Aktie oder ETF? Eine Frage des Geschmacks, nicht der Rendite

Dies ist Teil 9 der Aktienmarktserie.

Wenn Du langfristig Vermögen aufbauen möchtest, dann solltest Du Dein Geld in den Aktienmarkt investieren.

Warum?

Bei keiner anderen Anlageklasse erhältst Du solch ein Rundum-sorglos-Paket. Saftige Renditen, Inflationsschutz, unkomplizierte Möglichkeit zur Diversifikation, geringer Zeitaufwand (wenn gewünscht) und günstige Transaktionskosten. Da können auch die sonst von mir geschätzten Immobilien nicht mithalten.

Bist Du soweit mit mir auf einer Wellenlänge? Wumbaba!

Dann komm inne Puschen und fang direkt an Besitzer der feinsten Unternehmen der Welt zu werden.

Aber wie?

Aktiv oder passiv oder aktiv oder passiv…

Eigentlich gibt es nur zwei Wege sinnvoll in den Aktienmarkt zu investieren.

Entweder Du kaufst aktiv Einzelaktien – also ganz klassisch.

Oder Du investierst passiv in Indexfonds, am einfachsten in börsengehandelte ETFs.

Warum tauchen hier keine aktiv verwalteten Fonds auf? Weil ich davon nichts halte. Das habe ich so auch meinem Fondsmanager zum Abschied geschrieben. Von windigen Derivaten oder Zertifikaten rede ich erst gar nicht.

Die Frage ist also: Aktie oder ETF?

Ohne Rücksicht auf Verluste

Das klingt erst mal nach einer harmlosen Frage. Hast Du eine Ahnung!

An dieser Frage scheiden sich die Geister. Es entbrennen dogmatisch geführte Ideologieschlachten. Es zerbrechen Freundschaften. Ehen werden wegen genau dieser Frage geschieden.

Ok, vielleicht übertreibe ich etwas.

Aber die Frage, ob aktiv oder passiv, ist wirklich nicht ohne. Es erstaunt mich immer wieder, wie intensiv die Diskussionen in Finanzforen und Blogs geführt werden.

Beide Seiten beanspruchen für sich langfristig den besseren Deal zu bekommen – oder in anderen Worten – die höhere Rendite zu erwirtschaften.

Wer hat Recht?

Der Frage gehen wir jetzt auf den Grund.

Zack und Wumms

Lass uns doch mal schauen was Einzelaktien so attraktiv macht.

Die Aktie ist etwas für die Puristen unter den Aktienmarktinvestoren. Kein Firlefanz. Es ist keine zwielichtige Finanzkrake wie BlackRock zwischengeschaltet, die ein Produkt für Dich kreiert und sich dafür von Dir entlohnen lässt.

Du investierst in das Basis-Produkt. Die Aktie selber.

Der Couponschneider hat es in seinem Zack-und-Wumms-Beitrag treffend auf dem Punkt gebracht.

Ich will es so einfach wie möglich haben. Ich möchte nicht aus zig verschiedenen ETFs auswählen, bei denen ich mich mit der Frage quälen muss: Wer ist der Emittent? Wo sitzt der Emittent? Ist es ein  swappender ETF oder ein replizierender? Das wären technische Fragen. Wenn ich mich vor den Fernseher setze, wähle ich nach Inhalten den Kanal. Fragen nach der Übertragungstechnik und Auflösung interessieren mich nicht.

Das tapfere Couponschneiderlein konzentriert sich voll auf die Unternehmen selbst und steckt seine Energie in die Auswahl der richtigen Firma, dessen Teilhaber er werden möchten.

Die Kosten beim direkten Aktienkauf sind noch einmal deutlich günstiger als bei einem ETF weil die Verwaltungsgebühr entfällt. Durch geschicktes Stock-Picking, und vielleicht sogar Market Timing, kann der pfiffige Investor den Vergleichsindex schlagen.

Die direkte Investition in eine Aktie hat also seinen Charme. Keine Frage.

Diversifikation! Diversifikation! Diversifikation!

Was ist also mit passiven Aktienmarktinvestitionen in ETFs?

Während der aktive Anleger bereits bei 10, 20 oder 30 Aktien von Diversifikation spricht, rechnet der passive Investor in hunderten oder tausenden von Unternehmen.

Das sind verdammt viele Eier in einem gigantischen Korb.

Es gilt das Gießkannen- statt Laserstrahlprinzip, wie es der Finanzwesir in seinem „Nur die Ahnungslosen streuen ihr Geld breit“- Beitrag beschrieben hat.

Albert versucht gar nicht erst im effizienten Aktienmarkt den Kampf gegen die Heerscharen von topausgebildeten und hochbezahlten Profis bestehen zu können. Langfristig schaffen es nur die allerwenigsten professionellen Aktienhändler den Markt zu schlagen, von Privatinvestoren ganz zu schweigen.

