Freitagsfrage: Hausbank oder Direktbank – wo würdest Du Deine Immobilie finanzieren?

Hausbank oder Direktbank

Willkommen zur Freitagsfrage!

Hier geht es wieder mal um Deine Meinung. Ich gebe eine kurze Einleitung zu einer konkreten Frage. Dann übernimmst Du die Show.

Hosen runter!

Derzeit wird Dir die Kohle für Immobilienfinanzierungen förmlich hinterher geschmissen.

Die Banken prügeln sich darum, die Passiva in ihrer Bilanz unter die Leute zu bringen, statt Strafzins bei der EZB zu latzen. Immobilien sind hier eine fesche Anlagemöglichkeit. Es dürfte wohl noch nie so günstig gewesen sein, das Eigenheim oder die vermietete Immobilie zu finanzieren.

Die Frage ist also weniger, ob Du einen Kredit bekommst, sondern vielmehr mit wem Du Dich ins Bett legen willst.

Denn ähnlich wie in einer Ehe, gehst Du auch hier eine langfristige Beziehung ein. Und wenn es mies läuft stehst Du am Ende mit heruntergelassenen Hosen da.

Ok, dieser Vergleich hinkt vielleicht etwas… Aber Du weißt schon worauf ich hinaus will.

Hipster oder Old-School?

Wir können Deine Bankpartner grob in zwei Lager aufteilen.

Auf der einen Seite gibt es die klassischen Haus- oder Filialbanken. Wir reden über die örtlichen Sparkassen, Volksbanken oder die verbliebenden Privaten mit Filialnetz. Dort sitzt Dir der nette Herr Katzenwadel gegenüber und hört sich beim leckeren Filterkaffee Deine Sorgen und Ideen an.

Anschließend präsentiert er Dir dann eine auf Deine Bedürfnisse maßgeschneiderte Finanzierung. Die ist dann vielleicht nicht ganz so preiswert und involviert meist noch irgendeine Art von Versicherung. Aber dafür hast Du eine reale Person vor Dir, mit der Du sprechen kannst, wenn es zu Problemen kommt.

Auf der anderen Seiten gibt es die Direktbanken, die durch ihre hochglanzpolierten Internetauftritte und unschlagbar günstigen Konditionen bestechen. Kontakt findet jedoch online oder per Telefon statt – ohne dass man sich sicher sein kann, ob der nette Herr am anderen Ende Kai Mauer oder C-3PO heißt.

Solange alles paletti ist, läuft der Laden. Bei unerwarteten Problemen muss man dann schauen, wieviel Out-of-the-Box Denke mit den Algorithmen kompatibel ist.

Entweder oder

Beide Lager haben ihre Vor- und Nachteile. Ich selber habe Immobilienfinanzierungen sowohl mit Haus- als auch mit Direktbanken abgeschlossen.

Wie sind Deine Erfahrungen in dieser Hinsicht?

  • Ist Dir der Luxus eines direkten Ansprechpartners mehr wert als die letzte Nachkommastelle beim Zins?
  • Oder macht der Service eh keinen Unterschied und daher schlägt die hippe Direktbank ihre altbacken Konkurrenten um Längen?
  • Macht es einen Unterschied, ob es ums Eigenheim oder die vermietete Immobilie als Geldanlage geht?

Hausbank oder Direktbank – wo würdest Du Deine Immobilie finanzieren?

Ich bin gespannt auf Deinen Kommentar!  

 

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18 Kommentare

  1. Der „feste Ansprechpartner“ ist doch in 10 Jahren schon wieder ganz wo anders…. Wenn dann würde ich das machen wo ich die besten Konditionen bekomme, und das dürfte wohl die Online Bank sein.

  2. Ich kann dir sagen, wie ein Kollege es gemacht hat. Ich bin nur ein Mieter.
    Er veranstaltete eine Art Ausschreibung, beteiligte 14 Banken daran. Eine Bank wollte die Konditionen nur persönlich in der Filiale übergeben, da flog sie raus. Alle Banken wussten um die Konkurrenz und legten sich richtig ins Zeug. Mein Kollege sparte sehr viel Geld.

