaub sind 350€ höher. Hier wird sich das wohl an euer Niveau angleichen, wenn unsere Wohnung eingerichtet ist und ein Kind da ist.
    – Sparen liegt bei uns etwa 800€ unter euch.

    Insgesamt lässt sich sagen, dass wir derzeit recht viel verkonsumieren und mit einer Sparquote von 12% quasi eine „Grundlast“ abdecken, um auf lange Sicht nicht ins Hintertreffen zu gelangen. Ich denke, wenn wir ein Kind haben und beide wieder arbeiten, wird sich unsere Situation der euren annähern, wobei wir wohl dauerhaft etwas mehr verkonsumieren als ihr.

    @ Nico: Vielen Dank für diese Freitagsfrage. Sie war sehr informativ. Nach all den Kommentaren denke ich, das Konsumausgaben in der Höhe von 3.000-4.000 € im Monat, bei Paaren in der oberen Mittelschicht (sind wohl die meisten hier), realistisch und Okay sind.

    1. Hi Sajin,

      sehr gerne. Genaugenommen kommt die Frage ja von Djerun. Es ist schon erstaunlich wie viele Kommentatoren sich hier zu Wort gemeldet haben. Das Thema bewegt.

      Ich finde 3.000 – 4.000 Euro als Ausgaben für eine kleine Familie immer noch krass, wenn ich ehrlich bin. Da ist noch so viel Fett drin, was wohl ohne große Verluste in Lebensqualität abgeschnitten werden könnte. Ich darf mich da aber nicht so weit aus dem Fenster lehnen, da unsere Ausgaben sich auch in der Region bewegen. Letztendlich muss hier auch der Familienfrieden gewahrt werden. Ich selber könnte auch mit deutlich weniger auskommen – und bewundere Menschen wie Oliver (vom Blog Frugalisten), wie er minimalistisch lebt und damit glücklich und zufrieden ist.

      Schauen wir mal, vielleicht im nächsten Leben noch mal 🙂

      VG, Nico

  38. Durch Nachrichten, Familie und die bewusste Beschäftigung mit dem Thema Finanzen bekommt man mit, dass es viele Leute in Deutschland mit deutlich weniger Geld auskommen müssen und dies auch schaffen. Von daher habe ich auch ab und zu die Gedanken, dass wir Ausgaben kürzen und uns einschränken sollten. Wenn ich mir dann aber unsere Ausgaben anschaue, bewegt sich alles – für unsere Lebenssituation – mehr oder weniger im Rahmen.

    Meiner Ansicht nach liegt das an zwei Faktoren:
    1. Das Geld ist schlicht und einfach da. Es lockt.
    2. Wie Du schon andeutest, haben alle Familienmitglieder ein Mitspracherecht. Das führt dazu, dass die Haushaltsausgaben immer einen Kompromiss darstellen. Man gönnt sich Luxus (Auto, große Wohnung, regelmäßige Urlaube) und erfüllt sich Wünsche (wir stellen z.B. auf qualitativ hochwertige Massivholzmöbel um), die einzelne Familienmitglieder vielleicht nicht haben.

    Wie schon oft von Kommentatoren angebracht bedeutet Geld Freiheit und Lebensqualität. Wenn man sparsam lebt, muss man sich bei gewissen Dingen, die man selbst als schön und angenehm empfindet, einschränken. Der Oliver schreibt z.B., dass er gern ein Wochenende im Luxushotel verbringt. Dann hat er aber vielleicht sein Genuss-Budget für 4 Monate aufgebraucht und kann (jetzt folgen ausgedachte Beispiele) in der Zeit nicht nach Deutschland reisen, um seine Familie zu besuchen und zusätzlich ein Festival mit Freunden unsicher zu machen. Oder, wenn er das dann auch noch gemacht hat, muss er vielleicht den Besuch einer Skateboard-Messe absagen, auf die er ggf. voll Bock hat.
    Das muss man wollen, können und akzeptieren.

    tl;dr: Wenn man die Kohle hat und für die persönliche Situation ausreichend spart, kann man den Rest ruhigen Gewissens ausgeben. Wichtig ist, dass man die Dinge bewusst genießt und zu schätzen weiß. Sind es dann 3.000 € – 4.000 € im Monat, dann ist es halt so. YOLO 😛

    1. Hi Sajin,

      „Wie schon oft von Kommentatoren angebracht bedeutet Geld Freiheit und Lebensqualität.“

      Freiheit definitiv ja, da stimme ich zu. Lebensqualität lässt sich auch mit Geld herstellen, das ist richtig, aber nicht nur exklusiv. Es gibt meiner Meinung nach ebenso viele Wege, Lebensqualität auf andere Weise als durch das Ausgeben von Geld zu erzeugen.
      Wenn man seine Ausgaben halbieren möchte, ohne auf Lebensqualität zu verzichten, dann darf man nicht einfach nur das Geldausgeben weglassen, sondern muss eben jene anderen Wege gehen lernen.

      Im Übrigens habe ich so etwas wie ein Budget gar nicht. Ich kaufe mir immer alles, was ich möchte und schreibe hinterher einfach nur meine Ausgaben auf. Wenn ich in den Luxusurlaub fahren, anschließend nach Hause fliegen und auf eine Skateboardmesse gehen will, dann mache ich das.

      Der Grund, warum ich das nicht so oft mache ist, dass ich mich nicht an den Luxus gewöhnen möchte (Stichtwort: Lifestyle Inflation). Es soll etwas Besonderes bleiben. Außerdem habe ich jede Menge kostengünstige Hobbys und Interessen, so dass für besonders viele Genuss-Ausgaben eigentlich gar keine Zeit bleibt (und kein Bedarf besteht).