Also nimmst Du lieber gleich den Durchschnitt – mit Abzug einer kleinen Verwaltungsgebühr – in Kauf. Akzeptierst widerwillig den schwer verständlichen Unfug, der mit ETFs einhergeht, wie Wertpapierleihen oder Swapping.

Letztendlich bringen Dir ETFs die einmalige Möglichkeit günstig und breit in den Aktienmarkt zu investieren. Und das selbst mit kleinsten Summen – Sparplan sei Dank.

Wozu also der ganze Stress mit Finanzanalysen, Charttechniken oder Benchmarking? Das kannst Du Dir alles schenken. Du kaufst einfach alle – die Champions und die Knalltüten.

Deine Rendite ist der Durchschnitt. Und das langt völlig.

Von hinten durch die Vordertür

Tja, ich weiß ja nicht wie es Dir geht, aber ich bin doch noch etwas ratlos.

Wie sollen wir zwei Hübschen denn jetzt unser Geld investieren? Aktie oder ETF? Was bringt denn jetzt langfristig die höheren Renditen?

Um die Rendite-Frage zu klären, zäumen wir das Pferd einfach mal von hinten auf.

Was kann denn unsere wohlverdiente Rendite gefährden? Oder in anderen Worten: Was sind die größten Fehler, die Du bei Deinen Aktienmarktinvestitionen machen kannst?

Wenn Du diese Fehler einem Ansatz zuordnen kannst wirst Du durch das Ausschlussverfahren zu einem Ergebnis kommen.

Das Trio Infernal

Dies sind die drei großen Kardinalfehler, die Du bei Deinem Vermögensaufbau am Aktienmarkt machen kannst.

Du fängst gar nicht erst an zu investieren.

Du verzettelst Dich ins Klein-Klein und verbringst Monate damit den perfekten Mix Deiner Geldanlage zu finden. Solange fristet Dein Erspartes ein erbärmliches Dasein auf Deinem niedrigverzinsten Tagesgeldkonto. Vielleicht für immer.

Das kann Dir sowohl bei der Auswahl Deiner Aktien als auch bei Deinen ETFs passieren. Bei beiden gilt: erst mal die grobe Strategie festlegen und dann loslegen mit kleinen Beträgen. Die Feinjustierung kommt dann später.

Womit wir gleich zum nächsten Thema kommen.

Du investierst Geld in den Aktienmarkt auf das Du kurzfristig angewiesen sein könntest.

Volatilität gehört zum Aktienmarkt wie die Kamelle zum Rosenmontagszug. Wenn Du kurzfristig an die Kohle ranmusst, dann kann das ganz schnell übel enden. Murphys Gesetz wird dafür sorgen, dass die Kurse genau dann auf Talfahrt gehen, wenn Du verkaufen musst.

Die Verluste holst Du dann nicht mehr rein. Da ist es besser Dein Erspartes in der Schatulle im Garten zu verbuddeln.

Diese Börsenweisheit gilt für Investitionen in Einzelaktien genauso wie für ETFs.

Und zu guter Letzt der Klassiker unter den Finanzblog-Zitaten.

Hin und Her macht die Taschen leer.

5 Euro in das Phrasenschwein bitte, Herr Finanzglück!

Buy and hold is the name of the game. Bei häufigen Käufen und Verkäufen fressen Dich die Transaktionskosten auf. Also jetzt nicht wörtlich – das wäre ja schrecklich. Aber sinnbildlich. Dazu kommt die hohe Wahrscheinlichkeit, dass Dein heroischer Versuch den perfekten Ein- und Ausstiegspunkt zu finden kolossal an die Wand fährt.

Lass es besser sein – egal ob Du in ETFs oder Aktien investierst.

Das Wie schlägt das Womit

Au Backe! Da sind wir ja immer noch keinen Schritt weiter.

Egal ob Aktie oder ETF,  die goldenen Regeln zur Vermeidung Deines Rendite-Desasters gelten für beide gleichermaßen.

Und genau darin liegt auch die Antwort.

Für Deine langfristige Rendite ist es unerheblich, ob Du Dir einen diversifizierten Strauß von Einzelaktien zusammenstellst oder aber einige wenige ETFs mit günstigen Verwaltungskosten wählst.

Beides klappt! Das ist das Schöne.

Viel wichtiger ist, dass Du Dir erst mal einen Ruck gibst und startest, dann langfristig investiert bleibst und nicht anfängst ständig Deine Positionen umzuschichten.

Wenn Du diese einfachen Regeln befolgst, dann sollte es auch mit einer langfristig hohen Rendite hinhauen. Egal ob mit Einzelaktien oder ETFs.

Alles eine Typenfrage

Letztendlich ist es eine Frage des Geschmacks, wie Du in den Aktienmarkt investierst.