  3. Fest Ansprechpartner ist nur ein Verkäufer, der in der Bank sitzt. Er ist kein Freund, dem habe ich erst beim Gespräch in der Bank kennengelernt. Dafür ist sein er für mich gleich null, oder eher negativ, weil er nicht in meine Interesse handelt.

    Ich würde ihm ertragen, nur wenn er bessere Zinsen bietet. Darum geht es, um reine Zahlen un Zinsen. Und wenn es schiff geht, I was das sowohl Hausbank oder Direkt Bank würden nicht gegen eigenen Interessen tun.

  4. Hi Nico,
    interessante Fragestellung!
    Wir haben vor 7 Jahren unsere Finanzierung bei der Hausbank abgeschlossen. Meiner Frau ging aufgrund der hohen Summe ein wenig die Düse, so dass ihr ein direkter Ansprechpartner wichtig war, zumal man sich grob kannte (Dorf halt). Ich war damals neutral eingestellt .
    Im Nachhinein war das eine glatte Fehlentscheidung. Ich kann den genauen Unterschied im Zinssatz zur onlinebank nicht genau beziffern, aber über die Jahre werden wir sicherlich bereits jetzt vierstellig mehr bezahlt haben. Die Notwendigkeit eines direkten Kontaktes war auch nie gegeben…
    Wie Christian Wimmer bereits erwähnt hat, ist unseren Ansprechpartnerin vor 3 Jahren in Rente gegangen. 🙂
    Glücklicherweise sind wir schon in ein paar Monaten durch mit der Finanzierung. Mit der letzten Rate verfliegt dann auch der Ärger über die damalige Entscheidung.

    1. Ich sehe das ähnlich wie mein Vorredner. Die Finanz(ierungs)dienstleister (Dr. Klein, Interhyp,FMH, etc.) sind hier ganz weit vorn. Die vergleichen hunderte von Angeboten der Banken und können auch „Sonderwünsche“ mit einrechnen (z.B. Bausparverträge, Forwarddarlehen, etc.) und vergleichen auch identisch die Vorgaben. Bei den Banken, die wir selbst angefragt haben, bekamen wir trotz genauer Vorgaben teilweise nur schwer vergleichbare Antworten. Letzlich sind wir bei der AXA gelandet – von denen ich vorher nicht mal wusste, dass dort Finanzierungen angeboten werden.

  5. Haben Ende 2016 einen Kredit für eine zu vermietende ETW aufgenommen.
    Meine Frau eher Freund der Hausbank, ich eher Direktbank-Fan. Über Interhyp Vergleiche angestellt. Bei einer ca. 90 % – Finanzierung lag der Zins irgendwo bei ca. 1,6 % .
    Der Vollständigkeit halber u. zur Beruhigung des eigenen Gewissens, auch jede Möglichkeit der Information genutzt zu haben, noch einen Termin bei der Hausbank (Volksbank) gemacht.
    Überraschung, Überraschung!
    Für dei gleiche Kreditsumme 0,75 % – 12 Monate bereitstellungsfrei weil wir Mitglieder sind u. noch weitere kleine Vorteile wg. der Mitgliedschaf, die sich aber auch summieren.
    Alle diese Nebengeräusche hätte die Bankberaterin nicht erwähnen müssen, der Zins sprach bereits für sich. Auf alle kritischen Nachfragen (ich kannte die Antworten bereits, war ein Test um zu sehen wie ehrlich die in der Bank sind) die korrekte Anwort.
    Also ich sag mal so, der Herr Interhyp u. Co. muss auch bezahlt werden, dieser Betrag muss irgendwo im Zins drin sein. Also kann die Hausbank u.U. doch Konkurrenzfähig sein!
    Kommt aber wohl wie immer auf die richtige Situation u. den entsprechenden Menschen in der Bank an.
    Ich werde aber in Zukunft, bei weiteren Finanzierung die Hausbank auf jeden Fall wieder konsultieren.