  39. Sehr informativer Beitrag, vor allem durch die ganzen Rückmeldungen.

    Irgendwie komme ich mir beim lesen sehr unterbezahlt vor 😀

    Bei mir (keine Kinder) siehts so aus (Frau hat auch einkommen , schreibt aber getrennt auf) :
    * Miete+NK+DSL+Strom : 650 € (80qm – und Frau Penningfuxer ist da schon am meckern das wir keinen Platz haben ^^)
    * Essen : ~ 350 €
    * Versicherungen : 140 € ( Hausrat, BU, Riskoleben, Unfall, KFZ,Zahnzusatz, Riester *schäm* ^^)
    * Auto: : ~ 100 €
    * Verträge : ~50 € (Webspace,Handy,Fitness,Bankgebühren)
    * Sonstiges (Hausrat, Kleider, Unterhaltung etc) : ~ 200 €
    _____
    Unterm Strich also ~ 1600 € Ausgaben, was dann eine Sparrate von 500 -600 € im Monat zulässt.

    Anscheinend ist es aber echt so: Je mehr einkommen man hat desto mehr gibt man auch aus. 3500 € Ausgaben im Monat … Wahnsinn (aus meiner Sicht)

    P.s. Für alle die ein handgeschriebenes Haushaltsbuch zu altmodisch und eins in Excel zu unkomfortabel finden Ich hab auf meinem Blog ein Handy-Haushaltsbuch vorgestellt welches mir gute Dienste leistet:
    https://www.penningfuxer.de/2017/66/sparen-basics-einnahmen-und-ausgaben-erfassen/

    mfg
    Oli

  40. Nochmal vielen Dank an Finanzglück für die Eröffnung des Threads.

    Mir hat er vor allem gezeigt, dass wir mit unseren Ausgaben vergleichbar sind mit denen, die sich in einer ähnlichen Situation befinden (Großstadt bzw. Speckgürtel, Kinder, beide berufstätig, „angenehmer“ Lebensstandard).

    Nur als Nachtrag….letzte Woche bekamen wir einen Bescheid, dass sich die Kinderbetreuungskosten auf 450,-€ pro Monat erhöhen. Macht dann bei dem zweiten Kind inkl. „Rabatt“ von 50,-€ schlappe 850,-€ p.M. (kleine Info für die Kinderlosen :), was auf sie zukommt).:(

    In Summe sind also 3000-4000 Euro Ausgaben OK, der ca. erste Tausender fürs Wohnen, der zweite Tausender für die Kinder…und schon sind 60% vom Budget weg.:D

    Ciao
    Djerun

  41. Ich betreibe ebenfalls seit 2 Jahren mein Haushaltsbudget, ich weiss also noch genau wie viel ich vor zwei Jahren für welche Kostenpunkte ausgegeben habe 🙂 Ich verwende dafür die App HomeBudget und unterteile in folgende Kategorien:

    Monatliche Fix Ausgaben
    Lebensmittel
    Hilfsmittel
    Shopping / Service
    Unterhaltung
    Auto

    Im Monat Februar habe ich 3’030.10 CHF ausgegeben (ausschliesslich meine Ausgaben), ich lebe mit meiner Freundin zusammen und wir teilen uns sämtliche Kostenpunkte wie Essen, Miete, Versicherungen etc. Da ich in der Schweiz lebe sind gewisse Grundkosten verhältnismässig zu angrenzenden Ländern extrem teuer.

    http://www.sparkojote.ch/2017/03/13/die-abrechnung-haushaltsbudget-februar-2017/

    Gruss
    Der Sparkojote

  42. Wir sind da ehrlicherweise weit drüber, und das obwohl ich von ein paar Jahren noch mit unter 1000,- dabei war…

    DI2K

    Haus (Rate 1150, Nebenkosten 400, Rücklage 220) 1.770,-
    Kita inkl. 2x Essen 800,-
    PKV 150,-
    AfA Auto 115,-
    Lebenshaltung (Essen, Drogerie, Ausflüge, kleinere Anschaffungen, Kleidung, Sprit, Geschenke) 1.200,-
    Rücklage Urlaub 100,-
    fixes Sparen Kinder und Altersvorsorge 620,-

    macht zusammen rund 4.750,-

    Dazu kommen im Moment immer noch einmal größere Ausgaben für Renovierungsarbeiten (neues Bad o.ä.). Ich finde, die Summe sieht gewaltig aus, obwohl mir die einzelnen Post nicht wahnsinnig hoch vorkommen. Der Posten für’s Haus relativiert sich, wenn man weiß, dass in den 1150 Rate mehr als 900 Tilgung enthalten ist und eben 220 in eine langfristige Rücklage gehen. Versicherungen sind in den Nebenkosten fürs Haus (RLV, Wohngebäude, Hausrat) bzw den Lebenshaltungskosten (Privathaftpflicht, KFZ) versteckt.

  43. Nachtrag: Die Lebenshaltungskosten von 1.200 sind nach oben abgeschätzt, erscheinen mir erst einmal viel. Rein für Ernährung, Klamotten, Drogerie usw. geben wir wenig aus. Der größere Teil fließt in so Sachen wie Autoinspektion, (Gebraucht-)möbelkauf, andere Anschaffungen, Handwerkerleistungen (wir bauen immer noch um), neue Kindersitze, Spielzeug, Tanken (rd.100 p.m.), Wohnungseinrichtung, kleinere Baumarktposten, Kantinen, Musikschule, Sportverein.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.