Bereiten Dir Aktienanalysen Spaß? Möchtest Du die höheren Kosten und teils undurchsichtigen ETF-Produkte vermeiden? Liegt Dir viel am Austausch mit anderen Investoren über günstig bewertete Unternehmen oder die richtige Strategie?

Dann sind Aktien genau das richtige für Dich.

Oder bist Du eher der Typ, der sich mit dem ganzen Kram so wenig wie möglich beschäftigen möchte. Bei dem der Zeitaufwand minimal sein muss. Scheiß auf Dividenden-, Value oder Momentumstrategie! Du willst nur Deine Ruhe haben und die Durchschnittsrendite einkassieren.

Dann fährst Du besser den passiven Ansatz mit ETFs.

Vielleicht schlagen auch zwei Herzen in Deiner Brust. Du investierst in einen Mix aus beiden, mit einem Grundstock an ETFs und ein paar Einzelaktien als Sahnehäubchen.

Geschmäcker verändern sich

Ich kann der Diskussion über aktiv vs. passiv wenig abgewinnen. Sie ist einfach nicht zielführend. Beide Strategien führen zum gleichen Ergebnis, wenn Du sie denn konsequent durchziehst.

Die Finanzglück-Familie investiert passiv. Sowohl Heiermann und Groschen, als auch Frau Finanzglück und ich haben keine Lust uns mit der Analyse von Unternehmen zu beschäftigen.

Wir haben uns jetzt auf ein ETF-Portfolio festgelegt und das ziehen wir auch durch. Unsere Immobilieninvestitionen beanspruchen genügend kostbare Aufmerksamkeit. Da können die Aktienmarktinvestitionen irgendwo im Hintergrund laufen.

Wird das immer so bleiben?

Keine Ahnung. Vielleicht verspüre ich ja irgendwann noch einmal den Drang das neue Google zu finden oder mir ein nettes Portfolio aus soliden Dividendentiteln zurechtzuschnitzen. Wer weiß.

Letztendlich ist es alles eine Frage des Geschmacks.

Und der könnte sich ja bekanntermaßen noch mal ändern.

Investierst Du aktiv oder passiv in den Aktienmarkt? Oder vielleicht sogar in einem Mix? Könntest Du Dir vorstellen Deine Strategie später noch mal anzupassen? Ich freue mich schon auf Deinen Kommentar!

 

Facebooktwittergoogle_plusmail

29 Kommentare

  1. Hallo,

    Meine Frau und ich investieren komplett in den Aktienmarkt und wählen dabei gezielt Unternehmen aus, die aus unserer Sicht attraktiv sind bezüglich Management, Produkt und fundamentaler Kennzahlen.

    Das ist manchmal echt zeitaufwändig. Ich verbringe sehr viel Zeit mit der Studie von Geschäftsberichten etc. Gerade die letzten Wochen habe ich es wieder gemerkt. Ich habe gefühlt meine ganze Freizeit dafür geopfert. Wenn man dann noch eine Frau hat wie ich oder zusätzlich noch Kinder (Familie geht immer vor) so ist diese Form des Anlegens die aus meiner Sicht Schwierigste.

    Das ist für mich der größte Vorteil passiven Investierens. Es geht nicht so sehr darum, dass man mit aktiver Anlage mehr Gewinn macht als mit passiver. Meiner Meinung nach wird der Faktor Zeit am meisten unterschätzt. Jemand, der wirklich aktiv investiert und das auch ernsthaft durchführt (also nicht praktisch zufällig anlegt), wird diesen Umstand sofort verstehen.

    Ich schreibe das, obwohl ich selber unglaublich viel Spaß am aktiven Investieren habe. Trotz des Spaßes ist es manchmal schwer. Für alle Anleger, denen der Faktor Zeit wichtiger ist und die nicht so viel Spaß daran haben wie ich, würde ich ohne mit der Wimper zu zucken die passive Anlage empfehlen.

    Alles Gute euch allen,

    Ferhat

    1. Hi Ferhat,

      Zeit ist für mich der größte Faktor, der mich von direkten Aktieninvestitionen abhalten würde – mal davon abgesehen, dass ich zumindest im Moment auch keine große Freude daran hätte.

      VG, Nico

  2. Moin!
    Ich bin Typ Doppelherz.
    Eine gemischte Anlagestrategie aus hübschen Einzelaktien und pflegeleichten ETFs ist im Moment also mein Ding.

    Du sagst es: Geschmäcker ändern sich.
    Die Entwicklung meiner persönliche Investmentstrategie habe ich kürzlich in diesem Artikel beschrieben:
    https://www.freakyfinance.net/2017/02/16/welche-investmentstrategien-gibt-es-und-welche-nutzt-du/

    Ferhat hat es ja schon auf den Punkt gebracht. Die über die Zufallstreffer hinausgehende Einzelaktienauswahl ist sehr zeitintensiv. Zeit, die ich immer weniger bereit bin, zu investieren.
    ROTI (Return on time invested) sollte man auf dem Schirm haben!
    Die investierte Zeit muss man nämlich berücksichtigen, wenn man die Renditen der Anlagestrategien vergleicht. Der Punkt fällt aber wohl bei vielen unter den Tisch und das verfälscht das Ergebnis.