  6. Da bin ich ebenfalls dabei. Ich habe über die Interhyp in den letzten 15 Jahren bereits insgesamt 7 Finanzierungsverträge abgeschlossen und es war jedes Mal erheblich günstiger als die Angebote meiner Hausbanken (einschließlich der Direktbanken wo ich Konten habe). Am krassesten war eine vor 12 Jahren abgeschlossene Finanzierung bei der Landeszentralbank Baden-Württemberg. Dort habe ich insgesamt fast 20.000 Euro weniger Gesamtzinsen bezahlt als beim zweitbesten Anbieter. Da ich in NRW wohne und auch dort meine Häuser habe wäre ich ohne Interhyp im Leben nicht auf die Idee gekommen bei der Landeszentralbank Baden-Württemberg nach einer Finanzierung zu fragen. Die anderen Finanzierungen sind erstaunlicherweise immer woanders am billigsten gewesen: Sparkasse Oberhausen, Commerzbank Frankfurt, Landesbank Hessen. Man bekommt alles per Post zugeschickt, kann in Ruhe alles durchlesen und unterschreiben und den ganzen Rummel wieder an die Bank zurückschicken. Service durch die Interhyp bei Rückfragen war immer Top. Einem guten Freund habe ich die Interhyp ebenfalls empfohlen. Zum Glück hatte er die Finanzierung seiner Hausbank noch nicht unterschrieben. Über den Vermittler war es insgesamt auch erheblich günstiger.

  7. Wir haben uns auch für den dritten Weg entschieden: Finanzvermittler.

    Allerdings nicht die Online/Telefon-Variante, sondern einen lokalen Finanzierungsspezialisten. Kam abends zu uns nach Hause, hat alles abgefragt und mit uns ein Finanzierungskonzept entwickelt. Die Konditionen waren die gleichen, die auch die großen Vermittler haben. Zusätzlich konnte er uns aber auch Erfahrungen über die qualitativen Unterschiede zwischen den Banken mitgeben (Erreichbarkeit, Antwortzeiten, Bürokratismus), was in unserer Situation mit vielen Teilabrufen wichtig und hilfreich war.

    Sozusagen das Beste aus beiden Welten.

  8. Moin Moin,

    interessante Kommentare bisher! Hier ist meine kleine Odyssee durch die Immobilienfinanzierungen.

    Bei den Wohnungen in Berlin – finanziert 2010 – war ich noch Finanzierungsjungfrau. Ich hatte mir irgendwie in den Hinterkopf gesetzt, dass ich einen starken lokalen Partner brauche. Vielleicht treten Probleme auf und dann brauche ich einen Ansprechpartner vor Ort. Nachdem ich bei einigen angefragt hatte ging mein Weg letztendlich zur Berliner Volksbank. Dort stellte sich dann irgendwann später im Prozess heraus, nachdem die Zeit schon eng wurde, dass die Volksbank selber nur Vermittler war. Den eigentlichen Kreditvertrag unterzeichnete ich dann mit der Münchener Hypothekenbank.

    Soviel dazu. Im Nachhinein kann ich mir über meine Naivität eigentlich nur in den Arsch beißen… Ich muss hier nicht weiter erwähnen, dass ich nach meinen Abschluss nie wieder Kontakt mit der Volksbank hatte. Den Ansprechpartner vor Ort brauchte ich nicht.

    Dann kam das Eigenheim 2014. Jetzt wollte ich alles richtig machen. Um mir erst mal einen Überblick zu machen hatte ich Termine mit der Interhyp und Comdirect gemacht – beides Vermittler. Und ich war ziemlich begeistert! Gerade die Interhyp-Dame hat einen wirklich guten Job gemacht. Ich habe die Konditionen dann Stichprobenmäßig direkt geprüft und jedes Mal schlechtere Konditionen bekommen. Strange, aber dann soll es halt so sein.