    Also, der Mix macht’s! Noch… Geschmäcker ändern sich ja 😉

    1. Hi Vincent,

      Bevor ich meinen Blog eröffnete, las ich sehr wenig bis kaum Blogs von anderen zum Thema Finanzen. Ich war überrascht, wie viel Zündstoff in den Themen aktives & passives Investieren liegt. Mir war das Thema bis dahin schlicht egal.

      Ich diskutiere ja auch nicht mit Anleihenliebhabern, warum Anleihen im Schnitt niedrigere jährliche Renditen abwerfen als so manche Aktie.

      Auf mich hat das sogar den Eindruck gemacht, als müssten die Vertreter der passiven Geldanlage unbedingt betonen, dass es doch gar nicht ginge höhere Renditen als der Markt zu erwirtschaften bzw. es eine göttliche Fügung oder absoluter Zufall wäre. Ohne jetzt zu sehr ins Detail zur MarkteffizienzHYPOTHESE zu gehen, finde ich solche Diskussionen schlicht ermüdend.

      Ich bin daher mittlerweile dankbar, dass es Leute gibt, die beides machen. Passiv und Aktiv investieren. Das sorgt für die nötige Balance zwischen den Vertretern. Ying und Yang sozusagen. 🙂

      Alles Gute,

      Ferhat

  3. Hi,

    da bringst du eine leidige Diskussion sehr schön auf den Punkt! Das wie man in den Aktienmarkt investiert ist einfach Geschmackssache, Hauptsache man nimmt den Kopf aus dem Sand und geht seine Finanzen selbst an.

    Für mich persönlich war neben dem zeitlichen Aspekt ein wichtiger Grund lieber in etfs zu investieren, dass ich dazu neige die Dinge zu sehr optimieren zu wollen. Daher würde ich bei Einzelaktien wohl zu oft meine Entscheidungen hinterfragen und meine Gedanken nicht auf die wirklich wichtigen Dinge fokussieren. Außerdem muss ich mir bei starken kursrückschlägen nie die Frage stellen, ob diese gerechtfertigt sind, sondern kann einfach weiter investieren 😀

    Viele Grüße und danke für den schönen Artikel 😉

    JFB

    1. Hi JFB,

      das ist ein guter Punkt. Den kann ich so auch mit unterschreiben. Einfach stur weiter investieren, am besten noch mit einem monatlichen Sparplan, ist wohl die effizienteste Weise Geld zu investieren. Da kommt man weniger in Versuchung Market Timing zu betreiben.

      VG, Nico

  4. Hallo,

    schöner Artikel, der es auf den Punkt bringt. Hat man Bock auf Unternehmensanalysen und ist bereit die kostbare Zeit zu investieren, kann man in Einzelwerte gehen. Hat man genau darauf keinen Bock, sind ETFs die Mittel der Wahl.

    Meine eigene „Karriere“ verlief von gemanagten Fonds zu ETFs. Derzeit liebäugle ich mit dem Aufbau eines parallelen Portfolios aus Einzelwerten. Aber dabei geht es mir um den Spaß an der Freude sowie das Lernen.

    Viele Grüße,
    Mathias

    1. Hallo Mathias,

      es gibt etwas, was ich wirklich bei den aktiven Investoren beneide: viele kleine und regelmäßige Dividendenzahlungen. Eigentlich ist es unlogisch. Ich bekomme derzeit 12 Mal im Jahr Dividendenzahlungen und zwar vierteljährig für jeden meiner drei ETFs. Alle Zahlungen kommen in den gleichen Monaten – normalerweise im Paket.

      Beim typischen Dividendeninvestor klingelt es mehrfach im Monat, vielleicht sogar alle paar Tage, in der Kasse. Selbst wenn unter dem Strich der gleiche Betrag rauskommt, finde ich die Strategie des Dividendeninvestors in dieser Hinsicht deutlich attraktiver. Ich würde mich einfach viel öfter freuen! Vielleicht muss ich mal nach ETFs schauen, die monatlich zahlen 🙂

      VG, Nico

  5. Meine Meinung dau ist ganz klar:
    mit ETFs kann man den Markt natü nichtrlich schlagen, aber außer Warren Buffett und eine Hand voll anderer Investoren weltweit schafft das eh niemand über viele Jahre hinweg.

    Am Ende muss jeder selbst entscheiden. Ich habe für mich entschieden den Großteil in ETFs zu investieren und ein wenig Einzelaktien, von denen ich bei gegebenem Risiko überzeugt bin, eine überdurchschnittliche Rendite zu erzielen, beizumischen.

    Habe vor kurzem übrigens selbst einen Blogbeitrag über die Börse veröffentlicht, nämlich der ständige Ausgleich von Rendite und Risiko über den Preis: https://danielbusinessblog.wordpress.com/2017/03/03/boersenweisheiten-fuer-privatinvestoren/

    Klingt langweilig und einleuchtend, aber ein tieferer Einblick ist durchaus interessant und geht Tief ins Börsenwissen rein.

    Enjoy !

  6. Moin,

    Der größte Unterschied zwischen den Ansätzen ist offenbar der Zeitaufwand. Mit ETFs kann ich das Thema Vermögensaufbau relativ schnell abhaken und mich anderen Dingen widmen. Mit Einzelaktien kann (oder muss) ich mich regelmäßig und länger beschäftigen.

    Damit fällt die Aktienanlage m.E. in die Kategorie „Hobby und Freizeitbeschäftigung“. Wer Spaß an Unternehmensanalysen hat und mit Gleichgesinnten gerne „War Stories“ austauscht wird damit sicher glücklich.

    Weil es aber ein geliebtes Hobby ist, will man am Ende möglicherweise gar nicht so genau wissen, wie teuer es wirklich ist. Jährliche Rendite ausrechnen geht vielleicht noch, aber ein konsequenter Performance-Vergleich mit einem passenden Index entfällt wohl bei den meisten. (Und für die statistische Analyse um den Renditeunterschied den Faktoren „Glück“ oder „Können“ zuzuordnen gibt es sowieso nicht genügend Datenpunkte)

    Das ist für ein Depot mit „Spielgeld“ auch vollkommen in Ordnung, für den langfristigen Vermögensaufbau ist der Großteil in ETFs allerdings besser aufgehoben.

    Gruß,
    Dirk

  7. Ist der entscheidende Vorteil bei ETFs nicht, dass man sich nicht um die Steuerprobleme bei ausländischen Aktien kümmern muss?

    1. Moin Chris,

      Steuern sind vielleicht ein Faktor, aber nicht der ausschlaggebende für mich in ETFs zu investieren. Ich möchte es steuerlich einfacher haben und investiere nur in ausschüttende ETFs. Aber auch da gibt es noch genügend Fallstricke und Änderungen in der Steuergesetzgebung können einem jederzeit wieder um die Ohren fliegen. Die Hauptgründe für ETFs liegen bei mir eher in der Zeitersparnis sowie der Tatsache, dass ich mir nicht zutraue, durch Stock-Picking eine Überrendite erzielen zu können.

      VG, nico

  8. Hallo,

    ich verfolge die Doppelherz-Strategie. Ich habe zwei Sparpläne in ETFs (MSCI World und EM) und insgesamt zehn Sparpläne in Einzelwerte. Bei der Consorsbank gibt es das Aktiensparen ab Beträgen von 25€ monatlich. Da ich nach Hausbau und Familiengründung nicht über einen großen Haufen Cash verfügte, waren diese Aktiensparpläne für mich optimal, um trotzdem am Aktienmarkt investieren zu können. Die Kosten von 1,5% pro Sparrate muss ich dann einfach in Kauf nehmen.
    Ich denke, dass ich damit im Sinne der Diversifikation ganz gut aufgestellt bin. Bei den Einzelwerten habe ich die bekannten Dividendenaristokraten ausgewählt.
    Ob das über meinen Anlagehorizont von ca. 30 Jahren gut funktioniert, sehe ich wohl in 30 Jahren ;-).

    Ich wollte mich einfach nicht auf eine Strategie festlegen, weil ich sowohl von ETFs als auch von Einzelaktien überzeugt bin. Ich denke, dass beide Strategien auch für sich alleine sehr erfolgreich sein können.
    Ich schließe mich auch den Vorrednern an. Wichtig ist doch, dass man sofort mit dem Investieren beginnt. Die Feineinstellungen kann man dann immer noch vornehmen und die wird auch jeder von uns immer wieder vornehmen müssen.

    Es ist für mich immer wieder befremdlich, dass in meinem Freundes- und Bekanntenkreis bislang quasi niemand etwas über ETFs gehört hat. Von der Anlage in Einzelaktien ganz zu schweigen.
    Hier wird dann regelmäßig in aktive Fonds oder in Bausparen investiert….

    1. Hi Daniel,

      Du hast 12 Sparpläne laufen? Das ist doch mal eine Hausnummer.

      Wäre es nicht einfacher bei den Dividendentiteln einen günstigen ETF zu wählen, der in solche Unternehmen investiert? Dann könntest Du Deinen drei ETFs einmal eine Zielallokation verpassen (z.B. 40/30/30 % oder so) und dann laufen lassen. Das bedeutet weniger Komplexität und würde das re-balancing deutlich vereinfachen.