    Letztendlich bin ich dann bei der ING gelandet. Die hatten zu dem Zeitpunkt den besten Mix aus Zins und anderen Konditionen, die mir wichtig waren. Doch dann kam es zu einem Problem. Ich musste den Kredit innerhalb der 14 tägigen Frist widerrufen, weil es zu einer Verzögerung kam (die Geschichte ist etwas komplizierter). Die Interhyp-Dame hat sich dann echt ins Zeug gelegt und die ING überzeugt mir noch mal einen neuen Vertrag zu schicken (kurioserweise mit einem leicht niedrigeren Zins, weil sich in der Zwischenzeit die Konditionen verbessert hatten). Ende gut, alles gut.

    Von daher kann ich es aus persönlicher Sicht bestätigen, dass Vermittler eine gute Option sind. Man sollte auf jeden Fall mal anfragen um das Bild abzurunden. Die Immobilien-Propheten a la Alex Fischer schwören übrigens auf den soliden Berater in der Hausbank. Aber das wird dann wohl eher relevant wenn man ein größeres Immobilienrad (mit wenig Eigenkapital) dreht. Ich selber hatte nach Abschluss nie Kontakt mit meinen finanzierenden Banken, außer vielleicht mal die jährliche Sondertilgung abzustimmen.

    VG, Nico

  9. Hallo, wir haben auch einen privaten Kredit Vermittler beauftragt der bundesweit arbeitet und zufällig aus dem Nachbarort kommt. Der kam auch nach Hause und ist alles mit uns durch gegangen. Letztenendes wurde von ihm gesagt. Ihr könnt bei einer Rate von 750,- im monat ein Darlehen von 195t$ bekommen.
    Es wäre aus heutiger Sicht besser gewesen zu wissen, was der Unterschied zwischen 1 und 3% Tilgung ist. Damals 6,5% zins und 1% Tilgung bei vermittelter Bank dsl. Zum Glück konnten wir sonder Kündigung nutzen und sind mit 1.05zins und 3%Tilgung bei der Sparda Nürnberg vor Ort mit besseren Konditionen sehr glücklich.
    Online oder vor Ort ist egal, man muss mit Restschuld, Tilgung, sonder Tilgung was anfangen können und mit den o.g. Begriffen etwas hin und her rechnen können um für sich das Optimum rauszuholen. 1% macht auf die laufzeit schnell mal mehrere tausend Euro / mehrere Jahre Laufzeit aus.

  10. Hallo,

    ich denke hier gibt es wie bei den meisten Freitagsfragen keine korrekte Antwort. Wollte jetzt – nach langem anonymen lesen – auch mal meinen Senf dazu geben 🙂

    Meiner Meinung nach kommt die Wahl der Bank auf Kenntnisstand der finanzierenden Personen und dem Projekt das man finanzieren will an.

    Wenn man sich das Haus im Glück finanzieren möchte und durch handwerkliches Geschick das Haus teilweise mit den eigenen Händen erschaffen möchte, ist aufgrund der komplizierten Auszahlungsphasen und der Anrechnung mit Eigenleistung, Rechnungseinreichung usw. ein Ansprechpartner sicher von Vorteil, vor allem wenn man selber nicht ganz im Thema ist. Blind bei seiner Hausbank zu finanzieren ist, dann trotzdem nicht der richtige Weg weil man sich, durch vergleichen auch mit Ansprechpartner die ein oder andere Kommastelle sicher sparen kann 🙂

    Sollte man aber die klassische Eigentumswohnung ( egal ob als Kapitalanlage oder für sich selbst ) mit Eigenkapital bspw. 80% Finanzierung ohne schnick schnack vom Nachbarn abkaufen mit einer Auszahlung, weiß ich nicht wo der Mehrwert liegen sollte einen Ansprechpartner zu haben. Da ist es sicherlich gut sich in den Kampf der Zinsen mit verschiedenen Banken zu stürzen, die gerne alle so ein 0815 Geschäft haben möchten.