      VG, nico

      1. Hallo Nico,

        deine Idee ist natürlich sinnvoll. Im Moment wäre mir das aber noch zu langweilig.
        Zudem kauft man mit einem ETF in der Regel auch Aktien, die einem als Einzelaktien nicht ins Depot kommen würden. Gerade bei den Dividenden-ETFs stört mich das etwas.
        Am Ende ist aber auch das alles Geschmackssache….

  9. Ich fahre zweispurig mit ETF und Einzelwerten. Alles Buy and Hold, weltweit gestreut angelehnt an Weltportfolio.

    1. Ansatz Kosten sparen (ETF nur wo Mehrwert vorhanden)
    2. Ansatz Komplexität reduzieren

    In steuereinfachen, sicheren Ländern Einzelwerte (USA, Deutschland, Niederlande, GB,..),
    in anderen Regionen und schwerer abbildbaren Segmenten ETF (Emerging Markets, Small Cap).

    Ich bin damit recht zufrieden und würde es am Liebsten so lassen. Insofern es starke Verwerfungen
    bei der Steuergesetzgebung zugunsten einer der beiden Typen geben sollte, würde ich mich diesen
    aber vermutlich anpassen.

  10. Ich wende auch die Hybrid-Strategie an:
    70 % ETFs
    30 % Einzelaktien

    Die Einzelaktien werden in meiner Strategie nochmals differenziert in buy&hold (20 %) und spekulativ (10 %).

    Da mir das Aktiengeschäft wirklich Freude macht, sehe ich die damit verbundene Arbeit nicht als Belastung. Mit abnehmender beruflicher Tätigkeit werde ich immer mehr Manager unseres Familiy Office’s:-) Eine für mich sehr schöne Tätigkeit.

  11. Hi Nico,

    ich sehe das ähnlich wie Du.

    Bei mir bilden ETF’s auch den Großteil des Portfolios.

    Ab und zu kann ich es mir aber nicht verkneifen Einzelaktien dazu zunehmen. Das tue ich aber nur, wenn ich ein konkretes Wachstumsszenario für die Aktie im Blick und das Geschäftsmodell einigermaßen verstanden habe. Anders als bei ETF’s setze ich mir hier aber einen Stop-Loss. Der Anlagezeitraum ist hier aber auch langfristig.

    Viele Grüße
    Roland

  12. Hi,

    I habe inzwischen auch in meinen ersten ETF investiert und werde das in Zukunft auch weiter ausbauen. Finde es allerdings auch wichtig in einzelne Unternehmen zu investieren.
    Gruß

  13. Hallo Nico,

    danke für diesen schön und kurzweilig geschriebenen Artikel! 🙂

    Persönlich wähle ich den von dir angesprochenen Mix mit ETFs als Basis und Dividendentiteln als Sahnehäubchen.

    Grund ist vor allem, dass ich durch die Einzeltitel konkrete Unternehmen und Branchen auswählen kann, die ich gerne übergewichten möchte. Eine Gewichtung nimmt man ja auch bei der Wahl der ETFs vor (MSCI World, Emerging Markets etc).
    Wenn ich dann noch die USA und dort gezielt zB Konsumfirmen übergewichten will, kann ich das gut über einige Einzelaktien tun.
    Klar, sicher gibt’s dafür auch wieder einen ETF, aber dort gibt es dann eben auch die laufenden Kosten.

    Die von dir angesprochene Unternehmensanalyse bei Einzelaktien halte ich dabei aber gar nicht unbedingt für notwendig. Das habe ich auch auf meinem Blog kürzlich beschrieben. Ich kaufe fast blind: https://www.zinskraft.de/2017/02/26/wieso-ich-aktien-fast-blind-kaufe/

    Gruß
    Martin

  14. Ein paar dumme Fragen, weil bei mir der Entschluss gereift ist, mich mit Buy & Hold von Qualitätsaktien zu befassen (bin also von rudimentären Kenntnissen und ETF-Sparplänen abgesehen absoluter Frischling an der Börse:
    1. Folgendes Denk -Modell: Ich kaufe einfach alle 25 Einzelaktien des 1. Dividendenadel-IndexZertifikats bei der DB. ??? (Hab Ende Mai 14.000 € aus freiem Festgeld + Steuerrückzahlung übrig)
    2. Dann fallen bei Flatex 4.90€ pro Kauf an … richtig? Da kommt viel an Gebühren zusammen. Macht das Sinn, wenn der Umfang nur um die 600 € pro Kauf liegt?

    3. Wie versteuert man denn den Nieselregen an reintröpfelnden Dividenden?
    4. Ist das richtig: Zur Dividende als Rendite kommt die Wertsteigerung auf dem Markt über die Jahre noch hinzu? Die zu erwartenden Dividenden liegen lt. Infobroschüre DB zwischen 1,4 und 3 %, was ja erstmal nicht viel mehr ist als eine mehrjährige Festgeldanlage…

    Hoffentlich sind die Fragen nicht zu dumm für euch… Wissen muss gesammelt werden… DANKE!
    Beste Grüße
    Gabriele

  15. Hallo Gabriele,

    hier ausnahmsweise doch noch ein Kommentar von mir, weil Deine Fragen vielleicht auch andere Leser interessieren:

    zu 1) Das Zertifikat im Hinblick auf die hohen laufenden Kosten (1,2% p.a.!!) und das Emittentenrisiko
    nicht direkt zu kaufen, ist m.E. eine gute Idee. Davon, das Zertifikat 1:1 nachzubilden, rate ich aber
    auch ab, und das aus mehreren Gründen:

    a) die regionale Streuung wäre m.E. suboptimal, weil sich die Auswahl auf europäische
    Unternehmen beschränkt (amerikanische Global Player fehlen)

    b) einige Branchen sind in dem Index mehrfach vertreten

    c) der hohe Anteil an französischen Aktien macht bei Direktinvestments Probleme, weil die
    Rückforderung der frz. Quellensteuer für Privatanleger de facto aussichtslos bzw. unwirtschaftlich
    ist

    d) 25 Einzelaktien sind bei einer Anlagesumme von 14k m.E. für Einzelkäufe zu viel, weil die relativen
    Kaufspesen mit 4,90/600= 0,82% zu hoch ausfallen. Lieber nach und nach nur 12 Aktien davon
    kaufen, und vorher noch zusätzlich ins Free-buy Depot von Onvista wechseln. Eine durschnittliche
    Geldsumme von 10.000 Euro pro Monat reicht dort aus, um im Folgemonat 6 Freebuys zu
    bekommen. Dann zahlt man für die ersten sechs AktienKÄUFE des Folgemonats nur zwischen
    0,80 und 1,50 € Spesen pro Kauforder. Billiger geht der Einzelaktienkauf in D meines Wissens zur
    Zeit nicht. Mit dem Freebuy-Modell kannst Du Deine Positionen dann später mit frischem Geld
    günstig weiter aufstocken. Alternativ bietet OnVista das Festpreis-Modell mit 6,50 für alle
    Orderarten (Kauf UND Verkauf). Wenn Du immer nur Freebuys nutzt, diversifizierst Du
    automatisch auch über die Zeit. Und überlegst Dir vielleicht genauer, welche sechs Aktien zu
    kaufen oder aufstocken möchtest.
    Falls Du auch Schweizer Aktien kaufen möchtest, bietet sich für ein größeres Buy-and-hold Depot
    mittelfristig ein Umzug zur ING-DiBa an, weil die ING-DiBa automatisch und kostenlos die für die
    Quellensteuererstattung (siehe unten zu 3) erforderlichen Schweizerischen Tax Vouchers ausstellt.

    e) Flatex verlangt für Dividendenzahlungen von ausländischen Aktiengesellschaften bis zu 5 €
    Gebühr pro Auszahlung. Viele ausländische Gesellschaften schütten zwei bis viermal pro Jahr aus.
    Außerdem erhebt Flatex neuerdings Negativzinsen aufs Depotkontoguthaben. Für ein global
    diversifiertes Einzelaktiendepot ist Flatex deshalb meines Erachtens der falsche Broker.

    Die Aktienauswahl des DividendenAdel Eurozone 25 würde ich nur als Ideengeber nutzen. Ich hätte
    grundsätzlich keine Bedenken, Unilever, Ingenico, LVMH, Siemens, SAP, Essilor, MTU Aero Engines,
    Henkel Vz., LOreal, Inditex, Münchener Rück und KONE in ein Langfristdepot aufzunehmen.
    Allerdings wirst Du bei einem Kauf auf dem jetzigem, teilweise sehr hohen Preisniveau mit hoher
    Wahrscheinlichkeit einige Aktien erwischen, die nach Deinem Kauf nochmal richtig in den Keller
    gehen. Auch wenn es angeblich erwiesen sein soll, dass es langfristig Rendite kostet, nicht sofort
    „all-in“ zu gehen, würde ich Dir raten, erstmal nur jeweils maximal eine halbe Position pro
    Unternehmen aufzubauen, damit Du noch Cash zum
    Aufstocken in der Hinterhand hast. Du wirst dann hoffentlich weniger schnell kalte Füße bekommen,
    wenn es zum ersten Mal mit einigen Deiner Einzelaktien um 30 oder 40 % in den Keller geht.
    Schau doch auch mal auf den Deutschland DividendenAdel 250/10. Da hast Du auf einen Blick noch
    ein paar weitere aussichtreiche deutsche Investmentperlen aus der zweiten Reihe, wie CTS Eventim,
    Fuchs Petrolub, Grenke, VIB Vermögen, Bechtle… Die deutschen Aktien machen immerhin keine
    Probleme mit der Quellensteuer (s. zu 3), auch wenn zuviel Deutschlandanteil eigentlich nicht zu
    globaler Streuung passt. Doch viele mittel- oder kleinkapitalisierte deutsche Qualitätsaktien, wie z.B.
    Rational AG oder Sixt SE Vz., machen ja nicht nur in D Umsätze. Rational z.B. generiert 86,60 % seines
    Umsatzes außerhalb Deutschlands, Sixt immerhin 37,6 %, Tendenz steigend.