    Anders ist es wenn sich eine sehr schwere Kredit Konstellation ergibt, wie z.B. mehrere Darlehensnehmer und/oder mehrere Sicherungsobjekte, um einen besseren Zins bei niedrigem Eigenkapitaleinsatz, gleichzeitig besitzt man schon mehrere Kredite, Vorteilskauf etc. dann ist es fast unmöglich mit einer Direktbank ohne Ansprechpartner weil es eben kein 0815 Fall ist.

    Ich selber habe meine Wohnung über eine Bank vor Ort finanziert und habe durch eine komplizierte Finanzierungs Konstellation für die Beantragung einen Ansprechpartner vor Ort benötigt. Den Zins konnte ich durch verhandeln auch noch drücken und habe dadurch nicht viel Unterschied zu einer Direktbank, bei der ich den Kredit so gar nicht erhalten hätte.

    PS: Finde diese Freitagsfragen wirklich klasse! Bringen einen immer super zum Nachdenken!
    LG

  11. Ist aus meiner Sicht immer abhängig voneinander Einzelfall. Bei uns war es z.b so dass ich durch mein zwei geteiltes Einkommen (normales Angestellten Verhältnis und dazu nebenberuflich Selbstständig) immer einiges an Erklärungsbedarf hatte. Da fühlte ich mich bei der Hausbank besser aufgehoben.

    Dazu kommt dass ich auch relativ bequem bin,die Zahlen liegen natürlich der Bank durch die dort geführten Konten vor. die letzten beiden Finanzierungen liefen dann recht entspannt auf Zuruf bzw telefonisch.
    Fairerweise muss ich sagen dass das letzte Objekt auch nur eine kleine ETW für knapp 40k war, mit der Zusage der Bank kann man aber viel entspannter in die Verhandlungen gehen. Die Zinsen wirken sich eh steuersenkend aus, was soll ich mir da ein Riesen Ballyhoo antun? Sieht bei Eigennutzung natürlich wieder anders aus.

    Von mir also ein klares Votum für die lokale Hausbank. Die engagieren sich auch vor Ort, seien es lokale Events, Arbeitsplätze uvm

  12. „Anschließend präsentiert er Dir dann eine auf Deine Bedürfnisse maßgeschneiderte Finanzierung. Die ist dann vielleicht nicht ganz so preiswert und involviert meist noch irgendeine Art von Versicherung.“

    Genauso war es bei uns. Wir hatten alle großen Direktbanken und Kreditvermittler abgefragt, die Unterschiede zeigten sich eigentlich nur in der zweiten Kommastelle des Zinses. Die Nebenbedingungen waren es, die uns dann doch bei einer Sparkasse abschließen ließen – und zwar ohne irgendeine Art von Versicherung.

    Die Direktbanken und Vermittler wollten nur ihre Standardverträge anbieten, in denen Sondertilgungen entweder garnicht oder nur sehr eingeschränkt erlaubt waren. Bei der HASPA haben wir einen Vertrag bekommen, der nur 0,03% teureren Zins bedeutete, aber Sondertilgungen jederzeit und in beliebiger Höhe erlaubte. Und das haben wir sehr häufig genutzt. Am Ende des Monats noch 100 EUR mehr übrig als erwartet? Einfach eine Überweisung auf das Kreditkonto, fertig. Diese häufigen Sondertilgungen haben dafür gesorgt, das wir nach 10 Jahren keine Anschlussfinanzierung mehr brauchten, sondern die Restschuld mit einem Achselzucken bezahlen konnten.

    Die Finanzierung ist zwar schon ca. 15 Jahre her, und Ahnung von heutigen Angeboten habe ich nicht, aber die Nebenbedingungen nicht zu vernachlässigen ist immer ein guter Rat.

    Ehrlicherweise muss ich aber auch zugeben, daß das erste Angebot der HASPA auch kein besonderes war. Es hat gefühlt 20 Termine dort gekostet, um alles so hinzubiegen das es uns gut gefiel.

  13. Ich habe im Sommer diesen Jahres eine ETW zur Vermietung gekauft.
    Da es mein erstes Anlageobjekt und mein erstes Kreditvertrag überhaupt war bin ich auch sehr konservativ an die Sache herangegangen. Ich habe ca. 30% Eigenkapital eingebracht und eine Sondertilgung von 10% auf die Berechnungsnominale verhandelt.
    Da ich mich aktuell in den letzten Zügen meines dualen Studiums befinde war mein Studienvertrag zu der Zeit noch befristet und lief in 6 Monaten aus. (Wird nach dem Studium in einen unbefristeten Vertrag umgewandelt.)
    Ich bin dann mit meinem Vorhaben zu Interhyp und zu einer lokalen Privatbank gegangen und habe beiden meinen Fall vorgestellt. Letztlich war ein Angebot über die Interhyp zwar 6 Basispunkte günstiger, als das der lokalen Regionalbank, allerdings hatte ich dort deutlich flexiblere Möglichkeiten zur Sondertilgung. Darüberhinaus konnte die Privatbank mit einem schlanken Kreditprozess Punkten und hat die Kreditentscheidung nach einem Termin und einer Mail in der fehlende Unterlagen nachgeschickt wurden binnen 5 Werktagen getroffen. Die anderen Banken hatten über Interhyp signalisiert, dass sie sich auf höherer Kompetenzebene Zustimmung einholen müssen, wegen meines auslaufenden Arbeitsvertrages.

    Durch die schnelle Finanzierungszusage hatte ich beim Bauträger eine gute Verhandlungsposition, wodurch ich die 6 Basispunkte mehr als wieder reingeholt habe.
    Positiver Nebeneffekt ist, dass bei der Bank 3 gute Freunde arbeiten und die Bank zahlreiche Events, Theater und soziale Initiativen in der Region fördert, was mich neben dem schlanken Kreditprozess und der flexiblen SoTi weiter bestärkt hat.
    Je nach Marktlage und Liquiditätssituation, kann ich mir vorstellen ab Ende 2018 erneut zu kaufen. Auch dann würde ich wieder bei Interhyp und der Privatbank vorstellig werden. Die Privatbank sagte mir damals schon zu, dass sie den bis zum nächsten Kredit freien Teil der Grundschuld auf meiner erworbenen ETW dann problemlos als Sicherheit mit anrechnen kann, da sie diese ja bereits bewertet hat. Es kann also durchaus sein, dass es sich lohnt mehrere Kredite bei der selben Bank abzuschließen, da diese ja bereits eine erstrangige Grundschuld an meiner Wohnung hat.

  14. Ich würde hier einfach nur nach dem Zins gehen. Die Bank, die mir den günstigsten Zins anbietet würde ich dann aber doch mal vorher selbst noch prüfen und mal schauen was das für eine Bank ist. Man muss schon sagen dass die Direktbanken oft bessere Angebote haben als die Hausbank.

  15. Ist aus meiner Sicht immer die Frage nach der Differenz beim Zins und der Kreditsumme.
    Für 0,1 % würde ich mir den Stress nicht antun, vor allem nicht bei Investments wo der Zins eh mehr oder oder weniger durchläuft. Wie oben schon angesprochen bringen (bei Bündelung) bei der Hausbank freigewordene Grundpfandrechte schon mal einiges.
    So kann man zB auf dem schnellen Weg auch mal eine kleine Investition von 40-50K auf dem kurzen Dienstweg erledigen anstatt wieder die Anfragen zu beantworten und wieder alles an Dokumentation zusammenzustellen.
    Lediglich das Privatobjekt würde ich von Investmentobjekten trennen (Bank).

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