    zu 2) Nein, m.E. macht das keinen Sinn, siehe Antwort zu 1) lit. d

    zu 3) Du zahlst 25 % Abgeltungssteuer + Soli + ggf. Kirchensteuer auf die Dividenden, sobald Dein Freibetrag (max. 801 Euro, 1620 Euro für Verheiratete) aufgebraucht ist. Um den Freibetrag zu nutzen, musst Du natürlich einen entsprechenden Freistellungsauftrag erteilen. Die Abgeltungssteuer etc. wird von Deinem Broker direkt abgeführt und die Sache ist erledigt. Nur nicht auf die deutsche Abgeltungssteuer angerechnete ausländische Quellensteuer musst Du ggf. von den ausländischen Steuerverwaltungen zurückholen, Stichwort: Quellensteuererstattung (oder es lassen, wenn der Aufwand im Verhältnis zur Höhe des Erstattungsbetrages zu groß wäre). Länder, bei denen das gut klappen soll, sind z.B. die Schweiz, Österreich und Norwegen. Italien hingegen kann man vergessen. Frankreich ebenso. Angenehm ist Großbritannien: die Briten erheben gar keine Quellensteuer auf Kapitalerträge. Die Quellensteuer ist ein Kapitel für sich. Kleinere steuerliche Nachteile wären für mich jedoch kein Grund, Investmentperlen aus quellensteuerrechtlich problematischen Ländern grundsätzlich zu verschmähen. Die italienische familiengeführte De’Longhi z.B. halte ich schon seit vielen Jahren und freue mich über die Kurszuwächse mehr, als ich mich über die um Quellensteuer gekürzten Dividenden ärgere…

    zu 4) Ja. Die persönliche Gesamtrendite Deiner Aktienengagements setzt sich aus Kurssteigerungen (ggf. abzüglich der latenten Steuerschuld auf Kursgewinne) plus Nettodividenden zusammen. Von den anfänglich im Vergleich zu Festgeldern vielleicht relativ niedrig erscheinenden Dividenden des von Dir genannten DividendenAdel Index sollte man sich nicht blenden lassen. Wenn man die zuverlässigsten Dividendenzahler daraus auswählt, die ihre Dividende auch noch jährlich um 5 bis 10 Prozent oder sogar deutlich mehr steigern können, wird der daraus in einigen Jahren in Deine Taschen fließende Geldstrom das Festgeld alt aussehen lassen.
    Zudem sind Aktien ja im Normalfall auch noch täglich handelbar und unter diesem Aspekt die Antithese zum illiquiden Festgeld. In diesen unsicheren Zeiten erscheint mir die volle Flexibilität um Längen wichtiger, als die Möglichkeit, mit Festgeld im Vergleich zu Tagesgeld ein paar Prozentpünktchen höhere Nominalverzinsung herauszuholen. Auch Warren Buffett hält immer (vermutlich ebenfalls schlecht verzinste) Liquidität vor. Die entgangenen Zinsen während der Phase der Cashhaltung (also des Nichtinvestiertseins) sind die Optionsprämie dafür, im nächsten Bärenmarkt billig einkaufen und damit auf lange Sicht höhere Renditen erwirtschaften zu können.

    Viele Grüße und ggf. bis bald per Mail,

    Colibri

    1. Vielen lieben Dank, Colibri!! Du machst dir ja einen Haufen Arbeit, obwohl du eigentlich im Moment grad keine Zeit hast – sehr wertvolle Hinweise – das muss ich jetzt erst mal verarbeiten! 😉

      glg
      Gabriele

  16. Hi Nico,
    mich würde interessieren ob du deine ETFs nur direct an der Börse kaufst (wenn ja warumß) oder via Sparplan (sollte eigentlich günstiger sein, je nach Broker).
    VG Dirk

    1. Hallo Dirk,

      ich kaufe meine ETFs über die Börse. Einen Sparplan habe ich nicht, weil mein Einkommen und meine Ausgaben variieren. Ich denke aber derzeit darüber nach einen Sparplan aufzusetzen um die Investitionen etwas zu glätten über das Jahr gesehen. Mal schauen.

      VG, Nico

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.